Serie Stadtteil-Touren in Dortmund: die Nordtour

Serie Stadtteil-Touren in Dortmund: die Nordtour

 

Wie lernt man die Stadt kennen, in der man nun wohnt? Indem man mit dem Rad durch die Stadt fährt. in Dortmund gibt es mehrere Stadtteil-Routen, die gern mal in noch nicht bekannte Ecken führen. Und wer meint, die Stadt schon zu kennen, wird möglicherweise was neues entdecken.

Start ist beim Hoesch-Park, man verläßt die Nordstadt auf der Lünener Straße und Brackeler Straße stadtauswärts, zunächst Richtung Scharnhorst. der Radweg ist auf der linken Seite für den Radverkehr aus Richtung Borsigplatz freigegeben (in Fahrtrichtung gibt es nur eine Autostraße).

Wer vom Hauptbahnhof kommt, fährt über die Wälle in die Weißenburger Straße zum Borsigplatz (Wegweisung Nordtour), der Geburtstätte des Ballspielvereins Borussia Dortmunds. Dann in die Wambeler Straße (rechts neben der Straße, in die die Straßenbahn einbiegt) und geradeaus bis zum Ende. Der Hoesch-Park liegt linker Hand, die Querstraße, auf die man stößt ist bereits schon die Lünener Straße.

 

Am Freibad Stockheide vorbei gelangt man auf eine Brücke über die Bundesstraße, dann noch mal auf eine Brücke mit dieser Aussicht:

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Blick auf das Bahnbetriebswerk an „Im Spähenfelde“ und  die Skyline von Dortmund

 

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Durch die Wildnis, eine Art „Niemandsland“ zwischen dem Gewerbegebiet Wambel West und Körne geht es zur Hannöverschen Straße.

 

 

Der Weg endet abrupt auf der stark befahrenen Hannöverschen Straße und es kann auch mal stinken… man ist in einem Industriegebiet, auch dort, wo die Stadtverwaltung den Müll hinbringt. Irgendwo muß auch dieser hingebracht und verarbeitet werden, keine Stadt hat nur schöne Ecken.

 

In der Alten Straße hat übrigens auch das Theater Dortmund seine Probebühne 🙂 Hier entstehen also die schönen Sachen, die man sich dann im Opernhaus ansehen kann.

Über den Körner Hellweg geht es an einer der vielen Kirchen vorbei, die der Straße auch ihren Namen geben.Es geht bergauf in der Liborisstraße… aber jemanden, die oder der im Mittelgebirge mit Höhen von 500 un mehr Höhenmetern über N.N. aufgewachsen ist, kann diese Steigung nicht schockieren. Am Bahnhof der S-Bahnstation Körne kommt man auch vorbei und passiert den Tunnel: leider mit lästigen Sperrgittern.

rechtes Bild: an einer Kleingartenanlage kommt man öfter vorbei bei der Nordtour.

 

 

 Bei der Kleingartenanlage Winkelried.

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Am Rande der Nordtour durch Dortmund.

 

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OBEN angekommen!

 

 

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Zufahrt zur Brücke über..
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…den Westfalendamm.

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Über einen „Schneckerlessteg“ geht es weiter Richtung Europaplatz ins – nun ganz andersartige – Gewerbegebiet Stadtkrone Ost. Keine rauchenden Schornsteine von Verbrennungsanlagen oder Fertigungshallen, sondern Dienstleistungsfirmen prägen hier das Bild.

 

Und woow, es wird ganz europäisch: Stockholmer Allee, Amsterdamer Weg, Tiranaweg…. ob die Größe, Länge und Beschaffenheit der einzelnen Wege und Straßen Ausschlag für die Namensgebung gegeben haben? Wie groß ist Stockholm im Vergleich mit Tirana? Erstere wird vielen bekannter sein als Tirana.

 

Helsinkistraße.Begrünung am Hausrand durch Steingarten mit Bambus (sehr gut gegen Unkraut). Unten: Vorbildliche Fahrradabstellanlagen = Parkplätze für Radfahrer-/innen, die mit dem Rad zu ihrer Arbeitsstätte fahren.

 

Weiter an einem Wohngebiet vorbei….

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…wer hier wohl wohnt da oben? 😉

 

Hinter dem Wohngebiet angekommen. Schade nur, dass man nicht ganz hinuntersausen darf, wie es eine Radfahrerin vor mir tat…

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Geradeaus geht es nach Schüren, das auch zu Dortmund gehört.

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Rechts abgebogen läuft die Nordtour weiter.

Aufgepaßt! Das kleine Schild für die Wegweisung der Nordtour kann man gern mal übersehen…  (rechtes Bild).ich bin zuerst fälschlicherweise rechts abgebogen, weil der Radweg dort so schön verläuft… es geht aber GERADEAUS weiter. Der „Europaplatz“ ist mehr eine Straße als ein Platz.

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Schmucklose, fast gleich aussehende Bürogebäude im Gewerbegebiet Stadtkrone Ost.

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Schon irgendwie lustig, dass zwischen den nüchternen glatten Hochhäusern wildes Grün sprießt… so wie zwischen Bahnbetriebswerk  an „Im Spähenfelde“ und Wambel-West.

 

Über die Freie-Vogel-Straße (woher kommt dieser Name?) geht es nach wenigen hundert Metern rechts in die Stadtrat-Cremer-Allee in die Gartenstadt. Nicht die Abbiegung versäumen!

 

Stadtteil Gartenstadt:

Das Pflastersteingehopser macht wenig Spaß, auch wenn es noch schlimmere Pflasterwege gibt (bei manchen Altstadtfreunden zum Bleistift). Sehr schön sind jedoch die Häuser und Gärten anzusehen. Man macht sich dem Namen seines Stadtteils alle Ehre 😉

Unfreiwillig muß man dabei leider auch viele Blechkisten fotografieren. Sind die wirklich alle notwendig???

 

…na das wär doch mal ein schickes Zuhause… fast ein kleines Schloß 😀

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Ade du schöne (woh auch teure) Gartenstadt...

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Die Nordtour läuft weiter Richtung Hörde, entlang der Semerteichstraße, vorbei an der U-Bahn-Haltestelle Willem-van-Vloten-Straße.

 

 

Jetzt befand ich mich in bekanntem Gebiet. Die Nordtour läuft aber anders weiter, als ich sonst fahren würde… es erschien mir erst umständlich, nach der Nordtour-Route zu fahren, doch: ich hatte mir vorgenommen, Neues zu er-fahren.

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Wegweisung kurz vor Dortmund-Hörde.

 

Am Straßenrand ein Künstlerinnenatelier.

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Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin.

 

Im Bereich Seydlitzstraße und Dessauerstraße am Straßenrand: ungeahnte Blütenpracht. Wohl von Privatleuten angepflanzt und gepflegt, mal wilder und mal weniger wild.

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Lampionblumen und Solidago (und andere Blumen).
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Hibiskus, ungefüllte Blüten.

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In der Sckellstraße trifft man auf das Kinder- und Jugendtheater Dortmund und das Robert-Schumann-Berufskolleg.

 

Wieder ein mir bekannter Bereich… doch die Route sollte nach der Oberschlesierstraße und der Baurat-Marx-Allee anders weiter verlaufen.

An manchen Häusern läßt sich ablesen: hier wohnt offensichtlich das Geld.

 

Hinauf entlang der Tewaagstraße…

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Ab hier laufen Nordtour und Nordosttour teilweise parallel.

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…und dann doch mal ein Stück auf dem „Hundeweg“ fahren, der das Gebiet „Im Spähenfelde“ mit Hörde verbindet… Auf dem Bild eine Zufahrt, die man bei der Nordtour hinunter fährt. Fast ein Miniatur-RS1… wobei der Weg unbefestigt ist. Hundespaziergänger-/innen trifft man auch.

Ach Leute. Warum müßt Ihr Eure Aufkleber gerade immer auf die Wegweiser kleben??? Gibt es keinen anderen Platz dafür?

 

 

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Die Kreuzung „Im Defdahl und Voßkuhle.“ Am besten ist bei diesen stark befahrenen Straßen, die Ampel zu nehmen.

 

Auf der Von-der-Goltz-Straße und Robert-Koch-Straße kommt man zum Ostfriedhof. Viele Dortmunder Persönlichkeiten sind dort begraben, außerdem ist es eine städtische Grünanlage – sonst würde man dort keine Hundespaziergänger-/innen treffen.

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Eingangstor zum Ostfriedhof.

 

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Berswordtplatz an einer Grundschule. Schade, dass der Brunnen so gebaut ist, dass man seine Füße oder Arme nicht hineinhalten kann… irritiert hat mich die Fahne „Gut Einkaufen im Kaiserviertel.“ Kaiserviertel hier?

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Links geht es die Walderseestraße, die Von-der-Tann-Straße und Manteuffelstraße hinunter, der Körner Hellweg wird gequert.

 

An der U-Bahn-Haltestelle Funkenburg vorbei kommt man wieder zur Straße „Im Spähenfelde“ und damit zurück zur Lünener Straße und dem Hoesch-Park.

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Eine schöne und abwechslungsreiche Tour ist die Nord-Tour! Eine gute Ergänzung wäre noch ein Heft (aus Papier oder elektronisch), das mehr Hintergründe zu den Plätzen und Häusern oder Menschen erzählt, die hier wohnten und arbeiteten (oder dies noch tin). Falls die Stadt Dortmund solch ein Projekt plant, wäre ich gerne mit dabei.

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Radtour Nord Dortmund: violette Kennzeichnung.

. Die Touren in Dortmund nach den Himmelsrichtungen Nord, Ost, Süd und West wurden 1991 zur damaligen Bundesgartenschau ausgearbeitet und ausgeschildert. Jede Tour hatte ein eigenes Thema, die Nordtour das Thema  „Architektur und Industrie“. Die Touren sind heute nach 25 Jahren immer noch beschildert, teils mit Aktualisierungen; so wurde die Nordtour durch das neue Wohn- und Bürogebiet Stadtkrone Ost erweitert.

Weitere Infos:

https://www.dortmund-tourismus.de/entdecken-erleben/sport/radfahren/radrouten-dortmund/poi/dortmund-nord-route-2-von-5.html

Dort gibt es auch eine eletronische Wegweisung.

 

Routenbeschreibung vom ADFC (wird laufend aktualisiert):

http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-dortmund/touren/tourenvorschlaege.html

 

Weitere Touren (geführt und zum Selbstdurchführen):

http://www.radroutenplaner.nrw.de/RRP_adfcTouren_02.asp#6

http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-dortmund/touren/touren-dortmund.html

 

Die schnöde altmodische Wegweisung findet sich im neuen Fahrradstadtplan der Stadt Dortmund, erhältlich bei der Stadtverwaltung sowie im Buchhandel und beim ADFC Dortmund in der Graudenzer Straße in Do-Hörde.

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Gold und Silber glänzt – die TU aber nicht

 

Kommentar zur Teilnahme von Student-/innen der TU , die als  Sportler-/innen bei den Olympischen Spielen 2016 antreten

Alle 4 Jahre ist es soweit: ein weltweites Sportereignis bietet Sportler-/innen, Sponsoren und einem Land die Möglichkeit für viel Aufmerksamkeit, Ruhm und Medallien. Nicht zuletzt geht es auch um viel Geld. Wer sich mit siegreichen Athlet-/innen schmücken kann, hat ein gutes Prestige.

An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nehmen auch Studenten und Studentinnen der Technischen Universität teil: z. B. die Hürdenläuferin Pamela Dutkiewicz oder die Ruderer Richard Schmidt und Maximilian Reinelt. Für letztere glänzte schon das Edelmetall. Glückwunsch an alle Medalliengewinner/innen – und gute Wünsche für diejenigen, die noch um Gold, Silber oder Bronze kämpfen.

Die TU Dortmund schmückt sich gern mit ‚ihren‘ erfolgreichen Athleten. Erfolg macht gutes Image, Erfolg will jeder sehen, dient dem Prestige. Schön und gut – aber: dieses Selbstlob der TU hat einen Schmutzfleck.

Um Erfolg haben zu können, muß man ordentlich trainieren können. Die Sportanlagen müssen in Ordnung sein, die Trainerinnen und Trainer müssen fachliche und pädagogische Kompetenzen haben. Der Gewinn von Medallien kann dies bestätigen und hat dies bestätigt. Die Vereine, in denen die Sportler-/innen Mitglied sind, haben gute Arbeit geleistet.

