Nur Krach und Klamauk

Oper „Der Barbier von Sevilla“ am Opernhaus Dortmund.

13. Vorstellung am Samstag, den 2. Februar 2018

Die Ankündigung lies sich nicht schlecht. Die Figuren in der Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Gioachino Rossini wären in der Dortmunder Inszenierung Marionetten, die sich nicht aus eigenem Willen bewegen könnten. Hört sich nach einem brauchbaren Konzept an, eine Inszenierung, die funktionieren könnte. Die eigene Arbeitswoche war anstrengend gewesen, also ging die Autorin am Samstag abend in die Oper. Warum nicht was leichtes, lustiges ansehen? Vor vielen Jahren lief Rossinis Opern-Hit am Opernhaus Nürnberg, aber wie die Inszenierung war, ist heute unklar. Die Wahrnehmung eines Menschen ändert sich, wenn an älter wird.

Der Vorhang auf der Bühne ist dieses Mal kürzer, eine schräg stehende Wand grenzt die Bühne vom Orchestergraben ab. Es soll ja ein Marionettentheater heute werden, mit Menschen an Fäden. Gut, darauf läßt man sich als Opernbesucherin ein. Als der Intendant, bevor es losgeht, nach vorne tritt, wird klar, dass heute etwas anders sein wird. Kaum eine Vorstellung vergeht, als dass ein Sänger oder eine Sängerin irgendwie stimmlich angeschlagen ist. Die Musik an diesem Abend ist auch gar nicht das Problem dieser inzwischen schon 13. Aufführung des „Barbiers von Sevilla.“ Es ist die absolut nicht schlüssige, langweilige Inszenierung. Dieser Abend war bemerkenswert, so schlecht war die Inszenierung.

Zugegeben, die Geschichte ist nicht sonderlich spannend und aufregend. Ein Adliger verliebt sich in eine Bürgerstochter, also eine nicht seinem Stande entsprechende Heiratskandidatin. Die hat zufällig viel Geld von ihren Eltern geerbt, weshalb der Vormund – Doktor Bartolo – , der Musiklehrer Basilio und wohl auch noch andere testosteron-übersäuerten Gestalten im damaligen Sevilla wild auf diese Bürgerstochter Rosina sind. Daraus könnte man eine witzige, freche, auch gesellschaftskritische Inszenierung machen. Aber in der Version von Martin G. Berger als Regisseur verkommt der „Barbier von Sevilla“ zum reinen Klamauk. Ein einziges, unerträgliches Kasperletheater. Sind wir nicht im Opernhaus? Oder doch im Varieté-Theater? Nciht genug damit, dass Doktor Bartolo einen extra dicken Bauch und gestreifte Hosen wie ein Clown und eine derart lächerlich hohe Perücke trägt. Auch Figaro ist äußerlich ein einziger Clown, grell geschminkt dazu, nur zu ihm paßt die Maskerade wirklich. Nur der Musiklehrer sieht ’normal‘ aus. An diesem Abend war die Besetzung anders, im 2. Teil mußte sich Sunnyboy Dladla als Graf Almaviva vom Orchestergraben stimmlich durch einen Ersatzsänger unterstützen lassen. Nur für den selbstherrlichen Graf Almaviva ist die Kleiderwahl gelungen – bis er sich, weil er inkognito ins Haus von Doktor Bartolo eindringen will, verkleiden muß. Ein Clown = der Barbier reicht nicht, auch der Graf bekommt nun einen roten Umhang mit grüner Mütze, damit er der 2. Clown ist. Fassungslos sieht man zu, wie alles immer bunter, schriller und ordinärer wird – ohne dass es auch nur irgendeinen Mehrwert für die Oper hätte. Ach so, wir haben ja Karneval, habe ich vergessen.

