Sehr geehrte Damen und Herren.
Besten Dank für die Informationsveranstaltung heute in der Nicolaikirche am 20. Januar 2026. Es ist wichtig, von den zuständigen Behördenmitarbeitenden auch direkt informiert zu werden, nicht nur über Websites und anderen Medien. Das kann auch zum Verständnis für die Baumaßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen führen. Es bleibt allerdings für viele Bürger*innen unverständlich, warum Sie nicht auch Ansprechpartner*innen des Tiefbauamtes und das Stadtplanuvgsamtes vor Ort dabei hatten. Das hatten mehrere Anwohende bei o.g. Veranstaltung deutlich angemerkt. Wenn Sie wegen der Abwasserkanalsanierung die Straßen Neuer Graben, Metzer Straße und Straßburger Straße schon aufreißen, dann ergibt das die Chance, diese Straßen nach Abschluss der Kanalsanierung auch neu zu gestalten, neu den Platz zu sortieren – und das ist dringend notwendig. Der #Klimawandel macht die #Verkehrswende notwendig, daran kommt auch Dortmund nicht vorbei. Zu sagen:“warum sollen wir was ändern, das haben wir schon immer so gemacht“ oder „ja, die Parksituation und der Zustand für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen ist eben so schon immer“ ist kurzsichtig und alles andere als auf die Zukunft gerichtet. Der Kanal muss und wird doch auch saniert – warum nicht auch die Straßen?

Parksituation bei BVB-Heimspielen im Kreuzviertel
Auch wenn viele sagen „das ist halt schon immer so“ und den Lärm, die Abgase und Gestank vom Parksuchverkehr scheinbar hinnehmen, ist dies kein Grund, es nicht zu ändern! Denn dabei steht die Gesundheit alker auf dem Spiel, sowohl von Anwohner*innen wie von den Fans selbst. Vor jedem Heimspiel ist es das selbe Chaos: Zu viele Autofahrer*innen suchen sich einen Stehplatz, äh Parkplatz, den das Kreuzviertel (der Stadtteil nahe des Westfalenstadions) nicht existiert. Es wird eine Straße zugeparkt (auf beiden Seiten), an den Ecken der Kreuzungen alles zugestellt, so daß man keine Kreuzung mehr einsehen kann. Der Rettungsdienst oder die Feuerwehr kommen nicht mehr durch.Wie lange wird das „noch gut“ gehen? Bis der erste Mensch sterben muss, weil der Rettungsdienst nicht mehr durchkommt? Wollen Sie das wirklich verantworten? Warum gibt es kein anderes Verkehrskonzept in Zusammenarbeit mit dem BVB? Denn das ist entscheidend: dass die Stadtverwaltung/das Stadtplanungsamt mit dem BVB, dem VCD und dem ADFC zusammenarbeitet!
Es muss ein anderes Verkehrskonzept her, davon zeigt sich auch mein Nachbar und BVB-Fan, überzeugt. Mehr Parkplätze weiter draußen wie an der TU, dazu Shuttlebusse und eine für den MIV (private Autos) gesperrte Hohe Straße an Spieltagen wären ein Konzept.
Ich appelliere zusammen mit anderen Anwohnenden des Kreuzviertels an Sie, das Tiefbauamt und auch das Stadtplanungsamt mit ins Boot zu holen.
Die Kanalsanierung sorgt nicht nur für neue, sichere Ableitung von Abwasser, sie bietet auch die Möglichkeit, den Straßenraum endlich neu zu gestalten: nämlich weg von der Blechwüste hin zu einer fussgängerfreundlichen Straße! Auch außerhalb der Spieltage kommt man als,Fussgänger*in und Radfahrerin kaum zwischen den parkenden Autos durch, der Geheeg ist schon schmal und durch parkende Fahrzeuge unnötig eingeengt. Wenn man mehrere Tage hintereinander die Straßen beobachtet fällt auf: ein Großteil der Autos steht nur herum. Mir erzählt niemand, dass diese Autobesitzer*innen alle auf ihr Stehzeug (statt Fahrzeug) angewiesen sind! Menschen mit Rollator oder Rollstuhl haben überhaupt keine Chance, sich sicher auf den Gehwegen zu bewegen.

