Kleidungswahl beim Radfahren und: Das schwere Schicksal von Radfahrer(innen)-Hosen

Wer Fahrrad fährt, macht sich zwangsläufig Gedanken über die Kleidung, die man zum Radfahren trägt. Ganz klar: man ist dem Wetter immer ausgesetzt. In einer Blechkiste sitzend und fahrend ist die Kleidung ziemlich egal. Mit Schmunzeln, manchmal auch mit hochgezogenen Augenbrauen lese dazu Beiträge über Fahrradmode und Accesoires z. B. auf dem Blog von bikingtom. Ach ja und nicht zu vergessen die tollen Hipster-Fahrradläden wie der eine in Dortmund. Wenn man dort eingekauft hat, sieht man aus wie der eigene Großvater (was machen da eigentlich die weiblichen Hipster? Die gibt es doch auch?). Verständigung zwischen den Generationen: gelungen. Haha.

Nee Leute. Mit Anfang, Mitte 20 und selbst ab 30 muß man nicht aussehen wie der eigene Großvater (oder die eigene Großmutter). Verständigung zwischen den Generationen sieht anders aus. Abgesehen von den horrenten Preisen für diese miefigen old-fashioned Klamotten braucht man diese nicht zum Radfahren. Nur bei dem einen Critical-Mass-Fahrer, der selbst so um die 50 ist, sehen old-fashioned Fahrradklamotten cool aus. Weil sie zu seinem Typ passen.

Das Angebot an Kleidung für´s Radfahren ist riesig und wenn man nicht gerade eine Gerte ist, auch schwer zu überblicken: wo gibt es was wirklich passendes? Mein Ex-Freund schwörte auf Gore-Tex, also prüfte ich auch mal die sogenannte „Funktionskleidung.“ Lange hatte ich keine Freude daran: es gab nichts wirklich passendes und ich schwitzte mehr mit dieser Kleidung als ohne. Außerdem war es mir zu umständlich, immer diese reine Kunststoffhülle anzuziehen. Eigentlich ist Funktionskleidung doch nur was für Rad-Touren! Alltagstauglich ist Gore-Tex & Co. nicht, finde ich. Und sie wird genauso schmutzig wie „normale“ Alltagskleidung auch. Damen-Größen ab 42 sind für viele Funktionskleidungshersteller auch immer noch unbekannt. Kein Wunder: in der Sportbekleidungs-Werbung sieht man nur schlanke oder dürre Exemplare von Frauen.

In Sachen Funktionsunterwäsche fand ich erstaunlicherweise was bei meiner geschätzten Versandhändlerin, die nicht explizit Sportkleidung anbietet. Alle Damen und Herren, die als sogenannte „Plus Size“-Größe gelten, finden hier (meistens) was, ohne daß man aussehen muß wie ein alter Mann oder eine alte Frau. Allerdings hat auch diese Versandhändlerin eine seltsame Vorstellung, was Frauen als Sportbekleidung zu tragen haben. In den Katalogen werden Frauen nur bei Fitness-Sportarten gezeigt. Zur Erklärung: nicht alle Frauen machen ausschließlich Aerobic und ähnliches Zeugs als Sportbetätigung, bei dem man sich vorkommt wie beim Militär: vorne steht eine(r) und schreit Befehle, die die anderen schnell und im vorgegebenen Rhythmus auszuführen haben. Und zwar zackig. Und nicht alle Frauen tragen deshalb diese engen Caprihosen, die nichts halbes oder ganzes sind oder weite, wallende Shirts, wie sie eben von dieser Versandhändlerin angeboten werden. Das letztere ist dann was für die schwererbewegliche übergewichtige  Gymnastik-Fraktion ab 50, das Krampfadern-Geschwader. Also doch wieder in die Herren-Abteilung von C&A…. Ich bevorzuge beim Floorball-Spiel kurze, locker sitzende Hosen, ebenso beim Radfahren im Sommer für meine Touren. Die sind stabiler und haben Hosentaschen (ja! auch Frau braucht Hosentaschen, welch Wunder!) und sehen auch nicht so schlecht aus, wie immer getan wird.

Und – Überraschung! Ich trage beim Radfahren lange normale Jeanshosen. Das mag erst mal widersinnig klingen, weil eine Jeans nunmal schwerer ist als eine sogenannte „Funktionshose“ oder „Cargo-Hose.“ Tatsächlich hatte die „Cargo-Hose“mit Innenfutter vergangenen Donnerstag auf meiner Fahrt (Nordbahn- und Kohlebahntrasse) nicht zu schlecht abgeschnitten. Allerdings: Die Jeanshose ist wesentlich stabiler und scheuert nicht so schnell am Gesäß auf. Sie sitzt besser als viele Funktionshosen. Auch bei einem Sturz gibt es nicht so schnell Löcher (bzw. können die besser geflickt werden als bei Funktionskleidung). Es sitzt sich angenehmer auf dem Fahrradsattel als mit einer dünnen Funktionshose. Polster im Gesäß finde ich unangenehm. Außerdem mieft die Jeanshose nicht so sehr wie der Kunststoff. Vorteilhaft ist die Kunstfaser aber bei der Unterwäsche, weil man nicht so schnell auskühlt.

Manchmal trage ich auch Rock und Strumpfhose oder Leggins zum Radfahren. Da muß dann „nur“ die Strumpfhose dran glauben. Flicken lohnt oft nicht.

Aber die Jeanshosen und langen Hosen einer Radfahrerin haben ein schweres Schicksal. Vergangenen Donnerstag meinte eine Zug-Fahrgästin mit Rad zu mir, ich solle den flachen Stofftaschenhenkel, der am Boden lag, aufheben, sie wolle nicht das Rad darüber schieben. Ich antwortete ihr: „Keine Sorge. Das Schicksal haben alle Hosenbeine bei mir.“ Ihre Fahrradreifen waren weder naß noch besonders dreckig. Der Radfahrer, der mir gegenüber saß, grinste.  Meine Mutter hatte getobt, wenn ich mit verdreckten Hosen nach Hause kam. Meine 12 Jahre ältere Freundin in der alten Heimat hatte mich immer vorwurfsvoll angesehen. Wie kann man nur so seine Hosen behandeln!  Einmal hatte es mir die Hosenbeine sogar in die Kette gezogen; nicht schön, ich wäre fast gestürzt, die Autofahrer hinter mir hupten, weil ich nicht weiterfuhr (nicht weiterfahren konnte), aber die Erlanger Straße in Fürth war zum Glück breit genug, um rechts ran zu fahren. Die gelben Klettbänder habe ich aufgegeben, weil ich sie ständig verlor (das geht ins Geld auf Dauer). Diese Hosen trage ich nun schon lange nicht mehr, sie und andere Hosen sind nun zu kleinen praktischen Handtaschen geworden.An dieser Stelle mein herzlicher Dank an Craft-Queen Sandra Landefeld 🙂 Spät nachts höre ich immer noch ein leises Wehklagen aus meinem Kleiderschrank, wenn sich die Geister der alten mit den neuen Hosen über ihr Schicksal als Radfahrerinnen-Hosen unterhalten.

Aber so ist das nunmal.

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Alltagsbeobachtungen V – Wiedersehen

Relativ eng sitzt man sich gegenüber, wie man es sonst nicht tun würde. Denn sein Gegenüber kennt man nicht, so daß man eigentlich ihm oder ihr nicht so nah auf die Pelle rücken möchte. Und meist sitzt man auch nur wenige Minuten zusammen. Dann verläßt ein-/e oder mehrere den Raum und steigt aus. Eine meist stumme Gesellschaft, nicht immer angenehm für die wenigen gemeinsamen Minuten.

Manchmal telefonieren Leute und man wird unfreiwillig Zeuge des geführten Gesprächs, ob mich das nun interessiert oder nicht. Wenn man doch nicht schon am Ziel wäre und diese Laberbacken los wäre! Manchmal ist es lustig, manchmal nur nervig. Mein eigenes lautes Lachen hat auch schon mal ungeplant die ganze Straßenbahn-Gesellschaft unterhalten, als ich noch in einer anderen Stadt wohnte (aber das war nicht der Grund für meinen Umzug).

Wenn man nach 20 Uhr etwa U-Bahn oder Straßenbahn fährt, ist es im Fahrgastraum ruhiger. Nur wenige Menschen sind noch unterwegs, die Kinderwägen mit oftmals plärrendem Inhalt (der auch, wenn es schwer fällt, zu ertragen ist) sind inzwischen zuhause angekommen. Nur bei Großveranstaltungen wie einem Fußballspiel ist HighLife angesagt.

Am Dienstag abend den 21. März 2017 waren auf der Hinfahrt zum Hockey(Floorball)-Training auffällig viele Polizisten am Hauptbahnhof. Der Grund mag das Länderspiel England-Deutschland am morgigen Abend gewesen sein, ein paar englischsprechende Menschen waren unterwegs. Da die S-Bahn nach einigen Zwischenfällen (Brand einer S-Bahn in Essen) seit Monaten einen „Sonderfahrplan“ hat, wird es nachts immer zu spät für die Rückfahrt, weil ich zu lange auf die nächste warten müßte. Und so radel ich eben zur nächsten U-Bahn-/Straßenbahnhaltestelle, weil nach 2 Stunden Herumrennen in der Halle mein Elan zum Radfahren nicht mehr sehr groß ist.

Mit meinem Rad steige ich in die U-Bahn ein, ziemlich platt vom Sport. Oft war ich heute Torwärterin gewesen und das heißt auch: man bekommt die meisten Bälle ab, die blaue Flecken verursachen; das tut zwar weh, aber Floorball spielen macht Spaß. Dennoch sieht man nach 2 Stunden Fast-Dauerlauf nicht gerade fröhlich und erfrischt aus.

An der Haltestelle Kreuzstraße steigt ein kräftiger Mann ein, der eine schwarze längliche Tasche trägt. Er sieht mich an und lächelt. Ich sehe ihn an… aber weil ich so k.o. bin komme ich nicht gleich drauf, warum. Was mir auffällt, ist die hellviolett-bunt gemusterte kurze Mütze. Die Mütze… ich erkenne „ihn“ sofort wieder. Vergangene und wohl auch vorvergangene Woche habe ich ihn bemerkt. Ich lächle zurück. Eine kurze Gemeinschaft in der U-Bahn für wenige Minuten.

Während der Fahrt überlege ich noch, ob ich ein paar nette Worte sagen soll. Der Mann mit der bunten, aber nicht knalligen Mütze hat die Augen zu, er scheint ein Nickerchen zu machen. Mancher mag lästern, die Farbe der Mütze ist auch nicht mein Stil, aber ich finde es gut, daß es mal nicht das ewige schwarz-grau-braun-beige bei Männerkleidung sein muß. Eigentlich sollte jeder Mann auch mit einem pinken Shirt rumlaufen dürfen, ohne blöd angemacht zu werden. Frauen die Hosenanzug tragen gelten doch auch als „normal“, erst recht wenn dieser pink oder rosa oder lila ist.