Es ist schon richtig, dass in der Inszenierung nichts versteckt oder verheimlicht wird. Graf Almaviva steckt dem Bartolo – kaum zu erkennen: Morgan Moody – eine dunkelbraune Schwimmnudel zwischen die Beine, ganz klar, dass dieser damit mit seinem sexuellen Verlangen nach Rosina entlarvt wird. Aber warum im Hintergrund unbedingt eine kurze Videosequenz mit Miss Peggy und Kermit dem Frosch als Sadomaso-Liebende gezeigt werden muß…völlig unnötig. Dann fällt man kontrolliert eine Wand um, eine Mitarbeiterin der Technik muss mehrere Male ein komisches braunes faltiges Plüschtier über die Bühne kriechen lassen. Die Krallen lassen vermuten, dass er der sinnbildliche Maulwurf ist, der bei den Menschen herumspioniert, dann taucht dieses abscheuliche Wesen – also das Plüschtier, nicht die Mitarbeiterin – immer dann auf, wenn der Intrigant und Lügner von Musiklehrer Basilio in Aktion ist. Oder ist es ein Bandwurm, der sich wie der von Basilio besungene Rufmord immer weiterverbreitet und Unheil stiftet? Diese Figur des Basilio ist eine sehr wunderliche: statt Notenpult und Klavier hat er Apparaturen und Gestänge vor sich stehen, es raucht und knallt und blitzt wie im Klischee-Chemie- und Physik-Labor. Offensichtlich hatte Martin G. Berger seinen Chemie- und Physikunterricht in der Schule recht gern. Die immer anwesende Feuerwehr im Publikum will schließlich auch unterhalten werden. Wäre doch langweilig, wenn man immer nur Eingänge und das Vorhandensein von Feuerlöschern kontrollieren müßte! Die Bühnentechnik, die sonst immer nur leise im Hintergrund agiert, damit alles auf der Bühne funktioniert, war mehrere Male aktiv zu sehen. Hatte wohl mal Lust, offen zu zeigen, was sie kann, die armen grauen, äh schwarzen Mäuse. Und nicht zu vergessen die „plötzlich“ umfallende Wand. Da hat es geknallt. Dazu Stroboskop-Licht, wechselnde Bühnenbilder… Wow. Und weil Graf Almaviva vom Soldaten dann zu einem Musikstudenten werden muss, klaut er einfach dem Dirigenten seinen Frack. Super Idee. Und sowas von glaubwürdig. Ah, Dirigent Christoph JK Müller trägt Hosenträger. DAS wollte ich als Zuschauerin unbedingt wissen.

Musikalisch war die Inszenierung in Ordnung, wenn auch nicht ganz überzeugend. Sänger und Sängerinnen waren nicht immer auf gleicher Höhe mit den Philharmonikern, die Marionettenschnüre schienen vor allem Aytaj Shikhalizada als Rosina öfter die Luft zu nehmen. Bei all dem bunten Gewusel, das weder Sinn noch Ziel hat, kann einer oder einem schon mal die Luft wegbleiben und man kann die Orientierung verlieren.

Und pardon, bei aller Sympathie für die Person, aber einen Erzähler braucht es in dieser Oper nicht. Ich muß mir nicht sagen lassen, was jetzt passiert. Wollte das Theater nicht Programmhefte verkaufen? Oder sind das dieses Mal nur Attrappen, mit weißen leeren Blättern drin? Bei aller Sympathie, die man für Hannes Brock als Erzähler und Puppenspieler (hatte er sich nicht vom Theater verabschiedet gehabt in der letzte Spielzeit? Als Opernsänger kann man wohl nie Schluß machen, bis man von der „Weltbühne“ abtreten muß und die Stadt Dortmund ihm ein Staatsbegräbnis geben wird – ich werde dafür breitwillig Straßensperrungen in Kauf nehmen) haben kann : bei allem Witz, der in seiner Schilderung der Geschichte durchaus vorhanden war, fühlte sich die Autorin oft nur genervt. Die Erzählung wirkte aufgesetzt und unnötig. Und das Ende ist sowas von überraschend. Auch ein noch so toller Hannes Brock kann aber diese Inszenierung nicht retten.