Nur ein Nebenaspekt dabei sind die Sportanlagen der TU Dortmund selbst – auch wenn die Sportlerinnen dort meist nicht trainieren. Die 40 Jahre, die es die Technische Universität Dortmund schon gibt, haben allen Gebäuden und Anlagen zugesetzt.Erst kürzlich berichtete die pflichtlektüre über die Baufälligkeit der alten und neuen, im Bau befindlichen Chemie- und Physikgebäude ( http://www.pflichtlektuere.com/05/08/2016/der-berliner-flughafen-der-tu-dortmund/ ) Ein Rasenplatz ist überhaupt nicht bespielbar, Spielgeräte fehlen bei Kursen, so dass z. B. der Floorball-Trainer lieber seine eigenen Tore mitbringt anstatt die klapprigen Teile der TU-Ausrüstung zu nehmen.Dabei ist der Hockeykurs nicht seine Privatveranstaltung. Bei den Schließfächern hat man plötzlich das Gegenstück des Schlosses in der Hand, so dass man das Fach nicht sicher abschließen kann. Teilweise sind die Toiletten oder Duschen über Wochen geschlossen. Ist ja „nur“ der Hochschulsport, der zum Breitensport gehört, den Amateure betreiben.

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Im Glanz von Olympia wird das vergessen. Denn auch wenn die Athlet-/innen der TU Dortmund nicht unbedingt oder nicht immer auf den Anlagen des Hochschulsports trainieren, so repräsentieren sie doch die Technische Universität Dortmund.Der Glanz von Olympia  hat durch den schlechten Zustand der Anlagen einen faden Beigeschmack. Überspitzt ausgedrückt: außen hui (erfolgreiche Sportler) und innen pfui (kaputte Sportanlagen und marode Lehrgebäude).  Nicht jeder Sportler und nicht jede Sportlerin wird gleich zum Profi. Sport kann auch „nur“ Freude an der Bewegung sein und der Gesundheit dienen.Dennoch ist der Amateursport wichtig. Wird nicht aus einem Breitensportler oft genug auch ein Profisportler? Und wäre es demnach nicht dringend geboten, die Anlagen und die Ausstattung für die Sportkurse des Hochschulsports an der TU Dortmund zu erneuern?

Die Ruderer-/innen werden davon nicht viel mitbekommen, weil sie nicht direkt beim Hochschulsport trainieren.Sie gelten aber als Athlet-/innen der TU. Die TU Dortmund ist dennoch aufgerufen, im Interesse des Profisports  und Breitensports ihre Anlagen und ihre Ausstattung zu erneuern. Wer sich im Glanz von Medallien ’seiner‘ Athleten sonnt, sollte auch gute Sportanlagen vorzuweisen haben. In einem maroden Gebäude will niemand studieren, lernen und lehren. Und mit einem einfachen Holzboot läßt sich schließlich auch keine Medallie gewinnen.

Kein Zug mehr – doch es rollt: Nordbahntrasse Wuppertal

Am vergangenen Freitag war ich erstmals bei der Critical Mass Wuppertal dabei gewesen (http://www.talradler.de/ und https://www.facebook.com/CriticalMassWuppertal/?fref=ts). Auf ihren Seiten hatte die CM Wuppertal auch immer wieder von Aktionen zum Fahrradschrauben und -basteln am Mirker Bahnhof, der an der Nordbahntrasse liegt, berichtet. Doch wo lag der „Mirker Bahnhof“ in Wuppertal? Nordbahntrasse, hm? Es galt ein Stück mehr von NRW zu erkunden. Auf http://www.nordbahntrasse.de erfährt man die Theorie zur (nicht nur Mirker) Praxis.

Die Nordbahntrasse ist heute ein Rad-/Fuß- und Skaterweg auf einer ehemaligen Bahnlinie, die Wuppertal-Elberfeld mit den nördlichen Stadtteilen verbindet und Teilstück der ehemaligen Bahnstrecke Düsseldorf-Dehrendorf – Dortmund Süd ist. Als ich am Sonntag den 7. August 2016 dort unterwegs war konnte ich gar nicht so recht glauben, dass die Stadt Wuppertal (so beschreibt es die Wuppertalbewegung e.V. auf ihrer website) sich dem Projekt Nordbahntrasse zuerst verweigerte und dann nur zögernd mitmachte. Viele Menschen waren dort unterwegs, saßen am Wegrand auf Bänken und plauderten; ein friedliches Miteinander und ein Ausflugsziel vor der Haustür, das nicht viel kostet: das ist die Nordbahntrasse Wuppertal. Klar war (und ist) der Ausbau als Ausflugsziel nicht kostengünstig: die Bahnstrecke der Rheinischen Bahn war 1991 stillgelegt worden. Bis 2006 passierte dort nichts – was bedeutet, dass die Natur sich ungestört ausbreiten konnte. Der Weg war überwuchert gewesen von Pflanzen, in den Tunneln zogen manche Tierchen ein. Beim Bau des Rad- / Fuß- und Skaterweges mußten Kompromisse zugunsten der Fauna getroffen werden: so bleibt der Tunnel Tesche für Menschen geschlossen und ist Fledermaus-Revier, ebenso eine Röhre des Tunnels Schee. An anderer Stelle  komme ich noch mal auf die geflügelten Freunde der Nacht zurück.

Als Nicht-Kennerin des Wuppertaler Stadtgebiets (und weil ich während der Fahrt für die Navigation nicht ständig online sein will, v.a. wegen der Kosten) war ich zunächst verwirrt, wo ich starten sollte: waren doch die meisten Bahnhöfe entlang der Rheinischen Bahn ehemalige Bahnhöfe. Wo also losfahren?

Ein freundlicher Radfahrer (oder Radfahrerin) der CM gab mir per chat im Gesichtsbuch ein paar Tips. An dieser Stelle noch mal mein Dankeschön dafür! 🙂

 

Es ging  in Wuppertal-Vohwinkel los.Erste Disziplin: Gewicht heben. Wozu sollte die DB AG an der Unterführung zu den Gleisen auch eine Rampe bauen oder gar einen Aufzug, wenn am Ausgang (wo auch der P+R-Parkplatz ist) ein das Stadtgebiet komplett durchlaufender Radweg losgeht, bzw. durch geht? Haha.

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Rechts geht der Weg Richtung Solingen, links Richtung Wuppertal-Barmen, aus dieser Richtung war auch mein Zug gekommen gewesen. Ich hatte zuerst einen Schwenk nach rechts gemacht gehabt.Auf dem leeren Parkplatz eines Supermarkts spielte ein einzelner Hockeyspieler auf Rollerskates einen Tennisball gegen das Häuschen der Einkaufswägen. Ein seltsamer Anblick, denn Hockey ist ein Mannschaftssport. Wir kamen ins Gespräch. Er meinte, dass er keinen seiner Freunde/Bekannten dazu bewegen hätte können, hierher zu kommen.Interessant, dass es dieses Problem öfter gibt! Heute gibt es soviele Angebote an Veranstaltungen, Möglichkeiten zum Ausgehen, dass man gar nicht mehr weiß, wie und für was man sich entscheiden soll. Die wesentlich vielfältigeren Kommunikations-möglichkeiten machen es dem/der einzelnen nicht leichter: man sagt eben kurzfristig ab, ohne eine echte Begründung zu haben (wäre es oft nicht ehrlicher zu sagen: „ich hab keine Lust“ anstatt zu sagen „ich kann nicht“ oder : „ich hab keine Zeit“ ?) Und wäre es für den/die Befragte nicht selbst besser sich selbst zu fragen, warum man nicht kommen wolle? Es scheint gerade so zu sein, als ob die Anzahl der tatsächlichen persönlichen Kontakte (face-to-face) weniger wird, je mehr Kommunikationsmittel es gibt. Schade eigentlich. Selbst die noch so gut funktionierende Kommunikationstechnik (skype, chat und anderes, was über das Internet läuft) kann niemals den persönlichen Kontakt ersetzen, bestenfalls ergänzen oder, wenn es sich um geographisch weite Distanzen handelt, den Kontakt aufrecht erhalten.

So geht man eben alleine raus: zum Feldhockey-Spielen oder zum Radfahren. Ich verabschiedete mich und radelte los.

„Die Radfahrer werden sich heute auf der Nordbahntrasse stapeln. Ich habe mir vorgenommen, mal mit den Rollerskates die Trasse abzufahren. Aber ohne Schläger komme ich mir so nackt vor.“ (Zitat des Hockey-Spielers). Ich mußte grinsen. so geht es mir mit dem Rad, bzw. ohne mein Stahlroß.

Ja, auch manch andere(r) hatte die Idee, heute an diesem sonnigen Sonntag den 7. August 2016  rauszugehen… nach Tagen der Trübnis endlich wieder: Licht!

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..und an den Bahnhöfen mit Gastwirtschaften wurden es noch viel mehr Menschen…

 

Infotafeln säumen den Weg und informieren über die Geschichte der ehemaligen Bahn und die Bevölkerung, die direkt an der Strecke lebte (und lebt)..

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So wichtig war die Bahnstrecke einmal, dass die Bürgerinnen und Bürger schon  1953 einen zusätzlichen Haltepunkt Lüntenbeck forderten – und bekamen, indem sie ihn selbst errichteten.Nicht nur Güter wie Kohle oder anderes Material für die anliegenden Zechen wurden auf den Schienen dieser Bahnstrecke transportiert, auch Personenverkehr gab es.

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Heute rollt dort zwar kein Zug mehr, aber die Vielzahl der Menschen, die hier mit Rad, zu Fuß oder auf Rollerskates unterwegs sind zeigt, wie gut die Nordbahntrasse angenommen wird. Das Stadtgebiet Wuppertal ist bergig, radfahren macht nicht wirklich Spaß, ist nicht komfortabel (für Leute, die nicht ganz so fit sind) und auch nicht unbedingt für Kinder geeignet. Die Nordbahntrasse ist dagegen eine ebene Strecke, die streßfreie Sonntagsausflüge ermöglichen kann.

An dieser Stelle ist der Charakter der damaligen Bahnstrecke noch zu erkennen (ehemaliger Bahnsteig).Bauzäune sind immer wieder zu sehen. Auch wenn die gesamte Nordbahntrasse auf einer Streckenlänge von 23 Kilometern komplett befahrbar ist, sind noch Arbeiten nötig. Darauf weist die WuppertalBewegung auf ihrer website hin.

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Unübersehbar, auch heute, nach dem Rückgang der Industriellen Produktion: die Bahn im Dienste der Industrie und des Bergbaus. Ehemalige Bahngleise, die früher als Zubringer zu anliegenden Fabriken oer Zechen dienten, sind nun Wege und Zufahrtswege für die Nordbahntrassen-Besucher-/innen.

 

Auch aufgrund der Zufahrtswege zur Nordbahntrasse fühlte ich mich beim Radeln an den Radschnellweg 1  (RS1 Ruhr, Bericht hier: https://fahrrad3gruen.wordpress.com/2016/05/17/ruhrgebietserkundung-heute-der-ruhrtalradweg-hattingen-essen/ ) erinnert. Ein Weg frei von Autos, mit Zufahrten-/Ausfahrten wie bei einer Autobahn. Und meist ist es ein entspanntes Miteinander von Fahrradfahrer-/innen, Fußgänger-/innen, Laufsportler-/innen und Skater-/innen. Nur breiter könnte der Weg sein… doch dann wäre die Nordbahntrasse wohl noch teurer geworden bzw. hätte die Stadt Wuppertal erst recht nicht mitgemacht. Auf ihrer Seite kritisiert die Wuppertalbewegung die Stadt Wuppertal für ihre Verhalten gegenüber dem Projekt Nordbahntrasse (alle Website-Adressen am Ende dieses Blogbeitrags). Die Sichtweise der Stadt findet sich ebenfalls auf einer unten genannten Adresse.

Das ist das verrückte am Ruhrgebiet. Dichte Besiedlung, oft geht eine Stadt in die nächste über, nur die Ortsschilder lassen erkennen, dass man nun in einer anderen Stadt ist. Entlang der Nordbahntrasse könnte man denken, man ist am Stadtrand Richtung Land unterwegs: Industriebrachen und viele Pflanzen säumen den Weg.

 

 

(…oder bin ich nun doch im Wald? Auch das hier sieht man am Wegesrand der Nordbahntrasse)

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Und dennoch: die Nordbahntrasse geht durch das Wuppertaler Stadtgebiet, von W-Elberfeld bis W-Barmen.