Bevor ich aussteige sage ich: „Darf ich fragen: ist da eine Posaune drin?“ Er nickt und sagt:“ ja. Das mache ich schon seit 40 Jahren.“ Eine lange Zeit. Ich verrate ihm noch, daß ich da einen Hockeyschläger drin habe und vom Sport komme. „Zuhause habe ich eine Geige. Tschüs und eine schöne Woche!“ Dann bin ich auch schon draußen. Er fährt mit der „Stadtbahn“, wie die U-Bahn in Dortmund heißt, weiter.

Es ist schön, auch mal freundliche Begegnungen in der U-Bahn zu erleben. Vielleicht trifft man sich nächste Woche wieder.

 

 

 

 

Silvesterparty auf andere Weise

Wie feiert man „Silvester?“ Obwohl dieser Tag, der nach dem greogrianischen Kalender der letzte Tag eines Jahres ist, kein religiöses Fest ist, trägt er den Namen eines Geistlichen und Religionsvertreters, nämlich dem Papst Silvester (Hintergründe und gepflegtes Halbwissen dazu liefert die allseits beliebte Seite wikipedia oder Ihr laßt Euch von einem Theologen dazu vollquatschen). Daher rührt die Frage „Was machst du an Silvester?“ fast seltsam an, eigentlich müßte man sagen: „Was machst du mit Silvester?“ 😉

Ich habe keinen Silvester „an Silvester getroffen, stattdessen machte ich mich auf nach Duisburg. Der ADFC Duisburg machte seine Silvestertour – wie viele Jahre vorher schon. Ich erfuhr erst im Jahr 2016 davon, als der ADFC Essen oder die CM Essen den Veranstaltungshinweis der „Westfalenpost“ dazu auf fb genannt hatten. Ich hätte auch in den Jazzclub gehen können, aber rund 20 € für einen Abend… naja….auch wenn die Musik gut ist.

Ab 20 Uhr traf man sich in der Geschäftsstelle, es gab heiße Getränke und Plätzchen, es gab nette Gespräche und einen freundlichen Willkommensgruß. Um 21 Uhr c.t. startete die Tour. Ja, tatsächlich, wir fuhren am 31.12.2016 freiwillig Fahrrad! 😀  Vorbei u.a. am Duisburger Theater, wo der Graf von Luxemburg seine Sause feierte (voll der Angeber! Und dabei ist der Spitzbube pleite!), vorbei an Wohnhäusern, über Brücken, entlang des Rheins und vorbei an Stahlwerken. Leider alles in Dunkelheit… dennoch schön, Duisburg mal jenseits des Schimanski-Klischees kennenzulernen.

Vergeßt Schimanski! Jetzt macht Angelika mit dem ADFC Duisburg unsicher!

In der Vorweihnachtszeit, auch Adventszeit genannt, wird es in Wohngegenden in Westeuropa immer heller und bunter, was nicht unbedingt zur besseren Verkehrssicherheit beiträgt und was die Passantin auch fälschlicherweise als Einladung zum Betreten des Vorgartens auffassen könnte. Wenn´s da so schön leuchtet, geh ich doch mal rein! 😀 Die Phantasie der Ausschmücker ist dabei schier grenzenlos.

Wir durchquerten Moers (ausgesprochen „Mörs“, im Gegensatz zu Soest, das „Soost“ ausgesprochen wird) und erlebten eine besondere Art des Weihnachtsschmucks: Das Weihnachtshaus von Leon Scheepers. Beeindruckend, was seine Eltern und er hier aufgebaut haben, auch wenn nicht jedes Teil dem Geschmack der Besucherin/des Besuchers entspricht.

 

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Sogar am Wasser kann es mit dieser Beleuchtung der Betrachterin gar warm ums Herz werden…

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Manchmal waren wir Radler-/innen auch auf ehemaligen Bahntrassen unterwegs, nicht nur bei beleuchteten….

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Wie schön, daß es auch noch einen „klassischen“ Weihnachtsartikel in diesem Garten gibt 😉

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http://www.moerserweihnachtshaus.de

 

Wir fuhren zur Halde Rockelsberg in Duisburg-Rheinhausen, ein durch Schlacke (Schlacke: Rückstände der Stahlproduktion)  entstanderer Berg. Für ehemals im Mittelgebirge wohnende Menschen eher ein größerer Hügel….. lustig dazu die Diskussion während der Radtour, was ein „Berg“ sei. …..

Der Düsseldorfer Liegeradfahrer war sportlich und fuhr den Weg hinauf… Liegerad schieben ist auch recht umständlich, außerdem fährt sich ein Lieger gut (Rückstoß am Sitz größer als beim kleinen Sattel, mit dem bekommt man Kraft beim Treten in die Pedale, so meine Erfahrung). Allerdings hatte uns der Tourenleiter auch gewarnt, daß es Querrillen auf dem Weg gab. Da der Weg nicht beleuchtet ist, ist Schieben bei einem „Hochrad“ (Bezeichnung eines Liegeradfahrers 😉 empfehlenswert.

Auf der HALDE ROCKELSBERG hat man einen wunderbaren Rundum-Blick auf Duisburg. Fachkundig informierten mich die Duisburger ADFC´ler, was das grün beleuchtete Ding sei (Schornstein des Gaskraftwerkes), warum bei der Kokerei manchmal eine hohe Flamme zu sehen ist, dies aber keine Gefahr darstellt und wo welche Stadtteile sind („..aber nein. Das ist doch…da….“ 😀

Von da oben betrachtet ist es richtig schön, das Feuerwerk zu sehen. Auch gab es hier nicht soviele Leute, die Silvesterkracher zündeten – weniger Krach und bessere Luft waren die Folge. Zwischen den farbigen Lichtblitzen in der Luft sah man es zwischen den Häusern auch immer wieder blau blinken….

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Und an den Leser der örtlichen Tageszeitung, der sich beschwert hat, der ADFC würde auch noch auf die Halde Rockelsberg fahren und Platz besetzen: wir waren so generös und haben den anderen Leuten noch genug Platz für ihre Feiern und Kracher übrig gelassen.

 

Die Rückfahrt war kürzer und in der Geschäftsstelle gab es neben den Getränken sogar warmes Essen… herzlichen Dank dafür! Danach machte sich aber die Müdigkeit bemerkbar… es war schon 3 Uhr, als ich mich langsam für die Abfahrt bereit machte. Danke an die Bahnmenschen, die mich noch zu dieser späten (frühen) Stunde nach Hause brachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Critical Mass Dortmund am 16. Dezember 2016

Am 3. Freitag im Monat findet immer die Critical Mass Dortmund statt. Bei der Vielzahl der CMs im Ruhrgebiet und ganz NRW fällt die Auswahl, wo man hinfährt und teilnimmt, manchmal schwer…. 😉

Heute hatten wir Gäste aus Wuppertal (der sogar die ganze ! Strecke hin- und möglicherweise auch zurückfuhr), Gelsenkirchen (man kann auf diversen Zeitungsseiten im Netz lesen, daß man sogar aus der verbotenen Stadt nach Do. käme, weil der eigene Weihnachtsmarkt so mies sei), Essen – habe ich jemanden vergessen?

START wie immer um/gegen 19 Uhr am Friedensplatz beim Rathaus, Nähe U-Bahn-Station Stadtgarten.

Fahrt um die Friedenssäule zu Beginn:

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Es ist Dezember.… das heißt… ja genau…

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Dezente Weihnachts-Beleuchtung in rot, passend zum Rahmen……    🙂

 

Es geht natürlich noch schmucker:

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Nicht im Bild: dunkelblaue Christbaumkugeln, die am Rahmen unterhalb der Ladefläche hängen (Foto ist leider nix geworden…). Mir wurde vom Fahrer auf Nachfrage versichert, daß es zuhause keinen Krach gibt, würde eine Kugel während der Fahrt kaputtgehen.

Passend zur Advents- und Vorweihnachtszeit hatte dieser Fahrer auch Weihnachtspop im Gepäck. Bei der CM darf die Musik und Ausstattung auch gern mal kitisch sein ;-)))

 

Eines der am stärksten geschmückten Fahrräder…. etwas eigenwillig in der Gestaltung…..

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Die Essener-/Gelsenkirchener Vertretung mit schmucken Rädern   und praktischen Accesoires (nicht auf Weihnachten bezogen):

 

Möglicherweise frieren die Hände mit diesen „Topfhandschuhen“ auch nicht so sehr 😉

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Bei der Critical Mass Dortmund am 16. Dezember 2016 waren aber nicht nur Lastenräder dabei.

 

…wie sich damit wohl fährt? Ballonreifen können schon angenehm sein, wenn man über Pflastersteine fährt. Aber je breiter das Rad, desto mehr muß man wohl rein treten, um das schwere Ding fortzubewegen.

Die Zieleinfahrt auf dem Friedensplatz gegen 21 Uhr. Bei der – ab 19 Uhr legitimen – Fahrt durch die Fußgängerzone Westenhellweg verteilte einer der Radfahrer freundlich Flyer an die staunenden Passanten und Passantinnen. Manche feuerten uns an, nur ein einziger fluchte hörbar.

 

Es hat wieder viel Spaß gemacht, bei der CM Dortmund mitzufahren.Schön, daß Ihr aus Wuppertal, Gelsenkirchen u.a.  bei uns wart. Danke auch an die 3 Jungs, mit denen ich nachher noch Kakao bzw. Glühwein am Weihnachtsmarkt Dortmund trinken konnte, ich habe mich gefreut.

Falls die Bochumer nächste Woche ihre Weihnachtsrunde (23.12.) machen, bin ich gern dabei. Ich werde alkoholfreien Punsch mitbringen. Wer unbedingt Rum drin haben will, bringe sich diesen mit.

 

RIDE ON !!! Für eine Stadt mit weniger Streß und mehr Radverkehr statt Autos!

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Offener Brief an die Polizei Dortmund und die Stadt Dortmund: Zugeparkte Radwege

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Lange , 

sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Sierau,

Sehr geehrte Damen und Herren . 

Heute auf dem Weg zum Stadion (Fußballspiel am 3.12.2016 BVB – Borussia Mönchengladbach)  musste ich erneut feststellen ,  daß ein Polizeifahrzeug den Radweg in der Wittekindstrasse auf Höhe des Südwestfriedhofs blockierte (ca. 14 Uhr).

Kennzeichen : NRW -4-1063 .

Unter der Brücke in der selben Fahrrichtung blockiert zusätzlich ein Polizei -Motorrad den ohnehin zu schmalen Radweg.

Ein anderes Mal wurde ich von einem Polizisten aus dem Auto heraus angewiesen, in der Borsigstraße auf der Höhe Bornstraße den Radweg zu benutzen. Auf diesem Abschnitt ist er benutzungspflichtig (Beschilderung), aber höchstens 100 m lang. Danach muß man auf die Fahrbahn wechseln – kein ungefährliches Unterfangen bei der stark befahrenen Borsigstraße. Heute nun findet durch den zugeparkten Radweg eine genau widersinnige Anweisung durch einen Vertreter ein und des selben Berufsstandes statt. Wer das verstehen mag, der oder die soll mir das erklären.

Ich bitte Sie  auch als Mitglied des ADFC bei aller gebotenen Bedeutung Ihrer Arbeit in Zukunft nicht die Radwege zu blockieren. Die Polizei ist für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer -/innen verantwortlich . Deshalb kann es nicht sein, dass man auf die Fahrbahn ausweichen soll weil der Radweg besetzt ist! Daher mutet der Kommentar des Polizisten den ich im Auto ansprach auch sinnlos und unverschämt an,  ich solle doch, nachdem ich aus Not vom Radweg auf die Straße gewechselt war,  gleich die Fahrbahn wieder verlassen.