Das erste Mal innerhalb von 3 Jahren, in denen die Autorin nun schon regelmäßig das Opernhaus Dortmund besucht, hatte sie in der Pause den Gedanken, doch nach Hause zu gehen. Ratlos bleibt man vor lauter schrillen Farben und ständig wechselnden Bewegungen der Figuren zurück. Es kracht, faucht und maunzt auf der Bühne, aber es passiert – nichts. Langweilig war diese Inszenierung, weil völlig überladen. Eine ohnehin schon dürftige Geschichte wird nicht besser, wenn noch mal drei Wände umfallen, noch mal eine Wand mit klischeehafter Rosa-Blumen-Tapete aufgefahren wird oder es noch mal mit einem Feuerchen im Musikzimmer von Basilio kracht. Man möchte gar nicht daran denken, was das alles gekostet hat; der Ersatz für die durchgeschnittenen Marionettenseile noch gar nicht eingerechnet. Die Opernsängerinnen und die Opernsänger hatten dagegen meistens ihren Spaß. Hätte mir auch gefallen, ungestraft und vor den Augen vieler Leute, die am Ende sogar mit standing ovations applaudierten, Schabernack zu machen. So wie Andreas Beck, ein Mitglied im Schauspielensemble einmal im RN-Interview sinngemäß sagte: „ich mag meinen Beruf. Ich kann lachen, morden, betrügen, schlecht über jemand reden, lügen auf der Bühne – und werde dafür nicht bestraft.“ Wohl wahr. Wenn dabei aber das eigentliche Stück, das an diesem Abend aufgeführt werden soll, nicht mehr zur Geltung kommt, wenn der Sinn und Mehrwert für das Stück nicht vorhanden sind, dann war die Inszenierung schlecht und diente nicht mehr der Kunst. In der aktuellen Version von Martin G. Berger ist genau dies vortrefflich gelungen: schlechtes, weil überfrachtetes Theater.

Fast hätte die Autorin ihren Slapstick-Beitrag zur Inszenierung geliefert, weil sie im Matsch und Schnee des Vorplatzes fast mit dem Rad gestürzt wäre. Nur schauen mir da wenige Leute zu und lustig ist es auch nicht, vom Fahrrad zu stürzen, weil nicht ordentlich geräumt ist. Gilt auch für viele öffentlichen Straßen und Wege.

Der Barbier von Sevilla, Oper von Gioachino Rossini, Opernhaus Dortmund. Weitere Termine: https://www.theaterdo.de/detail/event/matinee-zu-die-kroenung-der-poppea/?not=1&cHash=294e938696c9c74af3344c3bab10ed54&sword_list[]=barbier&sword_list[]=von&sword_list[]=sevilla&no_cache=1

Mal kein Walzergeduldel: Das Neujahrskonzert der Dortmunder Philharmoniker

Von New York bis Puerto Rico: das Neujahrskonzert der Dortmunder Philharmoniker

Am Neujahrstag 2016 gibt das Orchester der Dortmunder Philharmoniker ein Konzert zum besten, das man an einem 1. Januar so nciht erwartet hat. Anfangs war ich verwirrt, was da mit Dissonanzen und lauten Bläsern startete: „Cuban Overture“ von George Gershwin ist da zu lesen. Gershwin, ja das war der mit „Porgy and Bess“ und „I got rhythm.“ Statt Walzerseeligkeit und ewiges „Sich-Im-Kreis-Drehen“ fühlt man sich als Konzertbesucherin plötzlich in den Sommer versetzt, spätestens, wenn der mindestens 6 Menschen starke Percussionsapparat mit Bongos, Kugeln, die raschelnde Geräusche erzeugen und Klanghölzern loslegt. Das ganze findet im Opernhaus statt – und zwar mit dem Orchester AUF statt wie bei der Oper unterhalb der Bühne –  und das bedeutet: das Theater fährt seine Bühnentricks auf, die es bieten kann. Das Sommergefühl macht ein riesiges Hintergrundbild eines Sandstrandes komplett. Einfach unbeschwert am Strand sitzen und auf das Meer hinausschauen, die Wellen beobachten, wie sie im Sand auslaufen…

Doch bald holen die Konzertbesucherin die langsameren, dissonanten Klänge in den Geigen und die Bläser, die einen Einwand zu haben scheinen gegen diese Idylle, einen aus der Träumerei. Gershwin ist eben kein easy listening. Dass ungeduldigere Konzerbesucher-/innen deshalb nicht gleich das Weite suchen, liegt an dem erneuten Einsetzen der Rhythmusfreunde und weniger Dissonanzen mit beständigen Melodien. Man kann sich vorstellen, wie Menschen zu dieser Musik durch die Straßen einer Stadt in Kuba tanzen, am Straßenrand stehen die Musiker. Auf einem Foto, das im Hintergrund gezeigt wird, ist einmal ein Trommler im Großformat , im HIntergrund eine Straße zu sehen.