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..und wieder eine Ausfahrt auf der Nordbahntrasse.

 

Die Symbole der einzelnen (Fern-)Radwege sind: gelbes Symbol bedeutet „deutsche Fußballroute“, das grüne Viadukt-Symbol ist das Zeichen für die Nordbahntrasse. Das orange Schild bezeichnet den Bergischen Panorama-Weg.

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Pflanzen und Industriebrachen am Wegesrand.

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Die HALTESTELLEN der Rheinischen Bahn:

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in diesem Zusammenhang wirkt das Wartehäuschen kurios.

 

Na wenn kein Zug fährt, fahre ich eben selbst! Oder doch, einen Zug gibt es, zumindest einen stilisierten 😉

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aber… hey, da stehen doch zwei Fahrgäste!

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Oooh, ein Radweg, wildes Grün und Industriebrachen am Wegesrand…langweilig, denkt Ihr? Aber nein!

Die Nordbahntrasse bietet auch Action an… naja zumindest etwas (in der Hauptsache ist man doch hier, um sich zu erholen).

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Wooow, ich bin noch nie auf einem Radweg durch einen Tunnel gefahren!

Nur mit dem Auto…

Auch hier heißt es selbstverständlich: LICHT AN.

Bilder sind das eine, aber Videos können noch viel mehr die Atmosphäre fühlbar machen. Unter diesem Link kann man sich ein Video meiner Fahrt durch den ersten Tunnel (ab W-Vohwinkel gerechnet) ansehen:

https://www.dropbox.com/s/za390ngp8iajsrn/20160807_145945.mp4?dl=0

 

Komisch, wenn es dann plötzlich wieder hell wird…

Aussicht auf das Stadtgebiet.

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Eine wildere Haltestelle. Auch eine Art von Design.

 

Oh, an der Unterführung „Klausen“ gibt es sogar noch ein Gleis!

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Unterführung Klausen

Und genau darunter finden sich Bilder von Martin Heuwold (und anderen).

 

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Veröffentlichung aller Bilder an der Unterführung  Klausen  mit freundlicher Genehmigung des Künstlerischen Leiters Martin Heuwold.

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Bilder: Martin Heuwold (und andere). Fotografien: die Autorin

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Bild: Martin Heuwold.

 

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 Bild: Martin Heuwold (und andere).

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Bild: Martin Heuwold.

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Künstler(in) unbekannt.

 

 

 

Und dann war ich endlich angekommen am Draisinenbahnhof Wuppertal- LOH.

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Fahrradfreundlicher Fahrradständer (Parkplatz)

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Dort gibt es noch einen richtigen Bahnsteig. Auf Gleis 3 kann man kostenlos mit der Draisine eine Rundtour fahren.

Auf dem Bahnsteig hat die WuppertalBewegung außerdem ihren Infostand. Ich kam bald mit einer Dame und einem Herrn in ein nettes Gespräch. Nebendran im ehemaligen Bahnhofsgebäude gibt es das Café „Tacheles“, betrieben von ehrenamtlichen Mitarbeiter-/innen. Eine freundliche Atmosphäre und faire Preise erwarteten mich dort. An dieser Stelle ein herzliches Danke für die ehrenamtliche Arbeit !

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Zugang zum Café Tacheles vom Stadtgebiet aus.

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Eine Draisine unbesetzt im Bahnhof und einmal im Betrieb….

…mit fränkischer Firmenwerbung.

 

 

Wenn man sich eine Zeitlang am Wegesrand hinsetzt und lauscht, hört man verschiedene Sprachen. Die Nordbahntrasse wirkt als ein friedlicher Ort, an, dem verschiedene Menschen gut miteinander auskommen können. Das sei auch das Ziel des Projekts, so schreibt es die WuppertalBewegung auf ihrer website.

 

Gut gestärkt und erleichtert, weil die Sonne gerade nicht runterbrannte fuhr ich weiter Richtung Wuppertal-Nächstebreck (und Sprockhövel).

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Die Signale stehn auf GRÜN!

 

Noch einige TUNNEL sollten kommen.

 

Die letzten Ausläufer des Stadtgebiets Wuppertal. Es muß der Stadtteil Barmen gewesen sein.

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Der ADFC ist auch regelmäßig an der Nordbahntrasse vertreten.

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Die Haltestelle Wuppertal-Wichlinghausen.

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Neben dem Areal zum Turnen (und ich glaube auch, skaten) direkt am ehemaligen Bahnsteig ist W.-Wichlinghausen  einer der wichtigsten Punkte der ganzen Nordbahntrasse: schräg gegenüber dem Bahnsteig gibt es eine Skaterhalle („Wicked Woods“) und das Café Nordbahntrasse ( http://www.wichernhaus-wtal.de/index.php/berufliche-integration/beschaeftigungsangebote-fuer-alle-altersgruppen/cafe-nordbahntrasse ).

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Rechts im Bild (Ausschnitt): Skaterhalle und angrenzend das Café Nordbahntrasse.

An der Haltestelle W-Wichlinghausen ist erstmals auch eine Wiese, auf der man sitzen, plaudern, spielen oder toben kann.

 

 

Ob des schee is in Schee? Mal schauer…

(Ob das schön ist in Schee? Mal nachschauen…)

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Bisher fuhr man an Freiflächen vorbei, eben, manchmal bebaut mit ehemaligen Industriegebäuden oder Bahnhofshäusern, die inzwischen umgenutzt werden.

Jetzt: Szenenwechsel. Einen Zug, der hier durchfährt, kann man sich gut vorstellen. Die große Bauart einer Lok mit Waggons paßt zu diesen hohen, steilen Wänden. Als Radfahrer-/in ist man beim Durchfahren der Strecke doch beeindruckt, so klein kommt man sich vor… . Solange nichts herunterkommt und die Wände halten, kann man beruhigt vorbei radeln.

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Felsabschnitt Bramdelle

 

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Nach Wuppertal (wenn das Stadtgebiet dann mal zu Ende ist) öffnet sich die Landschaft und neben der Trasse sind nicht nur mehr Häuser, sondern auch grüne Hügel und Bäume zu sehen: Landkreis Ennepe-Ruhr (Autokennzeichen: EN). 23 km lang habe ich nun das Stadtgebiet Wuppertal durchquert.

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Dieser Wegabschnitt liegt im „Dolinengelände am Hölken.“ Für die geologisch Interessierten hier die Infotafel dazu:

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Endlich freie Sicht…

 

Doch die Klauen der Stadt reichen weit… noch ist man nicht ganz draußen. Der Haltepunkt Bracken ist gleichzeitig der Bahnhof Wuppertal-Nächstebreck…..

…..der einmal sehr bedeutend für die Bevölkerung gewesen war:

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Noch ein Relikt aus der aktiven Bahn-Zeit der Strecke:

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Und weiter geht´s….

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Bin ich plötzlich…
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…im Wald?? 😉

 

 

Uuuuaah, da soll ich reinfahren? Das sieht aus wie ein Gefängnis…. Die zwei Damen, die vor mir fuhren, waren ebenfalls nicht begeistert: es ist doch einige Grad kühler da drin. Ist aber ganz angenehm, wenn es sommerliche Temperaturen hat.

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Der Schee-Tunnel.

 

Neben dem Tunnel-Eingang: KEIN ZUGANG FÜR MENSCHEN.

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..ob die Fledermäuse Fans der Operetten von Johann Strauß sind?

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 In Schee endet die Nordbahntrasse. Danach kann man auf der Kohlebahntrasse weiter Richtung Hattingen fahren.

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STRECKENÜBERSICHT der Bahnlinien Rheinische Bahngesellschaft

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Die Zeichen ganz oben auf dieser Tafel werden mich ab jetzt begleiten (das müssen alles Bergmanns-Werkzeuge sein… wird Zeit für einen Besuch im Bergbaumuseum Bochum…)

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Das Bahnhofsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Schee. Schee sieht´s aus… Es ist in Privatbesitz, daher ist Betreten nicht erlaubt. Wer möchte schon, dass fremde Leute ins eigene Wohnzimmer reinlaufen…

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eine Uhr am  eigenen Haus…ist nicht verkehrt, finde ich. 🙂

 

Nach dem Bahnhof Schee geht es hier runter Richtung Hattingen. Die ganze Zeit hatte ich auch das Gefühl, an einem Fluß entlang zu fahren… doch hier war kein Fluß, sondern entweder pflanzliche Wildnis, Häuser oder Felsen oder – Autostraße.

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Es macht hier noch mehr Spaß, zu fahren… weil immer weniger Leute unterwegs sind. Richtig sausen ist nun möglich… (bei trüben Wetter ist die Nordbahntrasse wohl auch leerer als an diesem sonnigen Sonntag).

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Freie Sicht…

 

 

Dieser Wegweiser  (folgendes Bild) hat mich zuerst in die Irre geführt. Vor meinem Ziel Hattingen wollte ich Sprockhövel erreichen. Die Kohlebahntrasse wird von einer Landstraße (in Sprockhövel: Wuppertaler Straße) unterbrochen, gegenüber läuft sie weiter – doch nebenan geht die Straße in den Ort rein. Ich irrte fast 30 Minuten in Sprockhövel (es gab auch Ober-Sprockhövel, die Großstadt auf dem Land! 😀 herum, beobachtete eine Fußballmannschaft, die auf dem Sportplatz ihr Spiel beendet hatte und grade den Platz verließ, fragte zwei Passanten nach dem Weg… um dann doch wieder die Trasse zu finden. Schnauf. Es war schon später gewesen… Kurios in Sprockhövel: es gibt eine ehemalige Kirche, die nun ein Wohnhaus ist. Sie diente mir als Orientierungspunkt zusammen mit der Straße namens „Im kühlen Grunde.“ (es gibt ein furchtbares Volkslied mit ähnlichem Namen, dass mal ein Chor, in dem ich Mitglied gewesen war, gesungen hatte. Nun, diese schreckliche Erinnerung hatte auch ein Gutes: Der Liedtitel half mir, mir den Weg zu merken).

Ach ja und Bossel ist ein Stadtteil der Großstadt Sprockhövel. Der Name dieses Ortes wird mir erst mal in Erinnerung bleiben 😉

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 Schade, verpaßt… wäre bestimmt lustig gewesen....

 

 

Der LETZTE TUNNEL für heute.

 

In Hattingen angekommen, fuhr ich in Richtung Altstadt. Mithilfe der BVA-Karte, in der einzelne Straßen von Orten verzeichnet sind, fand ich zum Bahnhof. In Hattingen war der Startpunkt einer anderen Tour gewesen ( https://fahrrad3gruen.wordpress.com/2016/05/17/ruhrgebietserkundung-heute-der-ruhrtalradweg-hattingen-essen/ ), so erkannte ich manche Ecken wieder.

Einflugschneise zu Hattingen:

 

 

Das ist das Schöne am Ruhrgebiet: der Nahverkehr ist gut vernetzt. Der Zug, bzw. S-Bahn fährt nach Essen, die Straßenbahn 308 (beide Haltestellen sind nur wenige hundert Meter voneinander entfernt) nach Bochum. Wieder konnte ich während der Fahrt die Orte Hattingen und Bochum nicht auseinanderhalten, weil die Besiedelung so eng ist.

Schön war es…und ein paar nette Menschen habe ich auch getroffen. Beim nächsten Mal möchte ich noch weiter fahren… dann hält mich auch das Fotografieren nicht mehr so lang auf 😉

 

 

 

Ein großes Lob an dieser Stelle!

http://nordbahntrasse.de/

  • Die Darstellung und Sichtweise der Stadt Wuppertal:

https://www.wuppertal.de/tourismus-freizeit/gruenes_wuppertal/trassen/102370100000154340.php

 

Verwendete Radwanderkarte:

https://www.fahrrad-buecher-karten.de/index.php/regionen/nordrhein-westfalen/ruhrgebiet-ost-fahrradkarte.html

 

Stadt Sprockhövel: https://www.sprockhoevel.de/

 

 

 

 

Sehnsucht nach dem Norden: Dortmunder Hafen

Tief im Westen

wo die Sonne verstaubt

ist es besser, besser als man glaubt.

Herbert Grönemeyer, Song „Bochum“

Vom Meer und vom Norden handelt dieses Lied nicht. Bochum und Dortmund, die beide eng nebeneinander liegen, gehören zu Westdeutschland. Und dennoch, wenn man im Hafengelände an der Kanalstraße/Matthiesstraße unterwegs ist, kann man schon Sehnsucht nach der See bekommen. Auch wenn Dortmund „nur“ einen Binnenhafen hat.