Man stelle sich vor, jemand würde einfach so einen Gegenstand, der etwa so breit ist wie ein Auto, einfach so auf die Straße stellen, damit eine Fahrspur blockiert ist. Sofort gibt es – zu Recht – Beschwerden, in allen lokalen und regionalen Medien wird gewarnt und berichtet, man solle an dieser Stelle, die eine „Gefahrenstelle“ sei, vorsichtig fahren, vielleicht hätten sich  schon Unfälle ereignet. Jede und jeder zeigt Verständnis dafür. Deshalb empfinde nicht nur ich als Radfahrerin die Reaktion des Polizisten heute als Affront. Wir Radfahrerinnen und Radfahrer könnten jeden Tag zu jeder Stunde ständig Beschwerden über Hindernisse, schlechte, weil unebene und gefährliche Oberflächen auf Wegen, zu enges Auffahren von Autofahrer-/innen u.a. einreichen!

Es ist nicht das erste Mal dass ich feststellen muß dass Radfahrer nicht ernst genommen werden , obwohl sie schon immer Teil des Alltagsverkehrs sind. Wohl muß erst ein Radfahrer, der oder die am besten noch mit einem Polizisten bekannt oder verwandt ist, wegen des sinnlosen und gefährlichen Ausweichens auf die Fahrbahn sterben,  bevor allen Autofahrern klar und bewusst wird dass Radwege keine Park -und Halteplätze sind! Jede-/r die oder der heute Auto fährt  kann morgen ein/-e Radfahrer -/in sein. Daher ist es unverständlich ,  daß Radfahrer -/innen nicht ernst genommen und ihnen schon bei der Straßenplanung und dann im Alltag  kein Platz noch Existenz im Straßenverkehr zugerechnet und zugestanden wird .

 

Noch ein Hinweis an das Ordnungsamt der Stadt Dortmund, das für den „ruhenden  Verkehr“ , also die parkenden Autos zuständig sind:

es ist zunächst verständlich, wenn es die gesetzliche  Regel gibt, daß man bis zu 4 Minuten parken dürfte, ohne daß es eine Gesetzeswidrigkeit darstellt. Jedoch hat kaum jemand Zeit und Lust, bei jedem Fahrzeug, das den Radweg zuparkt (weil den Autofahrer-/innen gar nicht bewußt ist, daß sie hier nicht parken dürfen!), diese 4 Minuten abzuwarten. Fakt ist, daß nichts, gar nichts das Zuparken von Radwegen durch Privatfahrzeuge rechtfertigt.

Die Behörden sind aufgerufen, gegen motorisierte Falschparker von Radwegen genauso streng vorzugehen als wie sie an anderen Plätzchen Knöllchen verteilen. Ganz gleich, ob es sich um Imbiß-Einkäufer am Borsigplatz handelt oder um gedankenloses Anhalten, weil man „mal schnell Zigaretten braucht.“ Die Häufigkeit, wenn Lieferant-/innen oder Rettungsfahrzeuge Radwege zuparken, ist im Vergleich zu Privatfahrzeugen sehr gering und zumindest bei den Rettungsfahrzeugen gerechtfertigt.Bei Rettungsdienst-Fahrten geht es um die Gesundheit von Menschen. Ein Polizeifahrzeug, wenn es nicht gerade akut im Einsatz ist (heute war nichts dergleichen zu erkennen, also aktive Täterverfolgung etc.) sollte dagegen den Platz wechseln, um den Radweg, der oft die Fahrbahn des Radlers/der Radlerin ist, nicht zu blockieren. Speziell auf der Wittekindstraße Richtung Stadion fährt man als Radlerin aus Sicherheitsgründen lieber auf dem Radweg, weil der motorisierte Verkehr dort sehr stark ist und durch die Zubringer zur B1 oftmals schnell und oft genug rücksichtslos unterwegs ist. Man stellt sich ja auch nicht einfach mal auf die Fahrbahn, wenn es sich nicht gerade um einen erfolgten Verkehsunfall handelt und das eigene Fahrzeug nicht fahrtüchtig ist.

Mit verärgerten Grüßen

 

Angelika Steger

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Critical Mass in Duisburg am 28.10.2016

Am letzten Freitag im Monat findet nicht nur in Nürnberg, Bochum und sonstwo eine Critical Mass statt: auch in Duisburg hatten sich diesen Freitag 11 Radlerinnen und Radler eingefunden, um zu zeigen, dass sie auch zum Straßenverkehr gehören. Rennräder, Trekkingräder und ein Faltrad waren dabei. Zum 2. Mal bin ich mit dem Zug nach Duisburg gefahren, um deren CM = Critial Mass zu besuchen; „CM-Tourismus“ nennt man das.Bochum wäre näher gewesen, aber weil es schon beim 1. Mal eine freundliche sympathische Runde gewesen war, bin ich wieder nach Duisburg gefahren.

Dieser Bericht schildert meinen persönlichen Eindruck von der CM Duisburg. Es geht in keinster Weise darum, verschiedene CMs zu bewerten und gegenüber zu stellen oder abzuwerten. Jede CM ist wichtig, um zu zeigen: WIR RADFAHRER SIND AUCH TEIL DES STRAßENVERKEHRS. Leider hat der Monat aber zuwenig Freitage, als daß man an jeder CM in NRW teilnehmen könnte….

Das Gute am Duisburger Hauptbahnhof ist, dass der Zugang zu den Gleisen geradlinig verläuft; in Essen hingegen muß man einmal um die Ecke laufen und, wenn man am „falschen“ Ende den Bahnhof betritt, auch noch eine Treppe hoch, was als Radfahrerin nervt. In Duisburg erscheint jedoch der Gang vom Gleis bis auf den Bahnhofsvorplatz eine Ewigkeit zu dauern. Vielleicht kommt das davon, daß der Durchgang zu den Gleisen so breit und dicht mit Geschäften gesäumt ist.

Der Empfang war dieses Mal nicht nur freundlich, sondern auch lecker: ein Essener Radler bot mir Brownies an. Die probiere ich doch gerne…. die waren besser als meine, die ich vor ca. 1,5 Jahren gebacken hatte. Lockerer und nicht so süß und schwer. Dankeschön. Wenn ich es zeitlich schaffe zu backen, wird es von mir am 11.11.2016 bei der CM Essen Martinsbrezeln geben.

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Ah und da war der Button der Critical Mass Essen zum 6jährigen Jubiläum an der Lenkertasche des Brownies-Bäckers… ich konnte mit einem Fahrrad-Schlüsselanhänger, der nun an einem Lederband hängt, punkten. Und, falls wir uns in Essen treffen: ich hab noch welche und bring Dir einen mit.

Daß es Herbst ist, merkte man an diesem Abend wieder deutlich: es gab Nieselregen. Der guten Stimmung tat das Wetter aber keinen Abbruch. Schade nur, daß wir keine Musik dabei hatten; erst recht beim Kreisel-Fahren macht Radfahren mit Musik großen Spaß. Im Laufe der Tour verließen uns immer wieder Fahrer, einer kehrte am Ende wieder zur Gruppe zurück, er hatte nur Arbeitskollegen „hallo“ sagen wollen.

Duisburg ist ein Radverkehrs-Entwicklungsland, so scheint es. Die 3 Duisburger Radfahrer, die dabei waren führten uns durch die Fußgängerzone von DU-Meiderich, die auch nach 19 Uhr nciht für den Radverkehr freigegeben ist. Autos dürfen aber dort fahren.  Autos in der Fußgängerzone?

Was soll das für ein Quatsch sein? Sind Fußgänger sicher unterwegs, wenn sie auf Autos treffen, die viel Platz im fließenden wie im ruhenden Verkehr benötigen, also während der Fahrt genauso wie auf Parkflächen?

Mit dieser strengen Regelung, die den Radverkehr komplett ausschließt, werden Radfahrer-/innen einseitig als „Rowdies“ und „rücksichtslos“ gebrandmarkt; es wird suggeriert, dass jede und jeder Radler-/in alle Fußgänger auf dieser Einkaufsstraße verletzen will. Es gibt zweifelsohne diese Sorte von Radlern. Aber es ist schlichtweg falsch und eine Unverschämtheit, Fahrradfahrer-/innen generell als Rowdies zu verurteilen! Soll eine Radlerin mit Lenkerkorb, die zum Einkauf mit dem Rad in die Stadt fährt und durch eine Fußgängerzone mit dem Rad Schrittgeschwindigkeit fährt, auch ein Rowdie sein? Was sagen die Geschäftsleute in dieser Straße eigentlich dazu? Fakt ist, daß der Radverkehr auch den Umsatz vom Einzelhandelt fördert, weil Radler-/innen besser und schneller kleinere Geschäfte erreichen können und dort Lebensmittel einkaufen oder Dienstleistungen z. B. Friseur in Anspruch nehmen. Ein Rad ist schnell geparkt und braucht wesentlich weniger Platz als ein Auto.

Die Fußgängerzone DU-Meiderich ist breit genug, als daß Radfahrer-/innen und Fußgänger-/innen alle genug Platz haben. Man kann den Radverkehr zu bestimmten Zeiten erlauben und Schrittgeschwindigkeit vorschreiben; ein Großteil der Radler-/innen wird sich daran halten. In Dortmund gelten für den Radverkehr die Ausschlußzeiten von 9 oder 8 Uhr bis 19 oder 18 Uhr. Nervt zwar manchmal, aber grundsätzlich kann ich als Radlerin mit diesen Ausschlußzeiten leben.

Schade, daß es in Duisburg der Radverkehr so schwer hat. Ist das Bewußtsein für das Rad als Alltagsverkehrsmittel noch weniger bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung angekommen als z. B. in Dortmund? Das Bewußtsein für das Fahrrad als Alltags-Fahrzeug fehlt dort wohl ganz; und Interessenverbände haben es noch schwerer.

Deshalb: UNTERSTÜTZT DIE CRITICAL MASS in DUISBURG. Auch wenn es mühsam ist und man sich oft ärgert, daß nichts voran geht: man darf niemals nachlassen, für den Radverkehr zu kämpfen.Dazu gehört auch die Teilnahme an der CM.

Wer ein Semesterticket hat, braucht nicht zusätzlich für die Fahrt nach Duisburg zu zahlen. Also auf zur nächsten CM am 25. November! Vielleicht werden es dann doch mehr als 15 Radfahrer-/innen… ich komme gerne wieder, um freundliche Radler und Gleichgesinnte zu treffen.

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Und wer noch nie etwas von oder über die „kritische Masse“ gehört hat, dem sei dieser Link empfohlen:

Was ist eine „Critical Mass“ überhaupt?

https://de.wikipedia.org/wiki/Critical_Mass_(Aktionsform)

 

Eindrücke von der CM in Wuppertal:

https://cmwpt.wordpress.com/

 

 

 

Neues im Alltäglichen entdecken

Tagtäglich fährt oder läuft man daran vorbei. In der Eile oder aus Unachtsamkeit bemerkt man gar nicht, was hier eigentlich ist: Kunst im öffentlichen Raum, Kunst im Alltag. Bei den Dortmunder Spaziergängen und Radtouren kann man Kunst leibhaftig und lebendig erleben.