Außerdem appellieren wir (die Anwohner*innen bei der Infoveranstaltung) an Sie, den BVB in vollem Umfang über die Kanalsanierung und die damit stark eingeschränkten Parkmöglichkeiten zu informieren – damit der BVB seinerseits die Fans frühzeitig informieren kann.

Der BVB ist,so erfolgreich und berühmt, dass Fans und Gäste aus allen Himmelsrichtungen und sogar aus dem Ausland kommen. Jemand aus Göttingen, aus Südbayern, aus Sachsen oder den Niederlanden wird vor dem Besuch des Westfalenstadions bestimmt nicht auf Dortmund.de nach der Parkmöglichkeit schauen, sondern auf den Kanälen des BVB – und sich auf guten Fußball freuen. Deshalb ist es wichtig, den BVB über die stark eingeschränkten Parkmöglichkeiten wegen der Abwasserkanalsanierung zu informieren, damit dieser wiederum seine Fans das klar machen kann.
Leider setzt das Hirn bei zu vielen Dortmunder*innen allerdings komplett aus, wenn es um Fußball geht. „Plötzlich“ stören z.B. Falschparker angeblich nicht mehr. DOCH, tun sie! Es ist nur eine Frage der Zeit, wann jemand stirbt, weil der Rettungswagen nicht mehr rechtzeitig oder gar nicht mehr zum Haus des/der Patient*in kommt. Oder wenn man, selbst mit Rad, keine Kreuzung einsehen kann, weil rechtswidrig am Eck der Kreuzung geparkt wird – und es wegen eines eigentlich vermeidbaren Unfalls Verletzte gibt.
Und mal ernsthaft: Wollen Sie das? Wollen die BVB-Fans, die mit dem Auto anreisen (müssen) das? Wenn Unfälle oder Todesfälle vermieden werden können, dann MÜSSEN sie vermieden werden!
Ich verstehe und gönne jedem Fan ihren und ihren/ seinen Spaß am Fußball – aber nicht auf Kosten der Anwohner*innen.
Thema Starkregen-Ereignisse:
Es war schon schwach von dem Herrn der Stadtentwässerung, nur auf das Engagement der Hausbesitzer hinzuweisen, doch Flächen zu entsiegeln, um beim Projekt Schwammstadt mitzuwirken! Nein, der Abwasserkanal auch für den Abfluss von zu großen Mengen Regenwasser zu nutzen, greift zu kurz. Warum greift das Projekt Schwammstadt in der dicht bebauten Nordstadt (dazu gab es mal eine Informationsveranstaltung in der Kirchstraße), aber nicht im Kreuzviertel – mit dem Verweis, daß es im Kreuzviertel zu eng sei?
Die Kanalsanierung bietet die Chance, den Straßenraum zukunftsgerichtet zu verändern- und das heißt auch: Parkplätze wegnehmen, auch wenn sie angeblich heilig sind und Konzepte für die Schwammstadt umzusetzen. Dazu müssen eben mehrere Ämter zusammenarbeiten, daß ist mir klar. Wenn Sie im Krankenhaus waren, will Ihr Hausarzt oder -Ärztin auch informiert werden, auch wenn sie oder er nicht direkt was mit der Behandlung im Krankenhaus zu tun hatte.
Über Baulärm freut such niemand, das ist klar. Ich habe grundsätzlich Verständnis für die Kanalsanierung- aber beachten Sie bitte auch alles, was drum herum und nebenan der Baugrube passiert: dass diese Sanierung auch die Chance zur Neugestaltung des Straßenraums und damit zu einer besseren Lebensqualität bietet.
Mit freundlichen Grüßen