Heute am Sonntag den 26. Juni 2016 war das Wetter wechselhaft. Zuerst dicke Wolken und Regen, mein Regencape war patschnaß – die Hose auch.  Passt auch zum Norden.

 

Blick runter von der Brücke über den Kanal an der U-Bahn = Stadtbahn-Haltestelle Hafen auf die Mallnickrodtstraße.

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Die Haltestelle Hafen, obere Ebene.Man kann auch entlang der Straße auf die Brücke gelangen, doch mit dem Aufzug ging es schneller.

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Blick auf die andere Seite der Brücke

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Das alte Hafenamt. Heute ist dort die Wasserschutzpolizei untergebracht. Der große Anker davor ist allen Toten auf See gewidmet.

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An sich wollte ich nur zu den TYDE-Studios, die am Hafen in der Mathiesstraße 16 sind. Das muß ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude sein, in dem jetzt eine Kneipe und ein Ausstellungsraum ist. Die Greenpeace-Jugend machte dort einen „Kleidertausch-Rausch.“ Man konnte eigene Kleider mitbringen und kostenlos andere mitnehmen. Ich gab eine Hose ab, um die es schade war. Ich hatte beim Kauf nicht aufgepaßt und nur auf die Marke geschaut – ohne zu bemerken, dass der Schnitt nicht wirklich paßte. Nun, es war bereits eine gebrauchte, wenn auch gut erhaltene Hose gewesen. Jetzt freut sich jemand anderer drüber.

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http://www.tydestudios.com/

Und entgegen meiner Vermutung fand ich sogar ein paar passende Shirts und ein paar passende Schuhe. 🙂

In Jena machte der Studierendenrat solche Aktionen wie Kleidertausch oder foodsharing. Jena ist eben viel kleiner und enger, so dass alles in der Friedrich-Schiller-Universität stattgefunden hatte.

Blick von der Terrasse der TYDE-Studios auf den Dortmund-Ems-Kanal. Etwas rauer als die Terrasse beim Kulturforum Fürth an der Regnitz.

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Blick nach Gegenüber. Der vergitterte Aufgang ist ein Rastplatz-Aufgang für Wasserweg-Reisende. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal sind wohl nicht nur Firmenschiffe unterwegs.

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Kurz vor den TYDE-Studios am Kanal.

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Ja schwuups! Das alte Hafenamt plötzlich im Sonnenlicht! 😉

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Blick auf den Dortmund-Ems-Kanal.

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Hafengelände: Bereich Drehbrückenstraße / Überwasserstraße

 

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Entlang der Kanalstraße

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Wieder auf der Brücke Sunderweg Richtung Mallninckrodtstraße.

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SEHNSUCHT nach der FERNE……

Richtung Nordsee….

 

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DORTMUND liegt im Westen dieses Landes. Aber am Hafen dieser Stadt kann man schon mal vom Norden und dem Meer träumen. Wasser, Backsteinbau, Hafen mit Containern… wer mag da nicht an Hamburg , die Elbe und die Nordsee denken? 🙂

 

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Der Traum vom Norden… nicht weit entfernt… Am Dortmunder Hafen.

 

 

Besuch in der alten Heimat

Immer wieder, wenn ich mit Studienkolleginnen und Studienkollegen ins Gespräch über meine alte Heimat (und die v. a. kulinarischen Vorzüge) komme, spüre ich eine Sehnsucht, doch mal wieder hin zu fahrren. Jetzt war es trotz einiger Hindernisse soweit. Am Wochenende vom 17. bis 19. Juni 2016 besuchte ich Fürth und Nürnberg.

Zwar fahre ich lieber Bahn, aber bei den Preisen zieht man dann doch die Fernbusse vor. Der Vorteil bei dieser Strecke: man muß nicht umsteigen. Nachteil: Zugfahren erscheint mir komfortabler, weil man insgesamt doch mehr Platz hat und ein Zug auch nicht so wackelt, weil es eben weniger Kurven gibt. Nach ca. 6 1/2 Stunden ist man in Nürnberg.

Ich hatte mein Faltrad dabei. Es ist im Bus ein Gepäckstück und verursacht so keine zusätzlichen Kosten. Vorteil: am Zielort ist man mobil und unabhängig von Taxi und U-Bahn – und es kostet keine €.

Die Anreise war etwas stressig, weil der Bus  Verspätung hatte und eine Beerdigung einer Chorleiterin den ganzen Plan eines guten Freundes durcheinander gebracht hatte. Trotz aller Mühen haben wir dann endlich das gemacht, was wir schon in der Zeit, in der ich in Fürth gewohnt hatte, machen hätten sollen: in die Oper gehen.

Wir sahen uns „Rigoletto“ von Giuseppe Verdi am Opernhaus Nürnberg an. Kritik dazu schreibe ich noch. Schon der Stoff allein ist eine grausame Wucht, aber leider Realität im 18. Jahrhundert. In diesr Zeit spielt die Geschichte, die zu „Rigoletto“ gehört.

 

 

 

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Opernhaus Nürnberg am Richard-Wagner-Platz (hier startet auch am letzten Freitag im Monat die Critical Mass)

Danach waren wir noch in meinem absoluten Lieblingslokal „KaffeeBohne“ in der Gustavstraße in Fürth, DIE Kneipenmeile in Fürth. Die „Bohne“ bringt etwas Studentenflair in eine Stadt, die traditionell eine Arbeiterstadt ist und in der die Gentrifizierung ungebremst voranschreitet, wie ich bei meinen Fahrten durch die Südstadt, in der ich 10 Jahre lang gewohnt hatte, beobachten konnte.

Nach der heftigen Oper erst mal ausschlafen… und am nächsten Tag, dem 18. Juni 2016 ging es nach einem guten Frühstück und Pilates an der Uferprommenade los Richtung Südstadt.

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Ich fand fast sofort alle Wege wieder, die ich früher fast täglich gefahren war. Wahnsinn jedoch, wo überall was weggerissen worden war und nun neu gebaut wird. Aufgelassenes Brauerei-Gelände in Fürth? kommen „Stadtwohnungen“ hin, die sich kein normaler Mensch leisten kann. Super. Bei der Metzgerei in der Flößaustraße holte ich das, was ich schon seit Jahren nicht essen hatte können, weil es das nur in Franken gibt: Pressack. (ich habe jetzt kein Foto davon, weil – schwuups! war der aufgegessen 😉 Es ist schwierig, in dieser kurzen Zeit von 2 Tagen all die leckeren Sachen, die es nur in Franken gibt, zu verzehren!.

Das Haus Kaiserstraße 77a. Da hatte ich 10 Jahre lang gewohnt. War zwar eine schöne Idee vom Vermieter, einer Baugenossenschaft, dann mal einen Balkon hin zu bauen auf die Rückseite. Aber die Miete stieg jedes Jahr an. Selbst wenn ich in Fürth geblieben wäre, hätte ich es nicht mehr zahlen können.Niemand bemerkte überhaupt was gegen diese absurde Mietpreissteigerung.

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Diesen Weg, der von der Dr.-Mack-Straße hinab zum Wiesengrund führt (und von dort aus auf den Pegnitztalradweg nach Nürnberg) war schon immer eine furchtbare Pflasterstein-Holper-Piste. Jahrelang habe ich die die Stadt aufgefordert und beim ADFC moniert, man solle endlich diesen „gemeinsamen Rad- und Fußweg“ in eine ebene Bahn verwandeln! Auch mit Kinderwagen ist Pflastersteinboden kein Spaß. Schön, dass der Weg jetzt eben ist – wenn ich nicht mehr dort wohne. Na danke auch.

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Der Pegnitztalradweg nach Nürnberg. Zeitweise mein Arbeits- oder Schulweg.

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Blick Richtung Fürth

 

 

…..und Blick Richtung Nürnberg.

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Der Bereich „Hallerwiese“, an dem der Pegnitztalradweg vorbeiführt, kurz vor der Nürnberger Altstadt. Trotz aller Interventionen vom ADFC Nürnberg ist die Stadt Nürnberg nicht gewillt, den Weg endlich zu teeren. So freut man sich jedes Mal auf´s Neue auf große Pfützen. Platsch!

Am Samstag mittag werde ich noch eine Häkelfreundin treffen. Vorher mußte ich aber unbedingt noch die Figur fotografieren, zu der das Nürnberger Sprichwort (oder die Redensart) paßt:

„Des hätt mer der Ox aaf der Fleischbruck aa gsaggt.“

(Das hätte mir der Ochse auf der Fleischbrücke auch gesagt).

Das sagt man zu jemandem, die oder der mir irgendwas erzählt hat, was längst bekannt und klar ist. Man kann damit auch ausdrücken: „Na du laberst einen Blödsinn. Ist doch längst klar, was du sagst.“

Das is der Ox. Lateiner und Lateinerinnen bitte vor 😀

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Der Ox thront auf der Fleischbrücke. Keine Sorge, die Brücke ist aus Stein… In Zeiten ohne KÜhlschrank war das Metzgerhandwerk nicht besonders angesehen. Wegen der fehlenden Kühlung drohte gern mal eine Krankheit, Schädlingsbefall. Deshalb führt die Fleischbrücke hinaus aus der alten Stadt, der Metzger mußte draußen bleiben, um keine Krankheiten zu verbreiten unter der Stadtbevölkerung (außer natürlich beim Verkauf auf dem Markt).

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Blick von der Fleischbrücke auf die Pegnitz.

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Während ich auf meine Häkelfreundin warte, fährt ein Velotaxi in der Gasse Rathausplatz vorbei. Vor einigen Jahren, als  der Velotaxi-Betrieb zunächst probeweise in Betrieb ging, war ich eine der ersten Fahrerinnen. An sich ist es eine gute und richtige Art der Fortbewegung innerhalb der Stadt, vor allem der Innenstadt. Das Velotaxi stinkt nicht (Antrieb durch Muskelkraft und Strom) und braucht weniger Platz als die Blechkiste namens Auto. Allerdings ist es schon sehr anstrengend, selbst mit E-Motor-Unterstützung und der Last von Fahrgästen dazu den Burgberg Nürnberg hinauf zu kommen. Der Motor müßte mehr Strom zur Antriebsunterstützung liefern. Wie in einem Zeitungsartikel außerdem zu lesen war, fahren die Fahrer jetzt auf eigene Rechnung. Das ist nicht fair – bei der Anstrengung, die man leisten muß, um überhaupt was zu verdienen.

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UND JETZT… der Häkel-Gipfel mit Schandalle und mir wird feierlich mit einer fränkischen Spezialität begonnen: SCHÄUFERLE. 🙂 Hmmmm…….

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Nach unserem gemeinsamen Essen und freundlichen Gesprächen  verabschiedeten wir uns voneinander. Schandalle wollte heute abend im Frankenstadion sein. Dort würde ein gewisser Udo Lindenberg spielen. Ich ging auf den Hauptmarkt, um Bananen für die Rückfahrt zu kaufen. Selbst wenn das Obst und Gemüse am Markt teurer sein sollte als im Supermarkt: Die Stände sind leichter zu erreichen, erst recht mit dem Rad. Die Qualität ist viel besser. Und es ist keine Unmöglichkeit, auch mal nur 2 Bananen zu kaufen oder 1 Stange Lauch. Die Riesenpackungen bei Aldi & Co. finde ich unmöglich.

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Das Gemüseanbau-Gebiet im Nürnberger Norden: das Knoblauchsland.

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Andenken an eine Marktfrau an einem Haus am Hauptmarkt:

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…und dann… nach dem ganzen „Gwerch“ am Hauptmarkt (Getümmel) zum Wöhrder See radeln und dort ein paar ruhige Momente genießen.

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Diese Auenlandschaft, so nahe an der Stadt und deshalb gut und schnell zu erreichen, das fehlt mir an dem Ort im Ruhrgebiet, wo ich jetzt wohne. Im Ruhrgebiet muß man erst mindestens 30 Minuten mit der U-Bahn fahren, um draußen zwischen Wiesen oder im Wald zu sein. Und dann hört man dennoch die Autobahn.