„Nordwärts“ ist das  auf 10 Jahre angelegte Projekt der Radtour-Serie, die am Donnerstag den 1. September zum 2. Mal stattfand.Die meisten besuchten Kunstobjekte sind Teil der „EmscherKunst.“Zumindest 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen.

 

In lockerer Atmosphäre fuhr man auf einer Strecke von 8 km durch die Stadt, lauschte dem Vortrag von Astrid Wendelstigh und konnte die Kunstwerke ansehen, manchmal sogar ausprobieren – und wurde dann auch überrascht.

  1. Station am Dortmunder U: Ah, wie gut dass wir uns vor dem Regenschauer in die Trinkhalle flüchten können!

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Die Trinkhalle. Einst errichtet nahe der Zechen, um die Arbeiterinnen und Arbeiter mit alkoholfreien Getränken zu versorgen, entwickelten sich die „Büdchen“, die „Kioske“ oder „Spätis“ zu soziokulturellen Zentren der Gesellschaft.

Doch die Künstlerin Lena Dues spielt uns einen Streich: hier ist gar keine Trinkhalle 😉 Sie hat die Fähnchen selbst als Kunstobjekte gestaltet. Die Fähnchen sind nur Schmuck, kein Kiosk ist hinter den Fähnchen, sondern ein Büro. Auf dem Platz vor der „Trinkhalle“ stehen die orangen Container, die Informationspunkte für die Emscher-Kunst (bis 18 Uhr geöffnet) sind.

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Container im Regen

 

Die Radtour zur Kunst im öffentlichen Raum geht weiter um das Dortmunder U herum. Zwei Feuerwehrautos stehen davor, doch die Atmosphäre ist entspannt (wohl nur eine Bereitschaftstätigkeit heute, noch kein Einsatz). Bei der Tour und anhand der alten Wegeweiser wird klar, wie groß das Gelände der ehemaligen Union-Brauerei Dortmund überhaupt ist… wir biegen ein in eine Nebengasse, die sehr heruntergekommen wirkt, ihr Name „Übelgönne.“ Woher wohl dieser Name kommt… Wildes Grün sprießt am Wegesrand und aus Mauerritzen , Autos parken auf einer Seite. Fast unscheinbar wirkt das 2. öffentliche Kunstobjekt, das man im Vorbeifahren fast übersieht: die „Knutschecke“ von Holger Küper.

Großformatige Bilder von küssenden Paaren sind auf der Backsteinmauer zu sehen, allesamt mit Personen aus Dortmund (wer mag, kann sich auch von vom Künstler fotografieren lassen). Der Künstler will diesen häßlichen Ort in einen Liebes-Ort verwandeln, Licht und Sorglosigkeit hineinbringen, wenigstens für wenige Augenblicke den Geist in eine Traumwelt versetzen.Den Alltag eine Zeitlang vergessen – und ein Lächeln im Gesicht haben, das soll die Betrachterin oder der Betrachter der „Knutschecke“ empfinden.Eine schöne  Sache und in seiner Art der Gestaltung paßt das Werk gut in diese Gasse namens „Übelgönne.“  Jede(r) sollte jemanden zum Küssen haben, meint Holger Küper – ein schöner Plan.

Leider gibt es auch Leute, die unnötige Symbole auf die Kunstwerke schmieren müssen. Sie sind nicht Teil des Werks von Holger Küper. http://www.emscherkunst.de/knutschecke/

 

Die Fahrradhäuschen sind Bestandteil in vielen Stadtteilen Dortmunds (http://www.vcd-dortmund.de/cms/front_content.php?idcat=23 ). Wenn sich genug Interessierte finden, kann ein neues Haus aufgebaut werden, wo man sein Fahrrad sicher lagern kann. Dafür fällt eine geringe Jahresgebühr an. Nicht in jedem Wohnhaus gibt es sichere und gute Abstellmöglichkeiten für das Rad.

Die Studentin der Kunstakademie Münster, Lioba Knape hat so ein Fahrradhäuschen mit Kupferplatten eingekleidet, Arbeitstitel ihres Werks „CU“ („see you“ oder auch die englische Aussprache des chemischen Elements Kupfer). Ohne den Vortrag von Astrid Wendelstigh wäre man wohl an dem Kunstwerk vorbeigefahren, weil die Kupfereinkleidung die selbe Farbe hat (wohl auch durch Umwelteinwirkung entstanden) wie alle Fahrradhäuschen auch. Ein Schild erinnert daran, dass es sich bei der Einkleidung des Fahrradhäuschens im Unionviertel nahe der S-Bahnstation Dortmund West (Lange Straße/Sternstraße) um ein Kunstobjekt der „EmscherKunst“ handelt.

Laut der Künstlerin sollen alle Spuren des Alltags auf dem Kupfer festgehalten und später auf Papier übertragen in eine Ausstellung gebracht werden; das Kunstwerk ist ein Experiment zwischen Alltagsgebrauch, Architektur und Kunst. Wer hier drauf sprüht oder malt wird wohl nicht damit rechnen müssen, dass der städtische Reinigungstrupp kommt und die „Fettecke“ wegputzt…….

Das 4. öffentlich zugängliche Kunstwerk würde man auch übersehen, weil es zum einen unscheinbar ist, zum anderen an der stark befahrenen Rheinischen Straße liegt.Der Künstler und Produktdesigner von z. B. Lampen, Samuel Treindl hat zwei übrig gebliebene Buchstaben einer Leuchtreklame genutzt, „ö“ und „l.“ Früher wurden hier wohl einmal Möbel verkauft.Samuel Treindl ergänzt diese Buchstaben zu Vögel. Für nichts wird hier geworben, nichts wird verkauft, denn das Ladenlokal gibt es längst nicht mehr, das Haus ist heruntergekommen, es gab keine Intervention, keine Erneuerung, Das neue Wort liefert keine Information. „Ich schaue in den Himmel und sehe Vögel.“ So einfach kann Kunst sein. Wer dieses Werk nicht kennt, wird sich über das Wort „Vögel“ wundern, im Vorbeifahren wird man es aber nicht als Kunstwerk wahrnehmen.

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Haus Rheinische Straße 131: „Vögel“

Irgendwie zum Schmunzeln, andererseits kommt man nciht umhin sich zu fragen, warum nicht wenigstens  ein paar Sachen an der Fassade neu gemacht wurden. Die Sinnlosigkeit des Wortes „Vögel“ ist Programm, fast eine Art von Dada.

 

Die nächste Station gleich einem monströsen antiken Tempel, der im Laufe der Zeit dunkel und unbegehbar geworden ist: das alte Hoesch-Verwaltungsgebäude (ehemaliger Firmensitz der Union AG für Berbau, Eisen- und Stahl-Industrie in Dortmund). Über dem Eingangsportal steht in grünspan-gefärbten Kupferbuchstaben:

„Es lobt den Mann die Arbeit und die Tat.“

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Die koreanischen Künstlerinnen Eu Sun Ko, Hyuna Kang und Shinah Lee wollten diese altmodische pathetische Sprache, die nur an die Leistung von Männern denkt, so nicht hinnehmen. Kurzerhand entwarfen Sie eine Postkarte, bei der man durch leichte Verwacklung den Satz lesen kann:

Es lobt die Frau die Arbeit und die Tat.

Die Arbeit der Frauen ist auch zu würdigen, nicht nur die der Männer.

Was mit dem Gebäude nun geschehen soll, nachdem es ein Schweizer Investor gekauft hat, ist noch nicht sicher.

 

Stadtauswärts fahren wir weiter, die Dorstfelder Allee entlang. Im Hintergrund sieht man zwei Brücken für die Autobahn sowie die Stadtbahn. Beide sind aber nur das Hintergrundrauschen für die Kunstwerke.

Was soll das denn sein? Ein Hinkelstein von Obelix auf 4 Füßen?

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..ob darin goldene Schätze zu finden sind? „Zur kleinen Weile“ vom Künstler*kollektiv raumlabor

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Ein rätselhaftes Kunstwerk.So wie es mitten in der Landschaft am Wegesrand von der Straße und Radweg steht, fällt der große Stein auf. Die Neugierde treibt die Besucherinnen und Besucher dann doch hinein in den goldenen Innenraum. Es ist überraschend und angenehm hell da drin. Licht, Wärme und Schutz soll den Leuten in der „kleinen Weile“, wie das Kunstwerk heißt, vermittelt werden. Durch die goldene Farbe und die Öffnung oben ist es erstaunlich hell da drin.Aber Wärme und Schutz habe ich da drin nicht empfunden. Es ist eher ein eher banges Gefühl, weil man nicht weiß, wo die Wand beginnt und der Boden und Grund aufhört. Ein jüngerer Besucher konnte einem Bahnradfahrer gleich im Kreis herumrennen. Die eigene Stimme klingen wie… im Weltraum, wie in einem Popsong, bei dem die menschliche Stimme elektronisch verzerrt klingt. Heimelig klingt das nciht. Kein Gefühl der Bedrohung oder Angst, ber auch kein heimeliges Gefühl. So bleibt man auch nur eine „kleine Weile“ in diesem Kunstwerk, bevor man wieder herausklettert.

 

 

Das letzte Kunstobjekt der Tour würde man als Radler-/in übersehen, wenn man nicht gerade auf Kunst-Tour ist. Einem Steg am Fluß oder See gleich führt das Werk „Kunstpause“ durch einen Haselnußhain, den sonst nur überzeugte Haselnußfans kennen. Tatsächlich befindet sich unter der Stadtbahn- und Autobahnbrücke  eine Art kleines Haselnußstrauch-Wäldchen. Und tatsächlich: nachdem man durch den Haselnußhain gestreift ist, kann man sich wie an einem Flußufer auf Holzstufen niederlassen. Pause von der Kunst oder Kunstpause, also mal keine Skulptur, kein Bild ansehen?

 

Mit der „Kunstpause“ endete die Radtour „Nordwärts“ im Rahmen der EmscherKunst 2016 in Dortmund. Es hat Spaß gemacht, mitzufahren und neue Ecken der Stadt sowie Kunstwerke zu entdecken, die man sonst übersehen hätte. Es muß nicht immer alles gefallen, wichtig ist, dass man sich immer wieder aufmacht und neugeirig bleibt, was es in der eigenen Stadt so gibt und was passiert. Offenheit und Neugierde machen eine Stadt und die darin lebenden Menschen lebendig und können positiv auf die Zukunftsgestaltung wirken.

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Kunst im öffentlichen Raum: Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund bietet mit Frau Dr. Rosemarie E. Pahlke regelmäßig geführte Spaziergänge und Radtouren an. Heute hat Astrid Wendelstigh von der Initiative „VeloKitchenDortmund“ die Tour geführt. Herzlichen Dank dafür!

http://www.kunst-im-oeffentlichen-raum.dortmund.de

http://www.emscherkunst.de

http://www.velocityruhr.net

Serie Stadtteil-Touren in Dortmund: die Nordtour

Serie Stadtteil-Touren in Dortmund: die Nordtour

 

Wie lernt man die Stadt kennen, in der man nun wohnt? Indem man mit dem Rad durch die Stadt fährt. in Dortmund gibt es mehrere Stadtteil-Routen, die gern mal in noch nicht bekannte Ecken führen. Und wer meint, die Stadt schon zu kennen, wird möglicherweise was neues entdecken.