Nach de fulminanten Ende der „Cuban Overture finden ein paar kleine Umbauten statt, der Mitarbeiter, der reinkommt und nur die Aufgabe hat, den Flügel aufzuklappen, bekommt vom Publikum Applaus, als ob er Solist wäre – schon witzig. Dann kommt die Solistin, Tatiana Prushinskaya im roten, glänzenden, glitzernden Kleid (warum gibt es sowas nicht auch für Frauen mit Konfektionsgröße 42 aufwärts, verdammt noch mal???) . Sie sieht nicht nur schön aus, sie spielt auch gut: die sinfonischen Variationen für Klavier und Orchester „I got rhythm“ von George Gershwin. Die Melodie dazu kennt jeder, die Variationen dazu icht unbedingt. Als Akkordeonspielerin habe ich Variationen immer gehaßt, es war für mich immer das selbe, immer genauso langweilig. Doch mit „I got rhythm“ wird es nicht langweilig. Bemerkenswert, was Gershwin aus dieser einfachen Melodie alles rausholt. Auf der Bühne ist einiges los: es gibt zwar weniger Schlagwerk, dafür sieht man hin und wieder die Bläser-/innen ihre Dämpfer, die wie große Pommestüten aussehen, rein- oder rausholen aus dem Trichter. Plötzlich ist ein Oboensolo zu hören, mit dem man bei den sonst dominierenden Trompeten oder Saxophonen (jaaa, diese wunderschöne Instrument darf endlich mal im Orchester mit dabei sein!) nicht gerechnet hätte.

Nach den sinfonischen Variationen von „I got rhythm“ wird der Flügel eingeklappt und hinausgeschoben – ohne Applaus für die Bühnenarbeiter 😉

Was folgt ist, wenn man so will, ein Schnelldurchlauf durch Leonard Bernsteins Musical „West Side Story.“ IM Programm sind die „sinfonischen Tänze aus „West Side Story“ angekündigt. Bei dieser Fülle von Rhythmen und Melodien wird der Zuhöreri nie langweilig. Dissonante Klänge, Staccato bei den hohen Blästern, da kann man sich gut Verfolgungsjagden der beiden verfeindeten Banden vorstellen. Autohupen, LKW-Hupen oder Hupgeräusche von U-Bahnen und Straßenbahnen meint man zu hören, wenn ein Gong regelmäßig erklingt. Beim Xylophon denkt man zwangsläufig an Treppen, die hinauf- und hinuntergelaufen werden, immer schnell laufen, immer auf dem Sprung sein, um dem Gegner nicht in die Hände zu fallen. Sogar eine Polizistenpfeife ist mal zu hören. Im Hintergrund sind Bilder von der Stadt New York zu sehen, das Empire State Building und die gesamte Betonwüste, die dennoch zu einem Sinnbild für Kultur geworden ist…. Manchmal wären allerdings Bilder von Straßenzügen noch passender für die „sinfonischen Tänze aus „West Side Story“ gewesen. Bei manchen Bläser – und Streicherklängen hat man das Gefühl, mit dem Auto durch New Yorks Straßen zu fahren, wenn nicht zu rasen – Bandenkrieg eben.