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An der Wöhrder Wiese (auch eine U-Bahn-STation der Linie U2) und am Wöhrder See vorbei kann man auf einer Seite nach Nürnberg-Mögeldorf , Laufamholz oder zum Tiergarten radeln. Auf der anderen Seeseite geht es in den Landkreis Nürnberger Land Richtung Röthenbach/Pegnitz, das häßlicheLauf an der Pegnitz und das grausige Hersbruck. (Die verwendeten Adjektive beziehen sich nicht auf die Landschaft und nur teilweise auf das äußere Gesicht dieser Städte).

 

Auf dem Rückweg nach Fürth muß ich wieder am Hauptmarkt vorbei.

Die Händler packen ihre Sachen zusammen. Der Platz, wo heute der Hauptmarkt an der Kirche Unsere Liebe Frau ist, war im Mittelalter Sumpfgebiet. Das überließ man den Juden, die in der Stadt Nürnberg lebten. Zuerst stand am Hauptmarkt auch eine Synagoge, die dann durch die Judenverfolgung (nicht nur durch Nazis) zerstört wurde. Im Gedenken daran ist in der Frauenkirche Nürnberg innen eine Gedenktafel angebracht. Wie ich bei mehreren Gottesdienstbesuchen vor einigen Jahren bemerken konnte, wird die Geschichte dieses Ortes am Hauptmarkt ernst genommen, sprich: man ist sich bewußt, welche Grausamkeiten hier geschehen sind.

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Genau unterhalb der Uhr findet um 12 Uhr mittags das „Männleinlaufen“ statt. Verschiedene Figuren von Kaiser und Königen laufen rundherum und sind nacheinander für die Betrachterin/den Betrachter sichtbar. Auf dem Balkon findet jedes Jahr vor dem 1. Adventssonntag die Eröffnung des Christkindlmarktes durch das Nürnberger Christkind statt. In den letzten Jahren ist dieser traditionsreiche Markt leider zu einem reinen Touristenevent verkommen. Auch ist es in der Vorweihnachtszeit unmöglich, als Einheimische und Passantin noch irgendwo durchzukommen.

 

Auf dem Rückweg in die Kleeblattstadt Fürth, Abzweigung an der Großweidenmühlstraße.

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Ein Stück aus Nürnbergs Industrie-Vergangenheit.

Im Stadtteil Eberhardshof war die Firma AEG angesiedelt. Viele kennen die Spülmaschinen, Waschmaschinen u. a. mit dem Schriftzug „AEG.“ Als ich 2006 begonnen hatte, das Hermann-Kesten-Kolleg in der Nachbarschaft der AEG zu besuchen, war in diesen Mauern noch Betrieb.

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Eine kleine Ringbahn sah man von Zeit zu Zeit hier rumtuckern.

Entlang dieser Straße erstreckte sich das AEG-Gelände. Heute sind bei „Auf AEG“ einige Künstlerateliers angesiedelt.

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Von 2006 bis 2010 besuchte ich das Hermann-Kesten-Kolleg (= HKK), um dort das Abitur „auf dem 2. Bildungsweg“ zu machen. Das bedeutet: nach Berufstätigkeit oder, wie bei anderen Kollegen und Kolleginnen der Fall nach der Geburt eines Kindes kann man am Kolleg das Abitur absolvieren -in Vollzeit. Es gibt zuerst einen „Vorkurs“, 1 Jahr lang, mit dem man das Schulwissen noch mal auffrischt. Dann kommt die „11. Klasse“, das 2. Jahr am Kolleg, dann die Kollegstufe 12 und 13 mit den Abiturprüfungen. Das war noch der Lehrplan nach dem G9. Was jetzt bei G8 der Fall ist… ich habe nur die Anfänge mitbekommen und die waren alles andere als positiv. Noch schlimmer als vorher ist jeder gezwungen, alles schaffen zu müssen. Also: wer Mathe nicht kann ist genauso verloren als jemand, dem Liteatur wurscht ist. Noch dazu bei einem cholerischen Mathelehrer der es nicht verträgt, wenn jemand Mathe nicht kann und diesen Kollegiat oder Kollegiatin niedermacht. Solche Lehrer hasse und verachte ich. Bei diesem Lehrplan muß man sagen: Typisch ungerechtes bayerisches Schulsystem also. Und ich verstehe bis heute nicht, warum niemand diesen Lehrer aus dem Verkehr gezogen oder an der Uni zwangsverpflichtet hat. Denn dieser menschliche Depp wäre dort bestens aufgehoben gewesen, weil er unter seinesgleichen, die FREIWILLIG MATHE STUDIEREN WOLLEN, gewesen wäre. Stattdessen: jeden Tag ungestraft Psychoterror veranstalten. Diese Straftat ist bis heute nicht gesühnt. Ebenso all die Straftaten der Mobberinnen und Mobber.Nur weil jemand als Mauerblümchen erscheint heißt es nicht, dass man diese Person als Sündenbock und Prellbock mißbrauchen darf!

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Eingang zum Hermann-Kesten-Kolleg Nürnberg.

Einige Enttäuschungen mußte ich an diesem Ort, von dem ich mir auch viel erhofft hatte, hinnehmen. So war mein Französisch-Lehrer zu feige, mich zur mündlichen Abitur-Prüfung zuzulassen. Sicher, ich hatte nur 3 Jahre Französisch hinter mir, es wäre eine harte Prüfung geworden. Aber: eine, der ich zuversichtlich entgegensehen hätte können! Und auch andere, die sogar Leistungskurs Spanisch hatten, taten sich schwer! Denn Sprachen sind lernbar. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass es nur um sein Prestige ging, dem Feigling. Es hatte ihm schon nicht gepaßt, wenn ich sein starres, vorgefertigtes Lehrprogramm im Unterricht durch aktuelle Meldungen des DLF z. B. über die ARbeitssituation französischer JournalistInnen in Frankreich durcheinander brachte. Ich tat das nicht aus Bosheit, sondern als Anregung für den Unterricht. Obwohl er in Sachen Sprachvermittlung ein guter Lehrer war, war ich enttäuscht über die Starrheit seiner Unterrichtsgestaltung.

Ich mußte mündliche Prüfung in Mathe machen – bei dem Arschloch-Lehrer (hoffentlich geht es ihm heute richtig schlecht und seine Frau hat sich von ihm nun doch getrennt – anders hat er es nicht verdient). Ich erinnere mich heute noch mit Grauen an diesem Tag: vorher Magenschmerzen und ein Sturz mit dem Rad auf dem Weg zur Prüfung, Tränen vor und nach der Prüfung. Aber das war allen scheißegal. Die angeblichen „Psychologen“, die wir nur einmal zu ‚Gesicht bekamen, erschienen wie verstaubte Figuren alter Männer aus einem Museum. Es hatte einige Kollegen und Kolleginnen gegeben, die private Schwierigkeiten mit ins Schulleben brachten, die sich wiederum negativ auf das Schulleben auswirkten: der eine war mit 16 Jahren von zuhaus ausgezogen, weil sein Stiefvater ihn verprügelt hatte. Er hing sehr an seiner Freundin; ein Zerbrechen der Beziehung hätte diesen Kollegen auch zerbrechen lassen (er war auch körperlich nicht gerade von kräftiger Statur). Um ihn wäre es sehr schade gewesen. Er war ein netter Mensch aber immer in Gefahr, abzustürzen.

Ein befreundeter Kollege bemerkte bei einer Kollegin aufgeritzte Haut; sie soll am Borderline-Syndrom gelitten haben. Einige alleinerziehende Mütter hatten wir auch: nicht einfach, Kind und Schule gleichzeitig zu bewältigen. Für das eine Mädel hatte ich großes Mitgefühl, weil sie eine ähnlich furchtbare Mutter wie ich hatte: genauso unverständig und eigensinnig und egoistisch.

Mir tat im Nachhinein auch manche Ungerechtigkeit leid, die ich anderen am HKK angetan hatte. Leider kann ich mich heute bei denen nicht entschuldigen. Nicht leid tut mir aber das, was ich dann doch mal gegen die Mobberinnen und Mobber unternommen habe. Manche Bosheit hat dann doch geholfen, ihre dreckigen verlogenen falschen Mäuler zum Schweigen zu bringen. Hoffentlich geht es den Hunden heute richtig schlecht. Solange sie sich bei mir entschuldigt haben, besteht ihre Schuld weiterhin fort. Niemandem von denen hatte ich, bevor ich sie traf, was getan. Ach, und spare dir deine Neuigkeiten-Geilheit, J.! Ich weiß schon, warum ich facebook zu dieser Zeit gemieden habe. Und die paar netten Leute, die mit mir wirklich Kontakt hatten und gut mit mir zurecht kamen zeigten, dass man auch mit scheinbar eigenartigen oder rätselhaften KollegInnen umgehen kann. Man muß eben wollen!

Nicht verstanden habe ich unsere Geschichtslehrerin im Leistungskurs, die regelmäßig auf die größten Deppen im Kurs: der eine eine menschlich-totale Dumpfbacke, der andere ein widerlicher Populist und Reaktionär – hereinfiel. Wie kann man so jemand nur recht geben und loben! Nur die, die immer alles nachbeteten was sie sagte, bekamen gute Noten. Wer selbst dachte und anderes schrieb, war schlecht dran und kam nur auf 7 oder im besten Fall 9 Punkte (im alten Leistungskurs-System: Note 3 und 4). Dabei vermittelte gerade diese Lehrerin nicht-reaktionäre, linke Denkweisen, die an sich nicht schlecht sein müssen. Ambivalenter geht´s kaum.

Nur auf Umwegen erfuhr ich, dass einige Lehrer meine Mitarbeit auch schätzten. Aber warum sagen sie es mir dann nicht deutlich ins Gesicht??  „Die meisten machen nichts“ sagte ein Deutschlehrer mal zu mir. Mich verwunderte das. Für mich war es klar: ich wollte das Abitur haben und dafür tue ich gern was. Es ist ja nicht so, dass ich aus Unwillen oder gar Bosheit Mathe und Chemie und Physik nur bis zu einem bestimmten Punkt kapiert habe. Ist nicht meine Welt und das liegt nicht an meinem Geschlecht. Ich kenne genug Männer, die Naturwissenschaften hassen und darin schlechte Noten hatten.

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An dieser Stelle danke ich allen, die während meiner HKK-Zeit gut zu mir gewesen waren und mich nicht nur als „rätselhaft“ oder „Last“ empfunden haben. Gerne würde  ich Euch wenige wieder treffen. Möge es Euch gut gehen im Leben.

Die Zeit am Hermann-Kesten-Kolleg war auch eine wichtige Zeit für mich. Ich traf dort erstmals auf verschiedene Leute und eine freiheitlichere Schul-Gesellschaft. Trotz oben genannten Ärgers über die Geschichtslehrerin war der Umgangston und der Geist nicht reaktionär und nicht boshaft wie in der dreckigen Realschule im Landkreis Nürnberger Land (in den 1990er Jahren gab es dort mal eine Bombendrohung. Im Nachhinein denke ich mir es wäre gut gewesen, wenn diese drecks Schule in die Luft geflogen wäre. Zusammen mit all den reaktionären, autoritären, arroganten, ungerechten Lehrern und den mobbenden MitschülerInnen). Erstmals war ich längere Zeit in Gesellschaft von homosexuellen Menschen. Ich wußte vorher schon, was das war und hatte eine positive Einstellung zu ihnen. Zwar sind wir keine Freunde geworden, aber sympathisch waren mir dieser Mann und diese Frau schon. Und ein Hinweis an all die Tröten die uns immer wieder erzählen wollen, wie schädlich Homosexualität sei: nein, ich bin wegen des Kontakts zu den beiden nicht homosexuell geworden. Und ich bin auch nicht krank geworden. Später, als Redakteurin des Campusradios Jena habe ich das Queer-Festival in Jena unterstützt.

Na und da war noch die Träumerei und Verliebtheit zu einem Kollegen. Frech verwickelte ich ihn in der kleinen Cafeteria in Gespräche. Zwar erwiderte er mir meine Liebe nicht, aber er fühlte sich zumindest geschmeichelt. Zumindest ein kleines Stück Anerkennung war das.