Start ist beim Hoesch-Park, man verläßt die Nordstadt auf der Lünener Straße und Brackeler Straße stadtauswärts, zunächst Richtung Scharnhorst. der Radweg ist auf der linken Seite für den Radverkehr aus Richtung Borsigplatz freigegeben (in Fahrtrichtung gibt es nur eine Autostraße).

Wer vom Hauptbahnhof kommt, fährt über die Wälle in die Weißenburger Straße zum Borsigplatz (Wegweisung Nordtour), der Geburtstätte des Ballspielvereins Borussia Dortmunds. Dann in die Wambeler Straße (rechts neben der Straße, in die die Straßenbahn einbiegt) und geradeaus bis zum Ende. Der Hoesch-Park liegt linker Hand, die Querstraße, auf die man stößt ist bereits schon die Lünener Straße.

 

Am Freibad Stockheide vorbei gelangt man auf eine Brücke über die Bundesstraße, dann noch mal auf eine Brücke mit dieser Aussicht:

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Blick auf das Bahnbetriebswerk an „Im Spähenfelde“ und  die Skyline von Dortmund

 

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Durch die Wildnis, eine Art „Niemandsland“ zwischen dem Gewerbegebiet Wambel West und Körne geht es zur Hannöverschen Straße.

 

 

Der Weg endet abrupt auf der stark befahrenen Hannöverschen Straße und es kann auch mal stinken… man ist in einem Industriegebiet, auch dort, wo die Stadtverwaltung den Müll hinbringt. Irgendwo muß auch dieser hingebracht und verarbeitet werden, keine Stadt hat nur schöne Ecken.

 

In der Alten Straße hat übrigens auch das Theater Dortmund seine Probebühne 🙂 Hier entstehen also die schönen Sachen, die man sich dann im Opernhaus ansehen kann.

Über den Körner Hellweg geht es an einer der vielen Kirchen vorbei, die der Straße auch ihren Namen geben.Es geht bergauf in der Liborisstraße… aber jemanden, die oder der im Mittelgebirge mit Höhen von 500 un mehr Höhenmetern über N.N. aufgewachsen ist, kann diese Steigung nicht schockieren. Am Bahnhof der S-Bahnstation Körne kommt man auch vorbei und passiert den Tunnel: leider mit lästigen Sperrgittern.

rechtes Bild: an einer Kleingartenanlage kommt man öfter vorbei bei der Nordtour.

 

 

 Bei der Kleingartenanlage Winkelried.

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Am Rande der Nordtour durch Dortmund.

 

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OBEN angekommen!

 

 

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Zufahrt zur Brücke über..
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…den Westfalendamm.

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Über einen „Schneckerlessteg“ geht es weiter Richtung Europaplatz ins – nun ganz andersartige – Gewerbegebiet Stadtkrone Ost. Keine rauchenden Schornsteine von Verbrennungsanlagen oder Fertigungshallen, sondern Dienstleistungsfirmen prägen hier das Bild.

 

Und woow, es wird ganz europäisch: Stockholmer Allee, Amsterdamer Weg, Tiranaweg…. ob die Größe, Länge und Beschaffenheit der einzelnen Wege und Straßen Ausschlag für die Namensgebung gegeben haben? Wie groß ist Stockholm im Vergleich mit Tirana? Erstere wird vielen bekannter sein als Tirana.

 

Helsinkistraße.Begrünung am Hausrand durch Steingarten mit Bambus (sehr gut gegen Unkraut). Unten: Vorbildliche Fahrradabstellanlagen = Parkplätze für Radfahrer-/innen, die mit dem Rad zu ihrer Arbeitsstätte fahren.

 

Weiter an einem Wohngebiet vorbei….

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…wer hier wohl wohnt da oben? 😉

 

Hinter dem Wohngebiet angekommen. Schade nur, dass man nicht ganz hinuntersausen darf, wie es eine Radfahrerin vor mir tat…

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Geradeaus geht es nach Schüren, das auch zu Dortmund gehört.

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Rechts abgebogen läuft die Nordtour weiter.

Aufgepaßt! Das kleine Schild für die Wegweisung der Nordtour kann man gern mal übersehen…  (rechtes Bild).ich bin zuerst fälschlicherweise rechts abgebogen, weil der Radweg dort so schön verläuft… es geht aber GERADEAUS weiter. Der „Europaplatz“ ist mehr eine Straße als ein Platz.

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Schmucklose, fast gleich aussehende Bürogebäude im Gewerbegebiet Stadtkrone Ost.

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Schon irgendwie lustig, dass zwischen den nüchternen glatten Hochhäusern wildes Grün sprießt… so wie zwischen Bahnbetriebswerk  an „Im Spähenfelde“ und Wambel-West.

 

Über die Freie-Vogel-Straße (woher kommt dieser Name?) geht es nach wenigen hundert Metern rechts in die Stadtrat-Cremer-Allee in die Gartenstadt. Nicht die Abbiegung versäumen!

 

Stadtteil Gartenstadt:

Das Pflastersteingehopser macht wenig Spaß, auch wenn es noch schlimmere Pflasterwege gibt (bei manchen Altstadtfreunden zum Bleistift). Sehr schön sind jedoch die Häuser und Gärten anzusehen. Man macht sich dem Namen seines Stadtteils alle Ehre 😉

Unfreiwillig muß man dabei leider auch viele Blechkisten fotografieren. Sind die wirklich alle notwendig???

 

…na das wär doch mal ein schickes Zuhause… fast ein kleines Schloß 😀

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Ade du schöne (woh auch teure) Gartenstadt...

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Die Nordtour läuft weiter Richtung Hörde, entlang der Semerteichstraße, vorbei an der U-Bahn-Haltestelle Willem-van-Vloten-Straße.

 

 

Jetzt befand ich mich in bekanntem Gebiet. Die Nordtour läuft aber anders weiter, als ich sonst fahren würde… es erschien mir erst umständlich, nach der Nordtour-Route zu fahren, doch: ich hatte mir vorgenommen, Neues zu er-fahren.

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Wegweisung kurz vor Dortmund-Hörde.

 

Am Straßenrand ein Künstlerinnenatelier.

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Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin.

 

Im Bereich Seydlitzstraße und Dessauerstraße am Straßenrand: ungeahnte Blütenpracht. Wohl von Privatleuten angepflanzt und gepflegt, mal wilder und mal weniger wild.

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Lampionblumen und Solidago (und andere Blumen).
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Hibiskus, ungefüllte Blüten.

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In der Sckellstraße trifft man auf das Kinder- und Jugendtheater Dortmund und das Robert-Schumann-Berufskolleg.

 

Wieder ein mir bekannter Bereich… doch die Route sollte nach der Oberschlesierstraße und der Baurat-Marx-Allee anders weiter verlaufen.

An manchen Häusern läßt sich ablesen: hier wohnt offensichtlich das Geld.

 

Hinauf entlang der Tewaagstraße…

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Ab hier laufen Nordtour und Nordosttour teilweise parallel.

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…und dann doch mal ein Stück auf dem „Hundeweg“ fahren, der das Gebiet „Im Spähenfelde“ mit Hörde verbindet… Auf dem Bild eine Zufahrt, die man bei der Nordtour hinunter fährt. Fast ein Miniatur-RS1… wobei der Weg unbefestigt ist. Hundespaziergänger-/innen trifft man auch.

Ach Leute. Warum müßt Ihr Eure Aufkleber gerade immer auf die Wegweiser kleben??? Gibt es keinen anderen Platz dafür?

 

 

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Die Kreuzung „Im Defdahl und Voßkuhle.“ Am besten ist bei diesen stark befahrenen Straßen, die Ampel zu nehmen.

 

Auf der Von-der-Goltz-Straße und Robert-Koch-Straße kommt man zum Ostfriedhof. Viele Dortmunder Persönlichkeiten sind dort begraben, außerdem ist es eine städtische Grünanlage – sonst würde man dort keine Hundespaziergänger-/innen treffen.

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Eingangstor zum Ostfriedhof.

 

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Berswordtplatz an einer Grundschule. Schade, dass der Brunnen so gebaut ist, dass man seine Füße oder Arme nicht hineinhalten kann… irritiert hat mich die Fahne „Gut Einkaufen im Kaiserviertel.“ Kaiserviertel hier?

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Links geht es die Walderseestraße, die Von-der-Tann-Straße und Manteuffelstraße hinunter, der Körner Hellweg wird gequert.

 

An der U-Bahn-Haltestelle Funkenburg vorbei kommt man wieder zur Straße „Im Spähenfelde“ und damit zurück zur Lünener Straße und dem Hoesch-Park.

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Eine schöne und abwechslungsreiche Tour ist die Nord-Tour! Eine gute Ergänzung wäre noch ein Heft (aus Papier oder elektronisch), das mehr Hintergründe zu den Plätzen und Häusern oder Menschen erzählt, die hier wohnten und arbeiteten (oder dies noch tin). Falls die Stadt Dortmund solch ein Projekt plant, wäre ich gerne mit dabei.

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Radtour Nord Dortmund: violette Kennzeichnung.

. Die Touren in Dortmund nach den Himmelsrichtungen Nord, Ost, Süd und West wurden 1991 zur damaligen Bundesgartenschau ausgearbeitet und ausgeschildert. Jede Tour hatte ein eigenes Thema, die Nordtour das Thema  „Architektur und Industrie“. Die Touren sind heute nach 25 Jahren immer noch beschildert, teils mit Aktualisierungen; so wurde die Nordtour durch das neue Wohn- und Bürogebiet Stadtkrone Ost erweitert.

Weitere Infos:

https://www.dortmund-tourismus.de/entdecken-erleben/sport/radfahren/radrouten-dortmund/poi/dortmund-nord-route-2-von-5.html

Dort gibt es auch eine eletronische Wegweisung.

 

Routenbeschreibung vom ADFC (wird laufend aktualisiert):

http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-dortmund/touren/tourenvorschlaege.html

 

Weitere Touren (geführt und zum Selbstdurchführen):

http://www.radroutenplaner.nrw.de/RRP_adfcTouren_02.asp#6

http://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-dortmund/touren/touren-dortmund.html

 

Die schnöde altmodische Wegweisung findet sich im neuen Fahrradstadtplan der Stadt Dortmund, erhältlich bei der Stadtverwaltung sowie im Buchhandel und beim ADFC Dortmund in der Graudenzer Straße in Do-Hörde.

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Kein Zug mehr – doch es rollt: Nordbahntrasse Wuppertal

Am vergangenen Freitag war ich erstmals bei der Critical Mass Wuppertal dabei gewesen (http://www.talradler.de/ und https://www.facebook.com/CriticalMassWuppertal/?fref=ts). Auf ihren Seiten hatte die CM Wuppertal auch immer wieder von Aktionen zum Fahrradschrauben und -basteln am Mirker Bahnhof, der an der Nordbahntrasse liegt, berichtet. Doch wo lag der „Mirker Bahnhof“ in Wuppertal? Nordbahntrasse, hm? Es galt ein Stück mehr von NRW zu erkunden. Auf http://www.nordbahntrasse.de erfährt man die Theorie zur (nicht nur Mirker) Praxis.