Natürlich darf, wenn es um das Musical „West Side Story“ geht, das Lied „somewhere“ nicht fehlen. Das Duett mit Geige und Bratsche ist so wunderschön, aber nicht kitschig oder beliebig. Die Dortmunder Philharmoniker schaffen es, diesen schmalen Grat einzuhalten: nicht langweilig nüchtern, aber auch nicht triefend vor Schmalz lassen sie „somewhere“ erklingen. Allerdings wäre ein Sternenhimmel über der Skyline von New York dazu passender gewesen als nur ein schwarz-weiß-Bild mit der Skyline. Einen Platz für die Liebe zweier Menschen, an dem die Liebe leben kann, ohne Angst und nicht bedroht wird… das wünscht man sich…. mit einem Seufzer beenden Flöten und die Streicher diesen sehnsuchtsvollen Traum, der oft genug auch in der Realität nicht gelebt werden kann. Es nervt, dass das Publikum diese schöne Stimmung nicht auskosten kann, für ein paar Sekunden und gleich applaudieren muß.

Das letzte Stück des Abends „Estanica“ von Alberto Gianstera zerstört leider all diese Idylle. Wild und laut geht es los, im Hintergrund ist Mexico Stadt mit der Jesus-Statue aus der Vogelperspektive zu sehen. Uuuaaah, was kommt denn jetzt?? Das Gepolter von „Estanica“ macht die schöne Atmosphäre von Bernsteins symphonischen Tänzen zunichte. Weglaufen geht nciht, wenn man fast mittig in der Reihe sitzt… bald wird klar: hier werden Sambarhythmen herausgeschleudert. Als Hintergrundbild muß eine Sambatänzerin dienen, übergroß und in Vorderansicht, wie sie ihre Beine dem Zuschauer entgegenschleudert. Die Haut glänzt künstlich. Absolut doofes Bild mit plumpen, billigen Effekten. Warum nicht einfach ei Foto einer ganzen Sambagruppe auf der Straße? Mich stört nicht die knappe Bekleidung, das ist eben so, mich stört die Betonung einzelner Körperteile.

Nach der Darbietung dieser Tanzmusik applaudiert das Publikum zu recht begeistert, manche rufen sogar „Bravo.“ Der Intendant, der Ballettchef und der Dirigent halten eine kurze Ansprache, verweisen auf das 50jährige Theaterjubiläum im März, vom Bühnenhimmel kommt ein rotes „Prosit Neujahr 2016“ geschwebt. Der gesprochene Neujahrsgruß der Orchestermitglieder kommt jedoch nicht so sauber und einheitlich rüber wie der  Klang, den sie heute abgeliefert haben. Naja… wenn man es wie der Wiener Mannsbilderverein jedes Jahr macht, hat man im gemeinsamen Aufsagen eben mehr Übung. Ist auch nicht so wichtig.

Bei der Zugabe ist dem Dirigenten Gabriel Feltz wohl wieder die Kinoleidenschaft durchgegangen. Schon zum 2. Mal nach dem Philharmonischen Konzert „love, space ,hell“ gab es den Tango aus dem Film „Der Duft der Frauen.“ Die 1. Konzertmeisterin spielte das Solo, dazu sieht man als Hintergrundbild ein Tango tanzendes Paar. Voll in Ordnung. Aber warum auch hier wieder auf billige Effekte gesetzt werden muß, kann nur Dummheit der Grund sein. Warum mußte das Foto genau in dem Augenblick aufgenommen werden, als die Tänzerin einen großen Schritt macht und es aussieht, als ob sie in die Hosen gemacht hätte? Und wen interessiert tatsächlich der durch den hohen Schlitz im Kleid sichtbaren Oberschenkel? Also nein Leute, was für ein Bildermüll! Geht woanders hin , wenn ihr solchen billigen Schrott sehen wollt. Aber nicht hier im Opernhaus. Hier geht´s auch um Musik und nicht um eine Operninszenierung, in der eine Prostituierte eine Rolle spielt. Sondern um gleichberechtigte Tanzpartner_innen.

Nach dem Neujahrskonzert spendierte das Orchester Sekt an die Besucher-/innen. Schön war´s … schade nur, dass gar so wenige junge Menschen mit dabei waren. Und ich hätte gern mit den Schlagwerkern geredet, was die da alles geklopft, geschlagen und gepfiffen haben 😉 immer konnte man das nämlich nicht sehen.

 

 

 

 

http://www.theaterdo.de/detail/event/16289/