Die Freude über die bestandene Abitur-Prüfung wurde leider wieder durch die beiden arroganten drecks Weiber, die pausenlos Mobbing betrieben, getrübt. Kein Wunder, die falschen Hündinnen kamen aus dem häßlichen Erlangen. Hoffentlich geht es beiden heute richtig schlecht. Aus der Stadt kann nur schlechtes kommen, das wußte ich seit meiner Ausbildung. Es ärgert und verwundert mich bis heute, dass der Englischlehrer die eine Kollegin nicht offen kritisiert hat: bei der Präsentation ihres Referats war sie eindeutig schlecht. So einen miesen Vortrag! Und die Leute, die ihre Sache gut machen, sollen dann die Mobbing-Prügel einstecken! Na danke auch! Auch bei erwachsenen Schülerinnen und Schülern steht der Lehrer / die Lehrerin in der Pflicht, Mobbern ein für alle Mal das Handwerk zu legen! Mobbing gehört bestraft wie Diebstahl oder Mord!

Aufgrund all der nicht aussprechbaren Schwierigkeiten, die es zwischen fast allen Kollegiaten und Kollegiatinnen gab, war die Abschlußfeier ein absoluter Reinfall. Die Schülerschaft war verpflichtet, die Feier selbst zu organisieren, weil in der Schule selbst, die nur 2 Stockwerke des ganzen Gebäudes inne hatte (die „Aula“ war nur ein etwas größeres Klassenzimmer), kein Platz war.Ich hielt mich raus, denn die anderen, angeführt von der menschlich größten Tröte, wußten ohnehin immer alles besser. Die „Abschlußfeier“ fand auf einer Art Partyschiff statt, das einem Bekannten des besagten übergescheiten Kollegen gehören sollte. Es gab nur das eklige Juppie-Bier Becks und warum während des Abends plötzlich ein Raum geschlossen werden mußte, war nicht klar. Eine andere Gruppe, die feiern wollte, kam nicht auf das Schiff. Schade. Die Zeit am HKK hätte einen würdevolleren und schöneren Abschluß verdient gehabt. Da waren die Feiern von vorherigen Jahrgängen, bei denen ich mitgeholfen hatte, schöner gewesen. Dort hatte ich auch ein paar nette Menschen getroffen, denen ich bis heute dankbar für den guten Kontakt bin.

Das Hermann-Kesten-Kolleg Nürnberg ist auf dem ehemaligen Firmengelände der Triumph-Adler-AG untergebracht. Außerdem gibt es dort Büros, ein Sushi-Restaurant, die Probebühne des Staatstheaters Nürnberg. Beim Zocken in der Cafeteria spielten sie um den Preis für ein Sushi-Essen. Ich mußte immer schmunzeln, wenn ich den Jungs beim Spielen zusah.

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Noch ein Stück Firmengeschichte der Stadt Nürnberg: das ehemalige Versandhaus Quelle. Seit einigen Jahren herrscht dort auch Stillstand. In meiner Zeit am HKK war auch der Niedergang des einstmals so erfolgreichen und bekannten Versandhauses: für 20€ wurde beispielsweise ein Paar Sportschuhe verramscht. Im Stadttheater Fürth gab es einen Abend eine Vorstellung nur von und für die Quelle-Mitarbeiter-/innen. Ob einfach nur das Anschlagen von Klangschalen, eine Wutrede auf die Firmenleitung, ein satirischer Song und Tanz für den Spott gegen die Firmenleitung – die Kreativität war beeindruckend, die auf der Bühne zu sehen war. Wohl hat das alles den Menschen auch geholfen, mit dem Verlust – nicht nur des Arbeitsplatzes – fertig zu werden. So wie bei anderen Firmen wie VW oder Siemens auch bildete sich bei diesen Beschäftigen im Laufe der rund 80jährigen Firmengeschichte auch eine feste Identität als „Quelle-Mitarbeiter-/in“ heraus. Man war stolz, dort zu arbeiten. Man war ein Mitglied, fast wie bei einer Familie. Und dann ist – Schluß….

Während meines Nebenjobs später bei der ThULB (=Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena) hatte ich mal ein Geo-Heft in der Hand, in der Menschen und ihre Beruf portraitiert wurden. Eine Quellemitarbeiterin war auch dabei gewesen. Ich kannte das Heft (Titelstory ging über eine Pferdeklinik), weil es damals mein Bruder gelesen hatte.

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Das ehemalige Versandhaus Quelle. Davor: die U-Bahn-Station Eberhardshof.

 

 

Wieder in Fürth… auf dem Steg Richtung Dr.-Mack-Straße und Südstadt.

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So. Nach einem kleinen Einkauf und rund 30 km Wegstrecke wird es Zeit für Kaffee und Torte in meiner Lieblingskneipe in der Gustavstraße und Kneipenmeile von Fürth.

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http://www.kaffeebohne-fuerth.de

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Die Kaffeebohne ist es auch, die etwas studentisches Flair (und bezahlbare Preise) in die Gustavstraße bringt. Denn Fürth ist keine Studentenstadt.

Warum gerade soviele Kneipen in dieser Straße, der Gustavstraße?

Nähert man sich aus westlicher Richtung der Altstadt Fürth (von der Billinganlage und Stadthalle aus), benutzt man eine alte Handelsroute. Alle Kaufleute kamen zuerst in der Gustavstraße an, als sie in Fürth ankamen. Und sie brauchten Essen und Unterkunft. Am Eck des Grünen Marktes gab es die Traditionswirktschaft „Goldener Schwan“ , für die sich jahrelang kein Pächter fand. Das erste Wirtshaus am Platze. Wie schade… jetzt werden Wohnungen draus, die wohl wieder kein normaler Mensch bezahlen wird können.

Ein Fürther Sprichwort sagt:

„Wer nix werdd, werdd Werd in Färdd.“

(Wer nichts wird, der wird Wirt in Fürth).

Das wenige, was im Laufe der Zeit von der Altstadt übrig geblieben ist: die „Michelskirche“, die Stadtkirche St. Michael.Wie die ehemalige „freie Reichsstadt Nürnberg“ auch evangelisch-lutherisch.

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Warum das Kleeblatt im Stadtwappen? (Die „Kleeblätter“ sind auch die Spieler der Spielvereinigung Greuther Fürth = SpVgg Greuther Fürth).

Die Stadt Fürth unterlag jahrhundertelang einer Dreiherrschaft vom Rat der Stadt Nürnberg, dem Markgrafen von Ansbach und dem Bischof von Bamberg. Wenn 3 Stellen das Sagen haben, kann sich eine Stadt nie wirklich entwickeln; was der eine will, gefällt dem anderen nicht. Die Bürger stöhnten, wenn sie 3x die selbe Steuer entrichten sollten. Das ist u.a. der Grund, weshalb sich Fürth nicht so kontinuierlich wie andere Städte entwickeln konnte. Möglicherweise ist diese ehemalige Dreiherrschaft auch der Grund dafür, dass die Mentalität nicht von großer Entscheidungsfreude und Sicherheit für Entscheidungen geprägt ist. Lieber zögern und abwarten, was sein wird…. Das schlecht organisierte Stadtjubliäum 2007 (1000 Jahre Fürth) paßt zu dieser Mentalität….

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Am Sonntag morgen frühstückte ich gemeinsam mit meinem guten Freund und Opernbegeisterten. Danach hieß es wieder Abschied nehmen von der Kleeblattstadt, die 10 Jahre lang mein Zuhause gewesen war. Vorher noch eine Stippvisite im Stadtpark Fürth. Ich habe bisher keinen vergleichbar schönen und gut zu erreichenden Stadtpark gefunden.  Die Gänse machen es vor, was man sonntags machen sollte: chillen. 😉

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Ich kann mich erinnern, dass in einem einzigen Winter der See zugefroren war und man eislaufen hatte können….

 

Wieder auf dem Pegnitztalradweg nach Nürnberg. Realsatire am Wegesrand : „Nürnberg, fahrradfreundliche Stadt in Bayern.“

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In der Sonne wurde es plötzlich warm, die Wolken schienen sich verzogen zu haben… am Mühlrad im Wiesengrund unterhalb des Scharrer-Gymnasiums brauchte man dann plötzlich keine Jacke mehr.

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Um 13.35 Uhr fuhr der Fernbus dann wieder ab Richtung Ruhrgebiet. Ich dankte meinem guten Freund für die Begleitung und dem schönen Opernabend. Und natürlich Chantal Eberle von Geiersberg, dass ich sie mal live kennenlernen durfte. Gerne wieder! Gut zu wissen, dass man jederzeit wieder in die alte Heimat fahren kann.

 

Ade Nürnberg und Fürth…

auf ein Wiedersehen!

(und das gilt auch für die Fränkische Schweiz, insbesondere Gräfenberg…)

http://www.fuerth.de

http://www.nuernberg.de

http://www.staatstheater.nuernberg.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann-Kesten-Kolleg

http://www.kubiss.org/hermann-kesten-kolleg/

 

Alltagsbeobachtungen III

Bild: S. Schomäcker.

Vorgestern, Samstag der 14. Mai 2016.Ich bin auf der Heimfahrt vom Einkaufen. Neben den „üblichen“ nervenden Glasscherben auf den Wegen (die Leute, die Glas zerdeppern sollten zur Strafe mind. ein halbes Jahr lang zum Kehren der Straßen und Wege verdonnert werden!) sind es manchmal auch die Straßenbahnschienen, die eine Radlerin nerven. Vor einigen Jahren schon hatte ich eine erste Begegnung in Nürnberg damit. Mir zog es den Reifen rein, es war auch noch dunkel, weil es im Winter nunmal früher dunkel wird. Es kam grad keine Straßenbahn. Diesen Schrecken habe ich glücklicherweise überwunden. Spaß macht es dennoch nicht, wenn man auf der eigenen Strecke Straßenbahnschienen hat.

Ich fahre also die Straße entlang. Es sind nur ein paar wenige hundert Meter, die ich an den Schienen entlang fahre. Diese Straße ist schon allein so eng, dass ich der Bahn nicht ausweichen kann, Radwege: Fehlanzeige. Dann kommt auch noch ein Scherbenhaufen in meine Spur (also der lag schon da). Der Straßenbahnfahrer klingelt,  weil ich ihm natürlich zu langsam fahre. Dabei ist die Entfernung zwischen diesen Haltestellen wirklich nicht groß. Doch auf den Straßenbahnfahrer wartet noch ein größeres Hindernis, das sich außerdem gerade NICHT bewegt: ein genau an der nächsten Haltestelle parkendes Taxi. Knurr. Auch für mich ein Hindernis. Jetzt wird die Straßenbahnklingel schrill. Ich umfahre das nervige stehende Taxi galant und biege wie gewohnt rechts in den Platz ein, der der Haltestelle den Namen gibt. Doch wenn man glauben würde, jetzt in Ruhe weiterfahren zu können: Fehlanzeige. Wieder sind es  Taxis, die nerven. Diese Blechkisten parken legal um den Platz herum und warten auf Kundschaft. Das wäre alles nicht so tragisch – wenn genug Platz wäre! Denn es ist kein Platz. Ein „Radfahrstreifen“, der von sich aus schon nichts taugt, weil er viel zu schmal ist, läuft entlang der Taxi-Parkbuchten.

Es geht eine Fahrertür eines Taxis auf. Wie gut, wenn man noch nicht zu schnell fährt und rechtzeitig bremsen kann! Ein ander Mal steht die Taxifahrer-Baggasch einfach neben ihren Fahrzeugen herum – AUF DEM RADFAHRSTREIFEN. Ich hatte sie daraufhin weggeklingelt. Haaalllooooo! Ihr STEHT  AUF DEM RADFAHRSTREIFEN!!! UND Ihr seid nicht alleine auf diesem Platz!

Bisher gab es keinen Zusammenstoß. Aber dieser Platz kostet Nerven, sinnlos Nerven. Wenn auch nur die Hälfte der Taxis hier parken dürfte, wäre die Situation entschärft. Aber so… die Verkehrsregelung mit den „Radfahrstreifen“ und den Taxibuchten trägt nicht dazu bei, dass es ein gutes Miteinander im Straßenverkehr gibt. Es ist auch nciht ersichtlich, warum gerade an diesem Platz sooviele Taxis parken müssen.

Manche Leserin oder Leser mag über solche Vorkommnisse erschrecken und vom Radfahren in der Stadt abraten. So Rad zu fahren ist definitiv kein Spaß. Aber: weshalb sollte man sich das Radfahren von anderen verbieten lassen?? Man hat genauso ein Recht, die Straßen zu benutzen (und die gleiche Pflicht, Regeln zu beachten).

Auf diese Art und Weise Rad zu fahren erfordert zweifelsohne eine gute Übung im Radfahren, um deartige Hindernisse mit Coolness zu parieren. Denn Radfahren heißt nicht nur, sich auf dem Fahrrad halten zu können, sondern auch, mit dem Verkehr fertig zu werden (wie als Autofahrer-/in auch).