Die Nordbahntrasse ist heute ein Rad-/Fuß- und Skaterweg auf einer ehemaligen Bahnlinie, die Wuppertal-Elberfeld mit den nördlichen Stadtteilen verbindet und Teilstück der ehemaligen Bahnstrecke Düsseldorf-Dehrendorf – Dortmund Süd ist. Als ich am Sonntag den 7. August 2016 dort unterwegs war konnte ich gar nicht so recht glauben, dass die Stadt Wuppertal (so beschreibt es die Wuppertalbewegung e.V. auf ihrer website) sich dem Projekt Nordbahntrasse zuerst verweigerte und dann nur zögernd mitmachte. Viele Menschen waren dort unterwegs, saßen am Wegrand auf Bänken und plauderten; ein friedliches Miteinander und ein Ausflugsziel vor der Haustür, das nicht viel kostet: das ist die Nordbahntrasse Wuppertal. Klar war (und ist) der Ausbau als Ausflugsziel nicht kostengünstig: die Bahnstrecke der Rheinischen Bahn war 1991 stillgelegt worden. Bis 2006 passierte dort nichts – was bedeutet, dass die Natur sich ungestört ausbreiten konnte. Der Weg war überwuchert gewesen von Pflanzen, in den Tunneln zogen manche Tierchen ein. Beim Bau des Rad- / Fuß- und Skaterweges mußten Kompromisse zugunsten der Fauna getroffen werden: so bleibt der Tunnel Tesche für Menschen geschlossen und ist Fledermaus-Revier, ebenso eine Röhre des Tunnels Schee. An anderer Stelle  komme ich noch mal auf die geflügelten Freunde der Nacht zurück.

Als Nicht-Kennerin des Wuppertaler Stadtgebiets (und weil ich während der Fahrt für die Navigation nicht ständig online sein will, v.a. wegen der Kosten) war ich zunächst verwirrt, wo ich starten sollte: waren doch die meisten Bahnhöfe entlang der Rheinischen Bahn ehemalige Bahnhöfe. Wo also losfahren?

Ein freundlicher Radfahrer (oder Radfahrerin) der CM gab mir per chat im Gesichtsbuch ein paar Tips. An dieser Stelle noch mal mein Dankeschön dafür! 🙂

 

Es ging  in Wuppertal-Vohwinkel los.Erste Disziplin: Gewicht heben. Wozu sollte die DB AG an der Unterführung zu den Gleisen auch eine Rampe bauen oder gar einen Aufzug, wenn am Ausgang (wo auch der P+R-Parkplatz ist) ein das Stadtgebiet komplett durchlaufender Radweg losgeht, bzw. durch geht? Haha.

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Rechts geht der Weg Richtung Solingen, links Richtung Wuppertal-Barmen, aus dieser Richtung war auch mein Zug gekommen gewesen. Ich hatte zuerst einen Schwenk nach rechts gemacht gehabt.Auf dem leeren Parkplatz eines Supermarkts spielte ein einzelner Hockeyspieler auf Rollerskates einen Tennisball gegen das Häuschen der Einkaufswägen. Ein seltsamer Anblick, denn Hockey ist ein Mannschaftssport. Wir kamen ins Gespräch. Er meinte, dass er keinen seiner Freunde/Bekannten dazu bewegen hätte können, hierher zu kommen.Interessant, dass es dieses Problem öfter gibt! Heute gibt es soviele Angebote an Veranstaltungen, Möglichkeiten zum Ausgehen, dass man gar nicht mehr weiß, wie und für was man sich entscheiden soll. Die wesentlich vielfältigeren Kommunikations-möglichkeiten machen es dem/der einzelnen nicht leichter: man sagt eben kurzfristig ab, ohne eine echte Begründung zu haben (wäre es oft nicht ehrlicher zu sagen: „ich hab keine Lust“ anstatt zu sagen „ich kann nicht“ oder : „ich hab keine Zeit“ ?) Und wäre es für den/die Befragte nicht selbst besser sich selbst zu fragen, warum man nicht kommen wolle? Es scheint gerade so zu sein, als ob die Anzahl der tatsächlichen persönlichen Kontakte (face-to-face) weniger wird, je mehr Kommunikationsmittel es gibt. Schade eigentlich. Selbst die noch so gut funktionierende Kommunikationstechnik (skype, chat und anderes, was über das Internet läuft) kann niemals den persönlichen Kontakt ersetzen, bestenfalls ergänzen oder, wenn es sich um geographisch weite Distanzen handelt, den Kontakt aufrecht erhalten.

So geht man eben alleine raus: zum Feldhockey-Spielen oder zum Radfahren. Ich verabschiedete mich und radelte los.

„Die Radfahrer werden sich heute auf der Nordbahntrasse stapeln. Ich habe mir vorgenommen, mal mit den Rollerskates die Trasse abzufahren. Aber ohne Schläger komme ich mir so nackt vor.“ (Zitat des Hockey-Spielers). Ich mußte grinsen. so geht es mir mit dem Rad, bzw. ohne mein Stahlroß.

Ja, auch manch andere(r) hatte die Idee, heute an diesem sonnigen Sonntag den 7. August 2016  rauszugehen… nach Tagen der Trübnis endlich wieder: Licht!

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..und an den Bahnhöfen mit Gastwirtschaften wurden es noch viel mehr Menschen…

 

Infotafeln säumen den Weg und informieren über die Geschichte der ehemaligen Bahn und die Bevölkerung, die direkt an der Strecke lebte (und lebt)..

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So wichtig war die Bahnstrecke einmal, dass die Bürgerinnen und Bürger schon  1953 einen zusätzlichen Haltepunkt Lüntenbeck forderten – und bekamen, indem sie ihn selbst errichteten.Nicht nur Güter wie Kohle oder anderes Material für die anliegenden Zechen wurden auf den Schienen dieser Bahnstrecke transportiert, auch Personenverkehr gab es.

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Heute rollt dort zwar kein Zug mehr, aber die Vielzahl der Menschen, die hier mit Rad, zu Fuß oder auf Rollerskates unterwegs sind zeigt, wie gut die Nordbahntrasse angenommen wird. Das Stadtgebiet Wuppertal ist bergig, radfahren macht nicht wirklich Spaß, ist nicht komfortabel (für Leute, die nicht ganz so fit sind) und auch nicht unbedingt für Kinder geeignet. Die Nordbahntrasse ist dagegen eine ebene Strecke, die streßfreie Sonntagsausflüge ermöglichen kann.

An dieser Stelle ist der Charakter der damaligen Bahnstrecke noch zu erkennen (ehemaliger Bahnsteig).Bauzäune sind immer wieder zu sehen. Auch wenn die gesamte Nordbahntrasse auf einer Streckenlänge von 23 Kilometern komplett befahrbar ist, sind noch Arbeiten nötig. Darauf weist die WuppertalBewegung auf ihrer website hin.

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Unübersehbar, auch heute, nach dem Rückgang der Industriellen Produktion: die Bahn im Dienste der Industrie und des Bergbaus. Ehemalige Bahngleise, die früher als Zubringer zu anliegenden Fabriken oer Zechen dienten, sind nun Wege und Zufahrtswege für die Nordbahntrassen-Besucher-/innen.

 

Auch aufgrund der Zufahrtswege zur Nordbahntrasse fühlte ich mich beim Radeln an den Radschnellweg 1  (RS1 Ruhr, Bericht hier: https://fahrrad3gruen.wordpress.com/2016/05/17/ruhrgebietserkundung-heute-der-ruhrtalradweg-hattingen-essen/ ) erinnert. Ein Weg frei von Autos, mit Zufahrten-/Ausfahrten wie bei einer Autobahn. Und meist ist es ein entspanntes Miteinander von Fahrradfahrer-/innen, Fußgänger-/innen, Laufsportler-/innen und Skater-/innen. Nur breiter könnte der Weg sein… doch dann wäre die Nordbahntrasse wohl noch teurer geworden bzw. hätte die Stadt Wuppertal erst recht nicht mitgemacht. Auf ihrer Seite kritisiert die Wuppertalbewegung die Stadt Wuppertal für ihre Verhalten gegenüber dem Projekt Nordbahntrasse (alle Website-Adressen am Ende dieses Blogbeitrags). Die Sichtweise der Stadt findet sich ebenfalls auf einer unten genannten Adresse.

Das ist das verrückte am Ruhrgebiet. Dichte Besiedlung, oft geht eine Stadt in die nächste über, nur die Ortsschilder lassen erkennen, dass man nun in einer anderen Stadt ist. Entlang der Nordbahntrasse könnte man denken, man ist am Stadtrand Richtung Land unterwegs: Industriebrachen und viele Pflanzen säumen den Weg.

 

 

(…oder bin ich nun doch im Wald? Auch das hier sieht man am Wegesrand der Nordbahntrasse)

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Und dennoch: die Nordbahntrasse geht durch das Wuppertaler Stadtgebiet, von W-Elberfeld bis W-Barmen.

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..und wieder eine Ausfahrt auf der Nordbahntrasse.

 

Die Symbole der einzelnen (Fern-)Radwege sind: gelbes Symbol bedeutet „deutsche Fußballroute“, das grüne Viadukt-Symbol ist das Zeichen für die Nordbahntrasse. Das orange Schild bezeichnet den Bergischen Panorama-Weg.

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Pflanzen und Industriebrachen am Wegesrand.

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Die HALTESTELLEN der Rheinischen Bahn:

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in diesem Zusammenhang wirkt das Wartehäuschen kurios.

 

Na wenn kein Zug fährt, fahre ich eben selbst! Oder doch, einen Zug gibt es, zumindest einen stilisierten 😉

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aber… hey, da stehen doch zwei Fahrgäste!

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Oooh, ein Radweg, wildes Grün und Industriebrachen am Wegesrand…langweilig, denkt Ihr? Aber nein!

Die Nordbahntrasse bietet auch Action an… naja zumindest etwas (in der Hauptsache ist man doch hier, um sich zu erholen).

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Wooow, ich bin noch nie auf einem Radweg durch einen Tunnel gefahren!

Nur mit dem Auto…

Auch hier heißt es selbstverständlich: LICHT AN.

Bilder sind das eine, aber Videos können noch viel mehr die Atmosphäre fühlbar machen. Unter diesem Link kann man sich ein Video meiner Fahrt durch den ersten Tunnel (ab W-Vohwinkel gerechnet) ansehen:

https://www.dropbox.com/s/za390ngp8iajsrn/20160807_145945.mp4?dl=0

 

Komisch, wenn es dann plötzlich wieder hell wird…

Aussicht auf das Stadtgebiet.

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Eine wildere Haltestelle. Auch eine Art von Design.

 

Oh, an der Unterführung „Klausen“ gibt es sogar noch ein Gleis!

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Unterführung Klausen

Und genau darunter finden sich Bilder von Martin Heuwold (und anderen).

 

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Veröffentlichung aller Bilder an der Unterführung  Klausen  mit freundlicher Genehmigung des Künstlerischen Leiters Martin Heuwold.

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Bilder: Martin Heuwold (und andere). Fotografien: die Autorin

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Bild: Martin Heuwold.