Was erschreckend und auch erstaunlich ist: dass große Teile der Bevölkerung es als selbstverständlich hinnehmen, dass es für   Fahrradfahrer-/innen diese Hindernisse gibt. Diese Menschen machen sich nicht im Geringsten Gedanken, was Radfahren in der Stadt bedeutet.Einfach nicht radfahren und sich „raushalten“ ist eben einfacher. Spätestens bei einem Verkehrsunfall Fußgänger-/in vs. Autofahrer-/in werden sie dann erst wach und die Situation schmerzhaft bewußt, wie eingeschränkt man von hauptsächlich dem Autoverkehr wird. Sich FÜR DAS RADFAHREN zu engagieren (z. B. bei Initativen wie „I Bike Nbg“ oder RadFairkehr oder dem ADFC) kostet eben Kraft und Zeit. Würden Autofahrer-/innen jeden Tag ständig solche Hindernisse bewältigen müssen (in der Fahrbahn parkende Autos, grobe Glasscherben oder sehr dicke Nägel, die auch Autoreifen schädigen) würde sofort Alarm geschlagen. Dutzende von Beschwerden würden an die Stadtverwaltung gehen und man würde fast postwendend nach Lösungen suchen und diese auch sehr bald umsetzen.. Beim Radverkehr wird dagegen im Schneckentempo gearbeitet. Sehr, sehr traurig – und kurzsichtig.

Der für das Frühjahr 2016 angekündigte Fahrrad-Stadtplan ist immer noch nicht erschienen. Und wir haben jetzt Mai !! 2016!!!

Offener Brief zur Sendung: „Ritzelzähler und Warnwestenträger“ von Ralf Homann in der Sendereihe „ZündfunkGenerator“ auf Bayern2Radio

Betrifft: Sendung „ritzelzähler und Warnwestenträger“ von Ralf Homann

in Bayern2Radio, Sendereihe Zündfunk Generator

Sendung: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/politik-gesellschaft/argumente-gegenfahrradfahren-100.html

 

Sehr geehrter Herr Homann,

Ihre Haltung gegenüber den Fahrradfahrer-/innen und dem Radverkehr ist kurzsichtig und unreflektiert. Sie versuchen, Fußgänger-/innen gegen Radfahrer-/innen auszuspielen. Das ist dumm und vor allem: sinnlos und unfair. Die Argumente, die Sie gegen das Radfahren aufführen, sind Wasser auf die Mühlen der AutofahrerInnenlobby. Das haben Sie sich wohl nicht bewußt gemacht, bevor Sie mit der Sendungsplanung begonnen haben.

Ich kann nur erahnen, warum Sie wirklich gegen das Radfahren sind. Ich sage jetzt nicht was ich Ihnen gegenüber als erstes gedacht habe als Sie wörtlich in der Sendung sagten: „…deshalb: Radfahrer raus aus der Stadt.“ Da kommt mir echt das Kotzen und wütend macht es mich auch. Dann treten Sie doch den Stadtplanungsverantwortlichen in Dänemark und Holland gegenüber! Sind Sie so mutig gegen diese Leute, die für einen erfolgreichen Radverkehr IN DER STADT gesorgt haben, mit Ihren Argumenten entgegenzutreten?? DAS möchte ich als überzeugte Fahrradfahrerin (gendern ist übrigens nicht verboten, nur so nebenbei) und ADFC-Mitglied sehen und hören!!!

Möglicherweise nervt Sie an den Radfahrer-/innen manches miese Verhalten wie das Sich-Zwischen-FußgängerInnen-Durchschlängeln, auf dem Gehweg fahren oder knapp vorbeisausen. Weil Sie meist Fußgänger sind. Das nervt mich als Fußgängerin an manchen Radler-/innen auch. Aber woher kommt es? Nicht unbedingt daher, dass vielen RadlerInnen die Fußgänger egal sind. Man muß genauer hinsehen. Oft liegt es daran, dass die Wegführung für RadfahrerInnen derart ungünstig sind dass man gezwungen ist, zumindest ein paar hundert Meter lang auf einem Gehweg auszuweichen. Verlangen Sie mal von AutofahrerInnen ständig, dass sie eine Umleitung, die einen wesentlich längeren Weg und damit mehr Zeitbedarf bedeutet, IMMER fahren zu müssen. Da wäre das Geschrei groß.

Es ist auch schwach, dass Sie nur eine Studie aus der Schweiz zitieren. Im Sendegebiet des Bayerischen Rundfunks und im Rest der Republik befinden wir uns nicht in der Schweiz. Daher kann diese Studie für Städte in Deutschland kaum oder gar nicht herhalten. Und der wahre Grund dafür, dass junge Leute in der Schweiz die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen liegt weniger (oder gar nicht) daran, dass diese NutzerInnen öffentlicher Verkehrsmittel so gern Straßenbahn oder Bus fahren. Es liegt nur daran, dass sie kostenlos WLAN nutzen können. Und der Vertreter dieser Körperschaft des öffentlichen Rechts für Fußverkehr muß mächtig viel Zeit haben, wenn er für das Zu-Fuß-Gehen plädiert. Und immer einen Diener oder Dienerin, die oder der ihm die Sachen hinterherträgt. Nichts nervt mehr, wenn man z. B. Seine Einkäufe von der Haltestelle nach Haus schleppen muß. Außerdem ist man als NutzerIn öffentlicher Verkehrsmittel immer von einem Fahrplan und Abfahrtsort abhängig. Das nervt und kostet sinnlos Zeit.

Bevorzugen sie wirklich öffentliche Verkehrsmittel und Fußgänger-Sein?? Also volle Bahnen, stickige Luft und oft genug unfreundliche und boshafte andere Fahrgäste, die immer was zu nörgeln haben?? Ich nicht! Ich bin heilfroh, wenn ich mal nicht die Straßenbahn oder Bus nehmen muß! Und manchmal fehlt einem auch das nötige Kleingeld für öffentliche Verkehrsmittel (schwarzfahren ist auch keine Alternative).

Wer wenig Geld hat nimmt sich bei längerer Abwesenheit von zuhaus was zu Essen mit – und das ist ein Stück Gewicht, dass das Fahrrad besser trägt in der Satteltasche als der Rücken (auch wenn man das Rad mit eigener Kraft vorantreiben muß).

Heute abend werde ich im Nachbarort ein Laientheater besuchen. Die Nahverkehrsverbindung zeigt mir 7 Laufminuten an. Das dauert mir zu lange, weil auch nicht gesagt ist, ob ich es gleich und damit rechtzeitig finde (in diesem Ort ist idiotischerweise heute noch die Veranstaltung „Autofrühling.“) Nach dem Theaterstück werde ich dank Fahrrad schneller beim Bahnhof sein – und nicht zu selten habe ich oft noch einen früheren Zug dank Fahrradfahren bekommen und mußte keine Stunde dumm an einem blöden (Provinz)bahnhof rumsitzen. Radfahren ist sinnvoll, auch weil es ein guter und immer vorhandener (weil fahrplanUNabhängiger) Zubringer zum Bahnhof ist.

Wohl haben Sie sich nur Gedanken gemacht, was Sie an Radfahrer-/innen nervt. Warum machen Sie sich nicht Gedanken darum, was Sie an AutofahrerInnen nervt?? DAS Verhalten von Autofahrer-/innen ist wirklich nervend und oft genug auch tödlich!! Denn AutofahrerInnen sind die stärksten Verkehrsteilnehmer-/innen – und sollten sich gerade dies bewußt machen, um eben NICHT andere zu gefährden. Wie oft bin ich als Radfahrerin schon aus dem Autofenster heraus angeschrien worden. Leider hatte ich aufgrund der Überraschung keine passende Gegenwehr bereit. Der Polizei, vor allem der bayerischen ist das scheißegal. Auf die kann man pfeifen. Den Schaden, manchmal den körperlichen aber vor allem den psychischen hat die oder der Radfahrer-/in. Im Laufe der Jahre läßt sich eine Radikalisierung als Radfahrerin nicht vermeiden, vornehm ausgedrückt (wobei ich auch genug anständige AutofahrerInnen kenne).

Es wird immer nur auf die RadfahrerInnen geschimpft, als ob es nur rücksichtslose Fahrradfahrer-/innen gäbe. Es muß endlich in die Köpfe rein dass a)die rücksichtslosen Radfahrer-/innen auch andere RadlerInnen nerven und b)es keine Allgemeinverurteilung geben darf.

Und noch was zum Erscheinungsbild des Radfahrers (meist ist dieser männlich bei dieser Sache), das Sie kritisieren:

  1. Es wird auch in Radfahrer-/innenkreisen gern mal über die Funktionskleidungs-Träger gespottet. Eigentlich ist diese Kleidung für lange Distanzen des Radfahrens gedacht, also für Rennen oder Radreisen. Es sieht – da gebe ich Ihnen recht – seltsam aus, wenn solche Leute dann die Kleidung auch im Alltag tragen. Ist eben eine Frage, in was man sich wohlfühlt oder ob man meint, einem vermeintlichen Trend folgen zu müssen. Ich schmunzel drüber. Die müssen auch Geld haben, denn diese Kleidung ist teuer (und nicht unbedingt umweltfreundlich, weil Kunststoff) – was dafür spricht, dass eine bestimmte Gesellschaftsgruppe diese Kleidung gern trägt. Kleine Anekdote: bei einer Radtour durchs Schwarzatal in Thüringen wurde ich öfter verwundert (vielleicht sogar entsetzt) angeguckt, weil ich – ach KEINE Funktionskleidung – trug. Haha. Weil ich mich nach einem kurzen Ausprobieren von Funktionskleidung vor 10 Jahren dann doch für ’normale‘ Alltagskleidung entschieden habe: weil ich mich darin eben wohler fühle.
  2. Die ganzen Nerds wie Fixie-Fahrer (meist männlich) : man kann sie belächeln, über sie lästern. Ich war letztes Mal selbst in so einem Nerd-Laden, aber nur deshalb, weil dieser Laden im Auftrag einer Initiative ein Lastenrad verleiht. Sie werden es nicht glauben: manche dieser Nerds schauen auf solche schnöden und einfachen Radlerinnen wie mich herab. Doch es kümmert mich nicht. Ich sehe sie als gleichberechtigte an, weil sie ebenso für das Radfahren sind wie ich, manchmal sogar noch extremistischer. Es gilt eben das Nürnberger Sprichwort: „Der Herrgott hat ann großn Diergaddn.“ (Der Herrgott hat einen großen Tiergarten).

 

Außerdem: Fahrradfahrer-/innen SIND UMWELTFREUNDE UND -FREUNDINNEN. Auch wenn ein asphaltierter Weg auch schöner zu befahren ist als ein „naturbelassener Weg.“ Ein Radweg versiegelt weniger Fläche als eine Autostraße! Gut, über die Mountainbikerei kann man diskutieren, ob man jetzt unbedingt in den Bergen mit dem Rad rumfahren muß. Ich selbst fahre kein Mountainbike.

Gerne dürfen sie Fahrradfahrer-/innen kritisieren, Herr Homann. Aber dann bitte mit fundierterer Recherche und ohne verschiedene Gruppen – wie hier Radfahrer-/innen gegen Fußgänger-/innen – gegeneinander auszuspielen. Gut ist, dass Sie eine Vertreterin des ADFC mit in den Beitrag genommen haben.

Tip: fahren Sie doch mal mit einem ADFC-Mitglied durch Ihre Heimatstadt. Sie werden die ganze Vekehrslandschaft mit komplett anderen Augen sehen. Für die gute Hose oder den guten Rock gibt es ganz un-nerdige Schtzmöglichkeiten von der Kette. Und Sie müssen auch nicht das schleppen, was Sie dabei haben.

Mit freundlichem Fahrradgeklingel

Angelika Steger

Suchen – und finden?

Wettertechnisch wurde für den heutigen Tag empfohlen, man solle es sich zuhaus gemütlich machen. Wind und auch Regen würden die Ausflugslaune verderben. Da ich gestern zuhaus geblieben war, wollte ich dennoch los. Das erste Mal gen Norden nach – ja genau dorthin, wo es auch so schön Flachland hat, das Münsterland!

Das erklärt teilweise auch, warum Münster als „Fahrradhauptstadt“ bezeichnet wird. In 50 Minuten ist man dort mit dem Zug, es gibt eine direkte Verbindung und eine, die über Hamm führt.

Der Hauptbahnhof Münster macht einen recht schnieken Eindruck. Klar, man ist eine Universitätsstadt (ob die Nebenbahnhöfe, also die kleinen, genauso grausig sind wie in Jena?) Allerdings wird momentan gebaut, weshalb es beim Zugang zu den Gleisen keinen Zugang zur Innenstadt gibt. Deshalb auch auf der geschlossenen Seite des Gleiszugangs die Schließfächer, die wie eine undurchdringliche Wand wirken, die keine Zauberkraft und keine Menschen- oder Maschinenkraft beiseite fegen kann. Das verwirrt. Erst auf dem Rückweg wurde mir klar, dass die Innenstadt und die Straße, auf der ich zur Promenade wollte, eben auf der verschlossenen Seite des Hauptbahnhofs war.

Den Wind spürte ich, sobald ich aus dem Zug ausgestiegen war. Hut festhalten! Es war unmöglich, einen Stadtplan entfalten und betrachten zu wollen. auf der Hinfahrt hatte ich noch bedauert, einer ehemaligen Chorkollegin  aus Jena nicht Bescheid gesagt zu haben, dass ich nach Münster komme, sie stammt von dort. Und dann steht sie plötzlich neben mir, sagt „hallo“ und wir umarmen uns. Was für schöne Zufälle es doch gibt. 🙂 Ihre Freundin, die sie gleich treffen wolle, könne mir noch besser Wegauskunft geben. Und dank dieser netten Frau fand ich dann die Promenade, die sich wunderbar entlang radeln läßt. (Zitat der Zucchini Sistaz beim JazzFestival der TU Dortmund: „Ohne Fahrrad geht in Münster gar nichts. Deshalb haben wir uns auch ein Tandem angeschafft, unsere Instrumente drauf geladen und sind dan auf der A1 entlang gebraust.“ – Ich hatte so lachen müssen 😉 eine der besten , weil lustigsten Anmoderationen auf dem ganzen Festival! http://zucchinisistaz.de/ensemble/ ).

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Und nein, das ist keine Autostraße. DAS IST EIN FAHRRADWEG.

Die Prommenade in Münster.

 

Nach etwa 2 km ist man am Schloß. Eine unerwartete Biegung auf eine Straße, die sich als richtig erwies (aber falsch aussieht, wenn man den Weg nicht kennt), führt dann zum Schloßtor. Unterwegs trifft man auf das, was man leider in jeder traditionalen Universitätsstadt hat: das Haus von Pappnasen, die heute noch rumlaufen, als ob sie 1848 auf dem Gebiet, das heute Deutschland ist, leben würden. Außen an der Häuserwand prangt ein Wappen, meist mit weiß/farbigen Hintergrund (z. B. grün weiß) und einem Buchstaben in Kunstschrift mit Ausrufezeichen.Damals waren deren Ideen zu Recht hochmodern (gemeinsames Land statt Fleckerlteppich). Doch hallo Leute, die Zeit ist weitergelaufen! Heute im 20. und 21. Jahrhundert sind die Ideen dieser Gruppe reaktionär, chauvinistisch. Nein, eine moderne Gesellschaft braucht diese geschlossenen Männervereine nicht. Wer unsicher ist, orientiere sich doch bitte nicht an den  Ewig-Gestrigen! Gibt doch heute viele Möglichkeiten, im Gegensatz zu früher. Aber selber denken, ob das, was man macht richtig oder falsch sei oder was dazwischen, das  ist eben anstrengender als irgendjemand oder einer Ideologie nachzulaufen.

Der mistige Wind wehte mir den Hut einmal erfolgreich vom Kopf. Warum trägst du auch einen Hut beim Radeln? Ganz klar, weil der Filzstoff  am besten den Regen abhält! Außerdem ist man unter dem Hut nicht so naß wie oben drauf nach einiger Zeit des Tragens. Ich fand ihn wieder, er war nur auf dem Abhang neben der Promenade gelandet. Jetzt band ich das Band am Hut, das eigentlich den Hut am Kopf halten sollte, noch am Schal fest. Es funktionierte.

Der Eingang zum Schloß. Was macht man, wenn man kein Museum gestaltet? Richtig, man packt was öffentliches rein. In einer anderen Stadt ist das Amtsgericht im Schloß drin. In Münster ein Teil der Uni samt Botanischen Garten neben dran. Da fühl ich mich im Schloßgarten gleich noch mal wohler als Friedhofsgärtnerin.

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Im Hintergrund sieht man die Werbefahnen der Westfälischen Nachrichten und von Antenne Münster. Sie richteten heute das öffentliche Ostereiersuchen im Schloßpark aus. Schöne Idee. Ich machte mich auch auf die Suche.Allerdings fand ich kein einziges Ei. Ich fand nur leere Kuhlen und vor allem : Flaschen und anderen Müll.

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Alte Weinflasche am Spieß.

 

 

Es ging mehreren Leuten so, für Kinder eine noch wesentlich größere Enttäuschung, dann doch nichts zu finden außer eben Müll. Leider gab es auch immer wieder dieses Bild:

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Ein abgebissenes Stück Ei, wieder hingeworfen. Das ist unfair gegenüber den anderen Sucher_innen! Es kann zwei Ursachen haben, warum Leute, die nicht ganz pünktlich im Schloßpark waren, keine Eier mehr finden konnten: entweder die Menschen haben sich nicht an die Regeln gehalten (nur 5 Stück Eier pro Person) oder es waren zuviele Leute für die Anzahl von Eiern im Park.  Nach ca. 30 Minuten gab ich auf und machte erst mal Mittag. Noch konnte man draußen sitzen….

 

 

 

 

Was ich zu meiner Überraschung auch gefunden habe: einen blühenden Rhododendron mit weiß-rosa Blüten. Und das am Ostermontag den 28. März 2016. Unglaublich. In der Ausbildung hatten wir noch gelernt, dass die Blütezeit des Rhododendron im Mai bis Juni ist (Foto leider etwas zu hell für die Blütenfarbe).

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Außerdem gefunden: einen weißen Wollhandschuh – direkt vor dem Schloß.

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Münster besteht nicht nur aus dem Schloßpark. Einfach mal durch die Stadt fahren, hier und da was fotografieren… das reichte mir heute schon. Entspannt durch die Stadt streifen, statt angestrengt dem nächsten Erlebnis nacheilen. Kein Familienstreß. Wie angenehm.

Woran merkt man, dass man in einer Unistadt ist? Nicht nur an den Schildern, auf denen die Namen der Institute stehen. in der Frauengasse reihen sich Kopierläden neben bezahlbaren Cafés. Hm, schade, ich ging dann doch nicht ins „Malik“ , weil ich vorher, vom Schloßpark kommend, durch die Stadt streifen wollte (aber Münster ist mehr als nur diesen Besuch wert).

 

 

Was ich auf jeden Fall finden wollte: das Antiquariat, das dem Film-Privatdedektiv Wilsberg (gespielt von Leonard Landsink) gehört. Die Freundin von meiner ehem. Chorkollegin L. hate mir einen Tip gegeben gehabt: es sei in der Nähe der Überwasserkirche. Das ist die „kopflose“ Kirche, also ein Kirchturm ohne Haube, bei der sollte es sein…und ich hab es gefunden. Yeah!

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Die Krimi-Serie „Wilsberg“ beim ZDF:   http://www.zdf.de/wilsberg/wilsberg-6031218.html

 

 

 

 

 

 

In jeder katholisch geprägten Stadt kann es nicht genug Kirchen geben. Der Dom (zwei dicke Türme statt verschnörkselte Fassade, also spätromanisch) für den Bischof, für die niedereren Bürger die anderen Kirchen. Ach ja, die Madame, nach der die kopflose Kirche benannt ist, kennt man auch.

 

 

 

 

 

Grade als es zu Regnen anfing, war ich woanders und geschafft, so dass ich ins nächstgelegene hineinging, eine der Bäckereien, die offen hatten. Kaum war ich fertig mit meiner Bestellung, stand eine lange Schlange an der Theke. Fast hätte ich das Rad des einen Kunden mal schnell weggeschoben. Der Typ hat doch sein Rad nicht abgesperrt und geht dann seelenruhig in den Laden rein. Meine Güte!  Das schreit nach Diebstahl! Ich hätt es nur nehmen müssen… und schwupp! – weg wär´s gewesen.

Es tat gut, warmen Kaffee zu trinken und den Hunger nach Süßem zu stillen. Zuhaus hatte ich den Rest des eigenen Kuchens vergessen.

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Ein riesen Stück ist das (mind. 25 cm lang). Ob die Teller speziell dafür gemacht wurden? 😉

 

 

 

 

 

 

In der Altstadt bei u. a. dem Rathaus und der Lamberti-Kirche: Gothik pur

 

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Lamberti-Kirche
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Die Kirche für den Bürger.

 

 

 

 

 

 

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.Ah, das Rathaus ist mir leider durch die Lappen gegangen.

Ein paar interessante Dinge hierzu: im Rathaus gibt es den Friedenssaal, in dem die Friedensverhandlungen nach dem 30jährigen Krieg stattfanden. 1648 wurde im neutralen Münster der Westfälische Frieden unterzeichnet (Parteien: Spanien (katholisch( und Niederlande (protestantisch). Es ist kaum anzunehmen, dass es um den „rechten Glauben“ ging, sondern nur um Macht mit der Religion als Ausrede, Land und Menschen zu verwüsten. Im Friedenssaal sollen auch die Bildnisse der Verhandlungspartner hängen, u. a. Ludwig XIV., Kaiser Ferdinand III. und der spanische König Philip IV.Mir war heute nicht nach Museumsbesuch, werde das aber bei Gelegenheit nachholen.

 

 

 

 

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Der Wind, der Wind, das himmlische Kind.

 

 

 

 

 

Ich wunderte mich, ob an dieser Stelle vor der Lamberti-Kirche wohl Fahrrad-Anhänger geliehen werden könnten…. der große Kasten „domicil“ gehört dem Restaurant oder eben dem, was „domicil“ in Münster ist. Aber die anderen Fahrzeuge – was ist das? Im Rahmen des Projektes „Skulpturen“ gibt es u. a. dieses Kunstwerk hier, das auf den ersten Blick nicht wie ein Kunstwerk aussieht. (Mein Rad in der Mitte gehört NICHT dazu 🙂 Nicht in Ordnung, dass  in den Anhänger (rechts), der Teil des Kunstwerks ist, Müll geworfen wird.

 

 

 

 

 

 

Ein seltsames Gefährt, das Tourist_innen auf Wunsch und gegen Bezahlung am Prinzipalmarkt herumfährt. Na, sind die Pferde wohl ausgerissen? 😀

 

Der „Kiepenkerl“ samt Wirtschaft dazu.

 

 

Hach, man könnt fast meinen, man sei in Amsterdam….

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Für Freundinnen und Freunde des besonderen Geschmacks bei… Radreifen-Farben. *hust*

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In Wirklichkeit sind die Reifen noch viel knalliger.

 

 

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Wieviel Zimmer wohl das Schloß haben mag?

 

 

 

 

 

 

 

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Etwas angerostet, aber so vom Stil her wären das auch meine Gartenlampen.

 

 

 

 

Für jemanden, die im Mittelgebirge aufgewachsen und mit geographischen Höhen bis mind. 600 m NN. geplagt wurde, ist das hier richtig putzig. WO ist der Berg in der Bergstraße? HIhihi, hahaha! ;-))

 

 

 

 

 

 

Auf dem Rückweg

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Die Boote und der Steg träumen noch vom Sommer…

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Eine Formationsanpflanzung mit dem Schriftzug „Münster bekennt Farbe.“ Allerdings haben sich die gepflanzten Narzissen nciht ganz an die Vereinbarung zum zeitgleichen Blühen gehalten…

 

 

Vor der Abfahrt zurück nach D. hatte ich noch Zeit und sah mich am Hauptbahnhof angekommen etwas um. eine Radstation… mit Bewachung und Reparaturservice. Wow. Wäre doch toll, wenn es das in mehreren Städten gäbe! Autohäuser und Parkhäuser gibt es schon genug!

…sogar mit Waschanlage!

 

 

 

 

Als ich auf den Bahnsteig kam, schien die Sonne. Gleichzeitig fing es zu regnen an. Aprilwetter im März. Haha…. und dann, plötzlich:

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Ade Münster… und bis bald! 🙂