 

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 Bild: Martin Heuwold (und andere).

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Bild: Martin Heuwold.

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Künstler(in) unbekannt.

 

 

 

Und dann war ich endlich angekommen am Draisinenbahnhof Wuppertal- LOH.

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Fahrradfreundlicher Fahrradständer (Parkplatz)

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Dort gibt es noch einen richtigen Bahnsteig. Auf Gleis 3 kann man kostenlos mit der Draisine eine Rundtour fahren.

Auf dem Bahnsteig hat die WuppertalBewegung außerdem ihren Infostand. Ich kam bald mit einer Dame und einem Herrn in ein nettes Gespräch. Nebendran im ehemaligen Bahnhofsgebäude gibt es das Café „Tacheles“, betrieben von ehrenamtlichen Mitarbeiter-/innen. Eine freundliche Atmosphäre und faire Preise erwarteten mich dort. An dieser Stelle ein herzliches Danke für die ehrenamtliche Arbeit !

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Zugang zum Café Tacheles vom Stadtgebiet aus.

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Eine Draisine unbesetzt im Bahnhof und einmal im Betrieb….

…mit fränkischer Firmenwerbung.

 

 

Wenn man sich eine Zeitlang am Wegesrand hinsetzt und lauscht, hört man verschiedene Sprachen. Die Nordbahntrasse wirkt als ein friedlicher Ort, an, dem verschiedene Menschen gut miteinander auskommen können. Das sei auch das Ziel des Projekts, so schreibt es die WuppertalBewegung auf ihrer website.

 

Gut gestärkt und erleichtert, weil die Sonne gerade nicht runterbrannte fuhr ich weiter Richtung Wuppertal-Nächstebreck (und Sprockhövel).

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Die Signale stehn auf GRÜN!

 

Noch einige TUNNEL sollten kommen.

 

Die letzten Ausläufer des Stadtgebiets Wuppertal. Es muß der Stadtteil Barmen gewesen sein.

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Der ADFC ist auch regelmäßig an der Nordbahntrasse vertreten.

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Die Haltestelle Wuppertal-Wichlinghausen.

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Neben dem Areal zum Turnen (und ich glaube auch, skaten) direkt am ehemaligen Bahnsteig ist W.-Wichlinghausen  einer der wichtigsten Punkte der ganzen Nordbahntrasse: schräg gegenüber dem Bahnsteig gibt es eine Skaterhalle („Wicked Woods“) und das Café Nordbahntrasse ( http://www.wichernhaus-wtal.de/index.php/berufliche-integration/beschaeftigungsangebote-fuer-alle-altersgruppen/cafe-nordbahntrasse ).

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Rechts im Bild (Ausschnitt): Skaterhalle und angrenzend das Café Nordbahntrasse.

An der Haltestelle W-Wichlinghausen ist erstmals auch eine Wiese, auf der man sitzen, plaudern, spielen oder toben kann.

 

 

Ob des schee is in Schee? Mal schauer…

(Ob das schön ist in Schee? Mal nachschauen…)

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Bisher fuhr man an Freiflächen vorbei, eben, manchmal bebaut mit ehemaligen Industriegebäuden oder Bahnhofshäusern, die inzwischen umgenutzt werden.

Jetzt: Szenenwechsel. Einen Zug, der hier durchfährt, kann man sich gut vorstellen. Die große Bauart einer Lok mit Waggons paßt zu diesen hohen, steilen Wänden. Als Radfahrer-/in ist man beim Durchfahren der Strecke doch beeindruckt, so klein kommt man sich vor… . Solange nichts herunterkommt und die Wände halten, kann man beruhigt vorbei radeln.

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Felsabschnitt Bramdelle

 

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Nach Wuppertal (wenn das Stadtgebiet dann mal zu Ende ist) öffnet sich die Landschaft und neben der Trasse sind nicht nur mehr Häuser, sondern auch grüne Hügel und Bäume zu sehen: Landkreis Ennepe-Ruhr (Autokennzeichen: EN). 23 km lang habe ich nun das Stadtgebiet Wuppertal durchquert.

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Dieser Wegabschnitt liegt im „Dolinengelände am Hölken.“ Für die geologisch Interessierten hier die Infotafel dazu:

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Endlich freie Sicht…

 

Doch die Klauen der Stadt reichen weit… noch ist man nicht ganz draußen. Der Haltepunkt Bracken ist gleichzeitig der Bahnhof Wuppertal-Nächstebreck…..

…..der einmal sehr bedeutend für die Bevölkerung gewesen war:

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Noch ein Relikt aus der aktiven Bahn-Zeit der Strecke:

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Und weiter geht´s….

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Bin ich plötzlich…
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…im Wald?? 😉

 

 

Uuuuaah, da soll ich reinfahren? Das sieht aus wie ein Gefängnis…. Die zwei Damen, die vor mir fuhren, waren ebenfalls nicht begeistert: es ist doch einige Grad kühler da drin. Ist aber ganz angenehm, wenn es sommerliche Temperaturen hat.

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Der Schee-Tunnel.

 

Neben dem Tunnel-Eingang: KEIN ZUGANG FÜR MENSCHEN.

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..ob die Fledermäuse Fans der Operetten von Johann Strauß sind?

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 In Schee endet die Nordbahntrasse. Danach kann man auf der Kohlebahntrasse weiter Richtung Hattingen fahren.

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STRECKENÜBERSICHT der Bahnlinien Rheinische Bahngesellschaft

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Die Zeichen ganz oben auf dieser Tafel werden mich ab jetzt begleiten (das müssen alles Bergmanns-Werkzeuge sein… wird Zeit für einen Besuch im Bergbaumuseum Bochum…)

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Das Bahnhofsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Schee. Schee sieht´s aus… Es ist in Privatbesitz, daher ist Betreten nicht erlaubt. Wer möchte schon, dass fremde Leute ins eigene Wohnzimmer reinlaufen…

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eine Uhr am  eigenen Haus…ist nicht verkehrt, finde ich. 🙂

 

Nach dem Bahnhof Schee geht es hier runter Richtung Hattingen. Die ganze Zeit hatte ich auch das Gefühl, an einem Fluß entlang zu fahren… doch hier war kein Fluß, sondern entweder pflanzliche Wildnis, Häuser oder Felsen oder – Autostraße.

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Es macht hier noch mehr Spaß, zu fahren… weil immer weniger Leute unterwegs sind. Richtig sausen ist nun möglich… (bei trüben Wetter ist die Nordbahntrasse wohl auch leerer als an diesem sonnigen Sonntag).

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Freie Sicht…

 

 

Dieser Wegweiser  (folgendes Bild) hat mich zuerst in die Irre geführt. Vor meinem Ziel Hattingen wollte ich Sprockhövel erreichen. Die Kohlebahntrasse wird von einer Landstraße (in Sprockhövel: Wuppertaler Straße) unterbrochen, gegenüber läuft sie weiter – doch nebenan geht die Straße in den Ort rein. Ich irrte fast 30 Minuten in Sprockhövel (es gab auch Ober-Sprockhövel, die Großstadt auf dem Land! 😀 herum, beobachtete eine Fußballmannschaft, die auf dem Sportplatz ihr Spiel beendet hatte und grade den Platz verließ, fragte zwei Passanten nach dem Weg… um dann doch wieder die Trasse zu finden. Schnauf. Es war schon später gewesen… Kurios in Sprockhövel: es gibt eine ehemalige Kirche, die nun ein Wohnhaus ist. Sie diente mir als Orientierungspunkt zusammen mit der Straße namens „Im kühlen Grunde.“ (es gibt ein furchtbares Volkslied mit ähnlichem Namen, dass mal ein Chor, in dem ich Mitglied gewesen war, gesungen hatte. Nun, diese schreckliche Erinnerung hatte auch ein Gutes: Der Liedtitel half mir, mir den Weg zu merken).

Ach ja und Bossel ist ein Stadtteil der Großstadt Sprockhövel. Der Name dieses Ortes wird mir erst mal in Erinnerung bleiben 😉

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 Schade, verpaßt… wäre bestimmt lustig gewesen....

 

 

Der LETZTE TUNNEL für heute.

 

In Hattingen angekommen, fuhr ich in Richtung Altstadt. Mithilfe der BVA-Karte, in der einzelne Straßen von Orten verzeichnet sind, fand ich zum Bahnhof. In Hattingen war der Startpunkt einer anderen Tour gewesen ( https://fahrrad3gruen.wordpress.com/2016/05/17/ruhrgebietserkundung-heute-der-ruhrtalradweg-hattingen-essen/ ), so erkannte ich manche Ecken wieder.

Einflugschneise zu Hattingen:

 

 

Das ist das Schöne am Ruhrgebiet: der Nahverkehr ist gut vernetzt. Der Zug, bzw. S-Bahn fährt nach Essen, die Straßenbahn 308 (beide Haltestellen sind nur wenige hundert Meter voneinander entfernt) nach Bochum. Wieder konnte ich während der Fahrt die Orte Hattingen und Bochum nicht auseinanderhalten, weil die Besiedelung so eng ist.

Schön war es…und ein paar nette Menschen habe ich auch getroffen. Beim nächsten Mal möchte ich noch weiter fahren… dann hält mich auch das Fotografieren nicht mehr so lang auf 😉

 

 

 

Ein großes Lob an dieser Stelle!

http://nordbahntrasse.de/

  • Die Darstellung und Sichtweise der Stadt Wuppertal:

https://www.wuppertal.de/tourismus-freizeit/gruenes_wuppertal/trassen/102370100000154340.php

 

Verwendete Radwanderkarte:

https://www.fahrrad-buecher-karten.de/index.php/regionen/nordrhein-westfalen/ruhrgebiet-ost-fahrradkarte.html

 

Stadt Sprockhövel: https://www.sprockhoevel.de/

 

 

 

 

What´s an app? Oder doch ned?

Menschen zu beobachten ist immer interessant. Wer es wissenschaftlich mag, die oder der studiert Soziologie. Ich hatte in meinem Erststudium Soziologie als Nebenfach, im Hauptfach Volkskunde-/Kulturgeschichte (= Kulturwissenschaft) an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Beide Fächer behandeln auf ihre Weise Alltagskultur. Dieser Blogbeitrag widmet sich einem Teil der Alltagskultur – der Mobilfunknutzung.

Im Frühjahr 2015 war es soweit: auch ich bekam ein Smartphone. Zuerst wollte ich keins, weil ich es für unnötig hielt. Zuviel Streß, die Vorstellung, ständig online und erreichbar zu sein über verschiedene Kanäle, nicht nur über das Telefonselbst, erschien mir als furchtbar. Aber irgendwie war ich auch neugierig… Reine und grundsätzliche Ablehnung alles Neuem ist mir fern, erst recht im Technikbereich.Ebenso finde ich es schwierig, wenn alle immer nur positiv über neue technische Erfindungen reden.

Das Smartphone im Frühjahr 2015 war (und ist noch) ein Nokia Lumia 610 (Mitte im Bild). Günstig von einem Freund bekommen, 30€, das paßt erst mal, dachte ich. Es hat ein angenehmes Design, das die Augen nicht überfordert; man kann die Kacheln auf dem Eröffnungs-Bildschirm in verschiedenen Farben einstellen, blau erschien mir am angenehmsten. Unterwegs auch mal E-mails lesen, weniger verpassen, gleich antworten können… keine schlechte Sache! Allerdings ist das Leben auch stressiger geworden. Es ist nicht so einfach den Drang zu unterdrücken, alle paar Minuten oder jede Viertelstunde mal nachzusehen, ob es was Neues gibt. (Gut, inzwischen mehr als früher, als der Reiz des Neuen noch größer gewesen war). Zuerst wurden eben nur 2x am Tag E-Mails beantwortet, wenn ich eben an einem Rechner saß. Manches nervt; bei anderen Sachen ist es gut, wenn man gleich antworten kann.

So nach und nach entdeckte ich die Vorteile des Smartphones. Mein Freund hatte es richtig erkannt: A. braucht ein einfaches Gerät. Allerdings fand ich es dann schon schade, was alles nicht ging mit dem Nokia Lumia 610, dem Windowsphone: die Fahrradnavigation komoot geht nicht komod mit Windowsphone. Meine Güte! Warum stellt sich Microsoft denn soo an?? Sicher ist eine Navigation drauf, die ich auch schon benutzt habe. Aber die ist für´s Autofahren und ich habe mich an einem Abend im Januar schon mal geärgert, dass ich in der Kälte und schon recht erschöpft am Abend einen riesen Bogen gefahren bin; um dann bei Ziel-Ankunft festzustellen, dass ich einfach nur dsa Campus-Gelände mit dem Rad durchqueren hätte müssen. Nur das geht eben mit einem Auto nicht. Haha.

 

In Sachen Technik bin ich in ständigem Austausch mit diesem guten Freund, der mir das Nokia Lumia 610 verkauft hat. Ich teilte ihm mein Bedauern mit, dass komoot nicht funktioniert. Bei meiner Pfingsttour durch Unterfranken 2015 hätte ich es gut gebrauchen können; der Meiningen-Haßfurt-Radweg ist so schlecht ausgeschildert, dass ich mich elend verfuhr. Ich machte die Erfahrung, dass ich immer weiterfuhr, weiterfahren konnte, auch wenn ich schon völlig erschöpft war. Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, in einer der Rasthütten am Wegesrand schlafen zu müssen und die Jugendherberge in Königsberg/Unterfranken nciht mehr zu erreichen. Ein freundlicher Passant in einem Dorf brachte mich mit dem Auto dann zur Jugendherberge. Dafür war ich sehr dankbar.

Lachender Kommentar meines guten Freundes dazu: „…man hatte ja nicht absehen können, dass es solche Ausmaße annehmen würde.“ Ich muß heute noch grinsen über diesen Satz.Und sein zweiter Lieblingssatz, wenn er mich zitiert (aus dem Jahr 2014):“Frau St. braucht kein Smartphone.“ Auch diese Woche muß er sich wohl scheckig gelacht haben, als ich ihm vom Samsung-Angebot erzählte.

Was ich am Smartphone am meisten mag ist, dass man fotografieren kann. Vor ein paar Jahren hatte ein ehem. Studienkollege mir eine Digitalkamera verkauft. Gutes Stück, ich benutze es heute noch gern. Die analoge Fotografie hat nicht an Reiz und Schönheit verloren, aber sie ist eben eins: umständlich. Was war das für ein Aufwand, Bilder für den Vortrag in der Berufsschule zu bekommen… man mußte entweder Farbkopien aus Büchern machen oder selbst losziehen und – wie ich es gemacht hatte – fotografieren, den Film abgeben, auf die Bilder oder die Dias warten. Für meinen Vortrag über Bodendeckerpflanzen auf Gräbern im Rahmen der Friedhofsgärtnerausbildung hatte ich Dias nach meinen Fotografien machen lassen. Wenn man die heute sieht, wirkt das, als ob man im Museum wäre.

Auch das eher mühsame Notieren von Daten von einem Plakat braucht man nicht mehr zwangsweise machen (und wieder vergessen, bzw. den Notizzettel verlieren). Einfach das Plakat abfotografiert! Der elektronische Notizzettel verschwindet nicht so schnell, man muß aber an ihn denken. Die Auflösung ist für so ein einfaches Gerät erstaunlich gut. Nachteil: Objekte, die eigentlich näher an der Handykamera sind, erscheinen auf dem Bild weiter weg zu sein. Kleine Filme lassen sich auch drehen. Dazwischen sollte man aber auch wieder was löschen, denn: der Speicherplatz ist begrenzt.

Es war schon ein großer Sprung vom einfachen kleinen Mobiltelefon (jeder englische Muttersprachler wundert sich über das „deutsche“ Wort „Handy“, das eigentlich ein Adjektiv ist und soviel wie „praktisch“, „handlich“ bedeutet) von LG (links im Bild) zum Smartphone. Zwar gibt es beim LG auch einen Menupunkt „chat und dating“, aber bei dem kleinen Bildschirm ist alles reduziert. Die allerersten Geräte zu Beginn der 1990er Jahre waren dick und klobig, zuerst mußte man noch ein Köfferchen mit Kabel dran mit sich rumschleppen. Dann wurden die Telefone für unterwegs immer kleiner, schmaler und jetzt werden wie wieder größer, bleiben aber schmal. Man könnte ein smartphone auch „Taschencomputer“ nennen.

Bisher war ich zufrieden mit dem Smartphone „WindowsPhone“ von Nokia. Ich bin weiterhin eine Freundin von Papierkarten, deren Akkumulator nie leer wird. Dennoch, irgendwie ärgerte mich das mit komoot schon… manchmal wäre es doch gut, mal elektronisch was nachsehen zu können, was auf der Papierkarte unklar erscheint – oder man hat diese zuhause vergessen (auch schon passiert, grrr).

Viel Geld will ich für Technik grundsätzlich nicht ausgeben. Sooo wichtig wie für meinen guten Freund ist sie nicht, da gebe ich eher mehr Geld für meine geliebten Fahrräder aus. Außerdem ist da noch die Frage nach der ethischen Verantwortung… Spätestens das Theaterstück „Die Agonie und Ekstase des Steve Jobs“ am Theater Dortmund (grandios gespielt von Andreas Beck als Solopart, auch wenn Steve Jobs wohl nicht diese Leibesfülle hatte 😉 ) hat mir klar gemacht, unter welchen furchtbaren Bedingungen Elektronische Geräte meist in Asien für den europäischen Markt gefertigt werden. Dann lieber ein gebrauchtes Gerät statt ein völlig Neues; einmal Leid weniger.

Allerdings war jetzt im Sommer 2016 eine neue Sache hinzugekommen.

Seit Mai bin ich in einem anderen Sportkurs dabei. Diese Sportart hatte mir schon an der Uni Jena großen Spaß gemacht; sie war Teil des Kurses „Fit durch Spiel“, bei dem verschiedene Ballsportarten gespielt werden. Inhalt des Kurses ist vor allem die Freude an der Bewegung und das Spielerische.Einen ähnlichen Kurs gibt es beim Hochschulsport an der TU Dortmund auch, aber dort wurde nicht Floorball gespielt. Schade.

Und jetzt ist mein Sportkurs bei WhatsApp. What´s an app?

Eine Bekannte hatte mich schon vor Monaten gerügt, dass ich dieses ach so praktische „tool“ nciht nutzen würde. Wohl ist mir bei diesem Dienst bis heute nicht. Noch offensichtlicher ist hier, dass ein amerikanischer Geheimdienst die Daten aller WhatsApp-NutzerInnen sammelt. Schließlich könnten wir alle Terroristen und Terroristinnen sein, nicht nur, wenn man wütend blickende Smileys verschickt oder Schimpfwörter benutzt… uuuuuuaaaahhhh…..

Na die Sportgruppe ist es mir wert, dachte ich.

Und mein guter Freund teilt mir auf meine Anfrage, warum WhatsApp sich nicht aufs Nokia-Gerät laden lasse, mit: „Du bist genau 14 Tage zu spät dran. Windows 7.9 wird nicht mehr unterstützt.“

Arrgh. Oh Microsoft, jetzt ist es aber wirklich genug!

Im Gesichtsbuch suchte ich nach Leuten, die ein whats-app-fähiges Smartphone abzugeben hätten. Ein Kollege wunderte sich daraufhin grinsend, ob es noch nicht-whatssappfähige Handys gäbe… Und schneller als ich dachte meldete sich eine Kollegin und – nun habe ich seit Donnerstag den 14. Juli 2016 ein Samsung S 4 (rechts im Bild).

Kein einfaches Lumieren mehr, nein, jetzt wird in ganze elektronische Galaxien abgetaucht! – nein, äh aufgestiegen (wir sind ja im Weltraum, hust). An dieser Stelle noch mal großen Dank an die Kollegin! Auch wenn das Glas ein paar Brüche hat bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät. Am Anfang war es etwas Gefrickel, die sim-Karte aus dem Nokia raus und ins samsung-Gerät  reinzubekommen, dann lief das Ding aber.

An die Bedienung muß ich mich aber gewöhnen. Die vielen zusätzlichen Funktionen (eben, weil beim Betriebssystem Android mehr Apps möglich sind) machen die Benutzerinnenoberfläche unübersichtlich. Ich suche immer noch, wo was ist. Auch ist es nervend, wenn das Bild des letzten Gesprächspartners im Facebook-Messenger immer sichtbar ist. Ich hatte heute bei Whats-App den Absende-Button plötzlich nicht mehr gefunden; weil das Konterfei eines Freundes genau über diesem lag. Allgemein bedeutet die Oberfläche des Samsung S4 mehr Streß für die Augen. Ein paar Apps habe ich schon rausgeschmissen, weil ich sie nicht will noch brauche.

Das Samsung-Smartphone ist leichter, schmäler und hat sogar ein größeres Display. Beim Fotografieren ist das Bild – so mein Eindruck – schärfer (für genaue Daten müßte ich erst nachsehen) , aber die Handhabung ist schwieriger als beim Nokia. Ich habe ein paar Mal schon ungewollt den Filmauslöser gedrückt, weil dieser auf dem Display groß zu sehen ist. Beim Nokia geht die Filmerei nicht gleich los, man muß erst umschalten, dann ist der Startknopf der selbe wie beim Fotografieren. Beim Samsung sind Film- und Foto-Startknopf auf ein und demselben Bildschirm. Außerdem weiß ich gar nicht so recht, wie ich das Ding beim Fotografieren halten soll… wenn ich es halte wie das Nokia-Teil, verstelle ich ungewollt die Lautstärke des Klingelns. So hat jedes Gerät seine Eigenheiten.

Das Nokia Lumia 610 wird nun vorerst zur „Taschenuhr“: weil ich es zeitlich immer noch nicht zum Uhrmacher (der noch was taugt, so wie ich es bisher sehe) geschafft habe, um neue Batterien bzw. Armbänder an meine Armbanduhren ranzumachen, wird das Nokia mir die Zeit sagen. Ohne Uhr unterwegs zu sein… das geht höchstens mal im Urlaub. Außerdem ist die Terminübersicht klarer strukturiert als beim Samsung. Aber immer 2 Geräte mit dabei haben? Hm.  Doof nur, dass, je mehr Funktionen ein Smartphone hat, der Akku umso schneller leer ist.

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Digital fotografiert…